Amy - mein Mädchen

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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:54

„*lach* Nein, ein alter Mensch hat liebevolle Pflege verdient!! Auch ein human Doggie!“

„Uff“

„Ein ganzer Fels ist jetzt gekullert!“

„Oh, ja.“

„Nein, das wird nie passieren!“ bekräftige ich noch einmal.

„Guuut!“

„*drück*“

„Mmmmh“

„My brain is very crazy.“

„:D ach was. Wieso soll dein Gehirn verrückt sein? Meinst du deine Erkenntnis, dass du devot bist? Und nun dein Faible für Dogplay entdeckt hast?“

„Es ist kein Faible, es ist Bestimmung. Verrückt nur, weil es die Gesellschaft so sieht.“

„Ja, aber die Gesellschaft…
Im Grundgesetz steht etwas von der Freiheit des Individuums. Das sollte auch bedeuten, dass du die Entscheidungsfreiheit hast, auf Freiheit zu verzichten und sie einen vertrauenswürdigen Menschen zu übertragen.
Dem gegenüber steht natürlich die Tradition und die bildet die Moralvorstellungen der Gesellschaft. Zwar hat sich da schon einiges verändert. Trotzdem müssen wir uns immer noch verstecken. Aber damit lässt sich leben!
Dogplay ist für dich Bestimmung. Die Einstellung finde ich gut! Es ist die konsequente Fortführung deiner Devotion! In der Beziehung Herr/Hund manifestiert sich das angestrebte Machtgefälle. Du übernimmst Eigenschaften des Hundes, zum Beispiel die absolute Treue zum Herrn.
Und du suchst einen Herrn, der dich einerseits Hund sein lässt, dir hilft zum Hund zu werden. Andererseits muss Er mit der absoluten Treue des menschlichen Hundes umgehen können und auch einen menschlichen Hund halten wollen, diese Beziehungsform als Verpflichtung sehen.
Die Tierrolle selbst ist passiv, gehorchend und fremdkontrolliert. Das musst du, genau wie dein Herr, mögen und auch leben können. Du gibst Verantwortung und die Kontrolle über dich ab und der Herr übt die permanente Kontrolle aus und trägt die Verantwortung für alle deine Aktionen.
All das hast du bei mir gefunden! Hinzu kommt mein Sorgen, Kümmern, Schützen, mein Fokus auf deinem wohl.“

Mir fiel noch etwas ein, also setzte ich nach:

„Du hattest gesagt, du seiest erschrocken über dich selbst gewesen ‚was kommt als nächstes’. Ich denke, da kommt nichts mehr. Du wirst zum Hund mit allen Konsequenzen. Das ist die Spitze der Devotion!“

„Es ist die Veränderung des Lebens und der Persönlichkeit/der Seele. Und ich möchte als menschliche Hündin leben, als DEINE.“

„Und das wirst du, Yvonne! Du wirst zu meiner AMY werden!“

„Da bin ich mir ganz sicher. Weil wir das beide wollen.“

„Richtig, weil wir beide das wollen, schaffst du es auch! Und du kannst es Michelle gerne zeigen in Abständen.“

„Michelle weiß es.“

„Das ist okay! Aber zwischen ‚wissen’ und ‚erleben’ ist doch ein Unterschied…“

„Wenn sie es nicht wenigstens halbwegs versteht, wer dann? Hat gut getan, es ihr zu erzählen. Dafür durfte ich mir ihre größeren Brüste anschauen ;)
Sie wird AMY irgendwann erleben, wenn sie zu uns kommt.“

„Okay, das geht natürlich auch. Sie ist willkommen! Ich reiße dich nicht aus deinem persönlichen Umfeld heraus.“

„Wir werden uns auch nicht verstellen vor ihr.“

„Werden wir nicht! Das sollten wir nur gegenüber Fremden, oder Bekannten, von denen wir wissen, dass sie zumindest irritiert wären, wenn nicht gar mehr…“

„Das meine ich ja, und es wird mir nichts ausmachen, auf allen Vieren vor ihr zu gehen – im Gegenteil!“

„Das ist gut so, Yvonne!“

„Je mehr es sehen, umso stolzer werde ich!“

„Das glaube ich dir! Und deshalb werden wir uns auch mit anderen Dogplayern treffen!“

„Das wird für mich besonders schön.“

„Du bist unter Gleichgesinnten und siehst, wie andere es leben!
Du wirst dabei feststellen, dass Dogplay in Deutschland männlich dominiert ist, das heißt, es gibt viel mehr männliche Doggies als weibliche. Unter den Haltern gibt es auch mehr männliche als weibliche. Im Ergebnis dürften bei einigen Treffen fast nur Männer sein…“

„Für mich ist es das Schöne, dass ich mich nicht verstellen muss. Da ist es egal, ob männlich oder weiblich!“

