Doggie als Rudelführer?

Dogs / Puppys unter sich
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Doggie als Rudelführer?

Beitragvon SirHermann » 18. Apr 2014 10:14

Hunde sind oftmals sehr erfolgreich damit, in einer Mensch-Hund-Beziehung ihren Willen durchzusetzen. Sie besitzen dafür ein ganzes Repertoire von Verhaltensweisen, so dass viele Menschen gar nicht bemerken, dass der Hund sie um den Finger wickelt und an der Nase herumführt, dass bei ihnen der Hund bestimmt, was gemacht wird…

Dabei werden Hunde selten aggressiv, vielmehr starten sie eine Charmeoffensive. Ein Hund, dessen Bitten und Forderungen erfüllt werden, wird in Situationen, in denen es darauf ankommt, die Kommandos seines Menschen im Zweifel eher nicht ausführen.

Um nicht auf ihre Forderungen hereinzufallen, muss man die verschiedenen Verhaltensweisen kennen, mit denen Hunde kommunizieren.

Der bettelnde Hund am Esstisch
Er schafft es, halb verhungert auszusehen, blickt treuherzig in die Augen seines Menschen und wedelt freundlich mit dem Schwanz.
Doch halt! Blickkontakt bedeutet nicht Aufmerksamkeit und freundliche Zuwendung, sondern Dominanz. Nur der Ranghöhere darf unter Wölfen und Hunden den Rangniederen mit Blicken fixieren! Ein bettelnder Hund, der seinen Menschen dabei anschaut, ist also keinesfalls ein unterwürfiger Bittsteller. Er ist eher mit einem dominanten Befehlsgeber zu vergleichen.

Anspringen
ist kein Ausdruck der Zuneigung oder Freude, sondern eine Forderung, sich jetzt sofort mit dem Hund zu beschäftigen! Es entstammt aus der Zeit, als der von der Jagd zurückkehrende erwachsene Wolf von den Welpen an der Schnauze angestupst wurde, damit er Fleisch hervor würgt. Beim Menschen ist der entsprechende Körperteil nur so weit oben, dass er eben nur mit Springen zu erreichen ist.

Anstupsen mit der Schnauze oder der Pfote
Dies ist ein Überbleibsel aus der Welpenzeit, als dieser dadurch dafür sorgte, dass die Milchquelle nicht versiegte. Auch der erwachsene Hund verwendet diese Geste, um Forderungen zu stellen. Da der Mensch dieses Verhalten oft als Ausdruck von Zuneigung versteht, bekommt der Hund meist, was er auf diese Weise einfordert. Also wird er es immer wieder tun.

Kopfauflegen und Aufreiten
Hund und Mensch liegen entspannt auf der Couch. Der Hund legt seine Schnauze auf das Knie des Menschen und schaut ihn treuherzig in die Augen. Unter Hunden ist das Kopfauflegen eine Dominanzgeste, die man sich von seinem Hund nicht gefallen lassen sollte (wehret den Anfängen! Sonst setzt man eine Spirale in Gang…)
Eine Steigerung dessen ist das Aufreiten. Es ist kein Ausdruck fehlgeleiteter Sexualität eines einzeln gehaltenen Tieres, sondern ebenfalls eine Dominanzgeste: Nur der Rudelführer darf bei einem Rudelmitglied aufreiten!

Spielverbeugung
Der Hund legt Oberkörper und Vorderpfoten flach auf den Boden, während das Hinterteil in die Luft zeigt. Damit fordert der Hund nicht nur Artgenossen, sondern auch seine Menschen zum Spielen auf. Ist es nun eine Beschwichtigungsgeste (tu mir nichts, ich tu dir auch nichts) oder eine Dominanzgeste? Wenn der Hund sein Gegenüber mit Blicken fixiert, ist auch dieses Verhalten ein Alarmzeichen, dass mit der Rangordnung etwas nicht stimmen könnte.
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