Ist Dogplay eine extreme Form der Grenzerfahrung?

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Ist Dogplay eine extreme Form der Grenzerfahrung?

Beitragvon SirHermann » 3. Sep 2015 09:50

In jeder Beziehung zwischen Menschen entsteht mit der Zeit objektiv dadurch ein Gefälle, dass beide einfach nicht gleich sind. Der Eine kann das eine, der Andere das andere einfach besser. Der jeweils Andere steckt zurück, lässt sich erklären, lässt sich führen.

Unsere Gesellschaft ist aber nur noch selten bereit, aus diesen Unterschieden auch Konsequenzen abzuleiten, also zum Beispiel jemandem, der besser führen kann, auch diese Führung ohne wenn und aber in die Hand zu geben. Auf der anderen Seite ist vielen auch die damit verbundene Verantwortung zu viel, obwohl er/sie bestimmtes einfach besser lösen könnte.

Finden zwei Menschen die Stärke und Aufrichtigkeit zueinander, diesen objektiven Unterschieden Konsequenzen folgen zu lassen, sie also subjektiv in ihr Bewusstsein dringen zu lassen, dann entsteht in ihren Handlungen und den Regelungen für Entscheidungsfindungen eine Logik, die sich aus solchen Unterschieden ergibt, von der sie sich leiten lassen. Sie stellen sich also meist dem gängigen gesellschaftlichen Trend von Gleichmacherei und Gleichquatscherei entgegen.

Sie lösen mit ihrer Akzeptanz dieser Unterschiede den immer wiederkehrenden "Wettstreit" zwischen den Partnern (meist auch zwischen den Geschlechtern) so auf, dass ein wunderbares, harmonisches Miteinander entsteht, das Reibungspunkte auf bloß ideologischer Basis überflüssig werden lässt und beide in Positionen führt, die sie gut ausfüllen können und sich darin gut aufgehoben, wertgeschätzt und wohl fühlen. Sie schaffen es, für Beide klare Strukturen zu schaffen, Zuständigkeiten und Aufgaben entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Neigungen so zu verteilen, dass jeder klar kommt, weiß, was er vom anderen zu erwarten und selbst dabei zu leisten vermag und dass eben nicht immer alles aufs Neue ausdiskutiert werden muss, und es einen festgelegten "Entscheidungsbeauftragten" für die Entscheidungen gibt, für die kein Konsens herstellbar ist. Sie haben damit mehr Kraft und Energie füreinander übrig.

Für Doggie entsteht ein GESCHÜTZTER RAUM, in dem er/sie ganz Geschöpf sein darf, Emotionen ausleben darf. Dennoch gilt: Alle Beziehungen zueinander sind nur so gut, wie die Charaktere der Menschen, die sie leben! Natürlich gibt's für alles Negativbeispiele. Übersteigerte Ego's, Machos und Menschen in seelischen Ausnahmesituationen sind solche. Den einen bedeuten ihre Mitmenschen nur als Mittel zum Zweck etwas, die anderen waren einer Täuschung erlegen und wurden unsanft geweckt - erlitten einen emotionalen Absturz, ohne eine Person in der Nähe, die sie stützt und aufbaut.

Um eben noch einmal den Bogen zurück zu spannen:

Der Weg kann für den Einzelnen eine Art Grenzerfahrung sein. An erster Stelle steht das Sich-selbst-erkennen: Wer oder Was bin ich, was erwarte ich vom Leben, was wünsche ich mir. Weiter: Bedingungungslos vertrauen zu können. Zu folgen, auch wenn da noch Fragezeichen sind. Natürlich rede ich hier nicht dem "OHNE ANLAUF" das Wort, sondern weiß genau, dass VERTRAUEN eine empfindliche Pflanze ist, die intensiv gepflegt werden will und schnell geknickt sein kann. Das muss jeder Owner beachten. Diese Anfangszeit, wenn man zueinander findet, ist deshalb ein ziemlich beachtlicher emotionaler Grenzgang, der es in sich hat aber wert ist gegangen zu werden.

Wie seht ihr das von eurem Standpunkt aus?
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