„ *drück dich sanft und streichel dich zärtlich*“

„Du bist mein Schicksal und du vereinst Dominanz und Zärtlichkeit. DAS habe ich immer gehofft zu finden. Dein Streicheln werde ich genießen.“

„So bin ich, ja.
Ich freue mich darauf, Yvonne!“

„:-* schmiege mich an dich.“

Oh, sie wollte um diese Uhrzeit etwas fürs Kopfkino? Das sollte sie haben. Ich schrieb:

„*streich dir zart über deine Brüste*“

„…zitter…“

„*Umkreise deine Nippel und berühre dabei hauchzart die Haut deiner Brustwarzen*

„Herrrrrrrrrrrr“

„*Ich fühle, dass deine Nippel steif sind und nehme sie in den Mund. Spiele sanft mit der Zunge daran*“

„Da werde ich irre…“

„*Ich streichele in der Zeit über Brust und Bauchdecke*“

„Herr, ich bebe…“

„*Ich vergrabe meine Zunge in deinem Bauchnabel, nachdem sie ihn umrundet hat*“

„Du machst mich kirre und nass…“

„*Meine flache Hand fährt hauchzart in kreisender Bewegung über die Innenseite deiner Oberschenkel*“

„Mmmmmmh“

„Meine Hand fährt innen an den Knien und Unterschenkel hinunter zu den Knöcheln und streichelt über deine Fußsohlen*“

„Du bist…“

„Ich bin…?
*Ich fahre zart außen an deinen Beinen hoch zur hüfte und streichel die Seiten deiner Pobacken*“

„Du bist schon der Hammer mit Worten. Ich laufe aus…“

„*Ich streich dir an der Seite entlang von der Hüfte zu der Achsel und senke meine Lippen über deine. Meine Zunge begehrt Einlass und beginnt ihr Spiel mit deiner Zunge*
Für mich ist Sex wie ein gutes Menü mit Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Nicht ‚Rein-Raus-Umdrehen und schlafen’!“

„Ich durfte das einmal erleben :-*“

„Dann nimm nun dieses Gefühl mit hinüber in den Schlaf und hab einen wunderschönen, vielleicht sogar feuchten Traum, mein Mädchen. Gute Nacht und schlaf entspannt.“

„Wird eine unruhige Nacht. Ich hab ja ne schnarchende Transe neben mir ;) und ich werde nass träumen. Schlaf schön, Traummann und Herr :-*“

„*schmunzel* mache ich. Bis Morgen, Liebes :-*“

- -

Am nächsten Morgen schrieb ich ihr:

Die Rose stand im Tau.
Es waren Perlen grau.
Als die Sonne sie beschienen,
wurden sie Rubinen.
Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir heute, Yvonne :-*“

Später antwortete sie mir:

„Huhu, mein liebevoller Herr :-*
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.“

Nachdem ich zuhause war und ihre SMS gelesen hatte, schrieb ich ihr:

„Danke dir, Yvonne. Die Sonne scheint 
Wie geht es dir? Welche Empfindungen sind in dir?
Menschen, die träumen,
haben unglaubliche Kraft.
Sie versetzen Berge mit Macht.
Träume sind stärker als Macht und Geld.
Sie nehmen die Kälte von dieser Welt.
Solange wir träumen
Werden Menschen zueinander stehen,
Hand in Hand durchs Leben gehen,
gemeinsam kämpfen für eine andere Welt.“

„Die andere Welt voller Toleranz wird kommen, aber erst nach uns.“

„Dieser Tage war ein Bericht über Naturisten im TV – mit nacktwandern, nacktreiten. Das wird anscheinend von zufälligen Passanten toleriert, obwohl die Naturisten auch die Einsamkeit suchen wegen möglicher Anzeigen.
Ein bekleideter Spaziergänger mit einer nackten Begleiterin auf vier Beinen wird aber ganz sicher noch nicht toleriert…“ meinte ich.

„Das glaube ich auch nicht, leider. Dabei ist da nichts Schlimmes dran. - Also bleibt uns nur, im Dunkeln Gassi gehen. Irgendwann einmal ist die Gesellschaft tolerant.“

„Ja, irgendwann… Das erleben wir beide aber sicher nicht mehr.
Wir schauen uns bestimmt auch nach einsamen Stränden um, auch das eine oder andere Wochenende als Bootshündin ist sicher drin “

„Oh jaaaaaaaaaaa – sehr gerne.“

„Schlaf schön und wälze nicht zu viele Probleme in den Schlaf hinüber, Yvonne.
*dir meinen Arm als Kopfkissen anbiete*“

„Schlaf schön, mein Traummann und Herr :-*“

„Hab einen entspannten Schlaf, Yvonne.“

Meine übliche Guten-Morgen-SMS, kurz bevor ich meine Wohnung am nächsten Morgen verließ, lautete diesmal:

„Einen guten Morgen wünsche ich dir, Yvonne. *drück*
Viele Menschen kommen
Und gehen in deinem Leben,
aber nur wenige hinterlassen
Spuren in deinem Herzen.“

