Wurzeln der Herrentreue

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Wurzeln der Herrentreue

Beitragvon SirHermann » 14. Feb 2014 21:03

Die Anhänglichkeit eines Doggies entstammt zwei verschiedenen, triebmäßigen Quellen. Dazwischen gibt es natürlich unendliche Schattierungen. Es sind einmal ein devotes Element, das den Doggie an seinen Owner bindet, von dem er/sie Zuwendung/Zärtlichkeit erhält und deshalb den Befehlen gehorcht. Die andere Wurzel der Anhänglichkeit liegt in der Gefolgschaftstreue, mit der der Doggie an der Person des Rudelleiters hängt, aber auch in der persönlichen Freundschaft, die die Rudelgenossen untereinander verbindet. Das lässt sich oft auch außerhalb des Roleplays im Alltag oder sogar Beruf erleben, ohne dass Außenstehende das bemerken.

Ist es ein Doggie, der/die auch im Alltag/Beruf normalerweise einen männlichen ‚Leitwolf‘ als „vorgesetzte Dienststelle“ anerkennen würde, kann es einem begabten Erzieher/Ausbilder als Owner gelingen, in diese Stellung hinüber zu wechseln und sich die Anhänglichkeit dauernd zu sichern. Es kann genauso gut passieren, dass der Doggie den Owner „nur“ als Freund behandelt, keineswegs jedoch als ehrfurchtgebietenden Herrscher. Der Doggie versucht vielleicht sogar, seinen Owner zu unterjochen und sich zum zum ‚Leitwolf‘ aufzuschwingen.

Anfangs, wenn er/sie etwas angestellt hat und dafür bestraft wird, sieht man auch ihm/ihr das schlechte Gewissen an. Er/sie versucht den erzürnten Menschen zu versöhnen und seine Liebkosung zu erbetteln. Später jedoch kann es vorkommen, wenn die Sache vorbei ist, will er/sie spielen, kurz, er/sie ist von der Strafe nicht im Geringsten beeindruckt. Dieses Unbeeindrucktsein bedeutet nicht unbedingt eine Abkehr, er/sie ist dem Owner durchaus freundschaftlich gesinnt und begrüßte ihn, bringt ihm weiterhin die herzlichen Gefühle entgegen, nur gehören eben die Gefühle der Unterwürfigkeit und des Gehorsams nicht mehr dazu.

Die dauernde Anhänglichkeit ist oft bei den Doggies die Quelle der Herrentreue.

Auf einem anderen Blatt steht die Anhänglichkeit und Treue derjenigen Doggies, die einen ‚Leitwolf‘ brauchen. Die Einen sehen in ihrem Owner das HerrCHEN, die Anderen den ‚Leitwolf‘, die Einen sind ergeben, die Anderen halten sozusagen die Treue von Mann zu Mann.

Eigenartig ist, wie die Bindung dieser Anderen Doggies an einen bestimmten Menschen zustande kommt. Der Vorgang ähnelt stark demjenigen, durch den ein junger Mensch zur Zeit der Pubertät sich aus der Familie löst und auf eigenen Wegen eigenen Idealen zustrebt. Die Bindung an diese neuen Ideale ein einmaliges Phänomen: wehe dem Jugendlichen, der in dieser prägsamen Periode sein Herz an falsche Götter hängt! (Gedankenbild zur Erklärung)

Für ideal halte ich Mischcharaktere, die die gehorsame Anhänglichkeit und die exklusive Gefolgschaftstreue vereinen. Die Grundlagen der Hundeerziehung, nämlich Leinenführung, bei Fuß gehen und das Abliegen befolgen sie gerne, weil sie ihren Owner mögen. Gleichzeitig zeigen sie ihm die absolute Treue zu ihrem ‚Leitwolf‘.

Sobald der Owner nachhause kommt, wird er mit Freudenbezeugungen empfangen. Wird sie/er zuhause allein gelassen, wirkt Doggie auffallend gedrückt, tiefe Seufzer sind mitunter zu hören. Es kann zum Ungehorsam kommen aus Verlassenheitsangst.

Reagiert der Owner nicht auf die Signale, kann sich eine Psychose entwickeln. Da sitzt sie nun in Trauer und Einsamkeit herum. Ein Seelenschmerz kann sich entwickeln, der so groß ist, dass er die Persönlichkeit des Doggies zerbricht.

DARUM: Niemals sollte ein Owner sein Doggie als Spielzeug betrachten, das man hervor holt, wenn man Lust hat und dann wieder weg stellt, schließlich verlässt, weil Doggie langweilig geworden ist!
Doggie ist ein Mensch mit tiefen Gefühlen, mit animalischen Sehnsüchten, und so tiefgründig, dass ein Menschenleben nicht reicht sein Doggie ganz zu ergründen! Der Besitzer sollte eine unstillbare Neugier auf sein Doggie haben, dann wird sie/er ihm lange treu ergeben sein.
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