Mehr Männer als Frauen im Dogplay?

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Mehr Männer als Frauen im Dogplay?

Beitragvon SirHermann » 21. Feb 2014 21:28

Das mag sein, aber wenn man das aufschlüsselt – erstmal fürs Internet – unter den Frauen sind auch weniger triebgesteuerte als bei den Männern, sprich: die Menge der Netten und Interessanten hält sich bei Männern und Frauen ungefähr gleich, plus dann eine Menge triebgesteuerter Männer. So schlecht ist das Zahlenverhältnis also nicht, sofern man zu den netten und interessanten Menschen gehört.

Im realen Leben fällt die letzte Gruppe, die meist männlichen Dummies mit mangelnder Sozialkompetenz, schnell aus der Gruppe der potenziellen Spiel-/Lebenspartner hinaus. Diese Leute tauchen entweder nie zu vereinbarten Treffen auf oder halten sich nicht sehr lange.

Man sollte immer versuchen, Personen kennenzulernen, die Menschen hinter den Rollen, die sie verkörpern mögen. Nicht die Bedürfnisbefriedigung sollte bei Kontaktaufnahme im Vordergrund stehen. Das ergibt sich im Laufe des Kennenlernens!

Bei Kontakten im Netz fällt auf, dass Männer oft sofort los“spielen“ wollen. Von Null auf Hundert in 3 Sekunden. Und sehr oft beleidigt sind, wenn man sie bremst.

Frauen dagegen, suchen in der Mehrzahl eher erstmal Informationen und Gedankenaustausch. Eine Erfahrung ist für sie oft sehr wichtig: Zu erleben, dass sie nicht allein sind mit dieser Sehnsucht Das es auch andere gibt, die so fühlen – und dann vor allem auch tun. Fragt man sie, erhält man häufig als Antwort, dass die Art und Weise, wie Dogplay (auch allgemein Petplay) im Netz dargestellt wird, derartig an ihren Vorstellungen vorbei läuft, dass sie nicht mit dieser Sehnsucht/Neigung in die Realität gehen möchten. Dazu kommt noch, was ich oben über einen Teil der Männer gesagt habe. In der Summe bedeutet das, dass sich Frauen eher bedeckt halten, wenn es um Dogplay geht.

Viele Newcomer beginnen mit Lesen. Ich habe auch so angefangen. Aber was – im Gegensatz zum BDSM – gibt es beim Petplay zu lesen? Schöne Geschichten sind eine echte Ausnahme. Den Einwand, dass es sich hier um Phantasien handelt, laase ich nur bedingt gelten. Würde SM-Literatur nur aus De Sades Schriften bestehen, hätten auch diese Leute einen völlig anderen Stand in der Gesellschaft.

Wenn zwei Menschen sich zum Dogplay treffen, sollten sie sich zu allererst menschlich gut verstehen, also wenn man eine wirklich gute Beziehung gleich welcher Art zueinander anstrebt. Da ist das Verständnis für die „speziellen Bedürfnisse“ des Anderen wichtig, allerdings nicht komplett ausschlaggebend.

Wenn es heißt, das Treffen sei schließlich kein „Kaffeekränzchen und kein Fünf-Uhr-Tee“, vergeht vielen Frauen die Lust auf’s Kennenlernen. Wie auch immer, wann auch immer, zu einem Treffen gehört das einfach dazu. Viele Frauen sind inzwischen geübt darin, zu bemerken ob da jemand auch zwischenmenschliche Interessen hat oder nur sein Drehbuch umsetzen will. Zwischenmenschliches Interesse ist ein Ausdruck der Verbundenheit.

Weswegen bekennen sich viel weniger Frauen als Männer öffentlich zum Dogplay oder Petplay allgemein? Sie wenden sich lieber an jemanden, der etwas macht. Ganz real, greifbar, nachvollziehbar und nachprüfbar.
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