Am späten Mittag schrieb sie mir zurück:

„Huhu, mein Herr :-*
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag.“

„Hi, Yvonne “

Keine Antwort… Drei Stunden später schrieb ich ihr:

„Unser Thema gestern, die Toleranz der Leute…
Die Gesellschaft ist vielleicht irgendwann tolerant genug, jeden so leben zu lassen wie er will. Uns hält das aber nicht ab, so zu leben wie wir wollen, denn wir haben nur dieses eine.
Im Gegenteil, wenn wir so leben, tragen wir dazu bei, dass die Gesellschaft toleranter wird! Dass es geht, sieht man an den USA. Dort gibt es alle möglichen Lebensphilosophien. Niemand macht großes Aufhebens davon, solange kein Verbrechen geschieht.“

Erst zwei Stunden danach erreichte mich ihre Antwort:

„In manchen Dingen kann sogar die USA Vorreiter sein.“

„Trotz ihrer Prüderie.
Sie lassen jeden so leben, wie er will. Das Land ist ja auch riesig. Da tritt man sich kaum gegenseitig auf die Füße, außerhalb der Ballungszentren. So müssen wir auch auf das Land, am besten auf einen Einödhof…
Allerdings muss man eine Geschäftsidee finden, mit der man aus der Einöde heraus Geld verdient. Da will ich Gespräche führen, sobald wir zusammen sind!“

„Das wäre schön.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:56

„Das ist das Ergebnis, wenn man Eins und Eins zusammenzählt, wenn man überlegt was weiter werden soll. Denn sonst wäre es kein Leben, sondern eine Freizeitbeschäftigung…“

„Damit hast du total Recht “

Ich sandte ihr zwei Bilder von japanischen Petplayern per MMS und schrieb dazu:

„Das wäre ein Event, das es anscheinend hier in Deutschland noch nicht gibt. Es wäre schön, wenn wir so etwas anstoßen könnten, denke ich.
Die Idee: Doggie sucht Owner, Owner sucht Doggie.
Das Prinzip: Damenwahl.
Also Er kommt an den Zaun. Sie schaut sich von der Wiese das ‚Angebot’ an, achtet auf Mimik und Gestik, nutzt ihre Sinne bei der Auswahl, gesprochen wird dort nicht. Das sollte erst später möglich sein bei einer gemeinsamen Übernachtung in Gästezimmern auf dem Hof.
Von den Teilnehmern muss eine Übernachtung mit Frühstück bezahlt werden. Möglicherweise auch ein Abendessen.“

„Das ist ja eine geile Idee.“

„Es kann passieren, dass allein vom ersten Eindruck keiner zusammenfindet. Es kann auch sein, dass die beiden sich nur für die Nacht verabreden. Es kann aber auch sein, dass sie als Herr und Hündin vom Hof wegfahren.
Wegen der Klientel muss man dann aber auch Events für Hund und Herrin oder Hündin und Herrin, bzw. Hund und Herr anbieten…“

„Für die Gays und Lesbians.“

„Richtig, die bilden wohl die größte Gruppe.“

„Okay. Und dann am besten noch international. Holländer, Belgier, usw.“

„Oh, dann bräuchten wir einen verlassenen Hof in der Eifel, um denen nahe zu kommen. Aber natürlich, je mehr Dogplayer kommen, desto mehr Einnahmen.“

„Das stimmt “

„Na, komm erstmal zu mir. Dann rede ich mit einem Bauern im Main-Kinzig-Kreis, welche Möglichkeiten er anbietet. Ist man einmal mit jemand im Gespräch, dann kommt schnell eins aufs andere.“

„Das glaube ich auch.“

„Alles steht und fällt also mit dir 
Erst mit dir bin ich komplett. Und dann starten wir durch.
Ein Herr ist nur ein Mann, einer von vielen,
solange bis sich eine Frau ihm schenkt.
Eine Doggie ist nur eine Frau,
bis sie einen Mann findet,
den sie als ihren Herrn anerkennt.
Zusammen erst sind sie
Herr und Hündin.“

„Darauf freue ich mich total.“

„Ich mich genauso, Yvonne!“

„:-* Das sind solche Gedanken, die mir immer durch den Kopf gehen und ein Wohlbefinden und Kribbeln auslösen.“

„Es ist der Wunsch nach liebevollem, respektvollem Umgang. Achtung und Wertschätzung, und gleichzeitiges Fordern von Gehorsam mit viel Lob von Seiten des Herrn.
Das findest du bei manchen Doms so nicht. Die wollen ihren Spaß mit dem human Dog, manche auch ihre sadistische Ader ausleben – und scheren sich dabei nicht um die Psyche, die Emotionen der Doggie…“

„Deswegen habe ich ja DICH gefunden “

„Deshalb hast du mich gefunden *drück dich zärtlich*“
Hab einen entspannten Schlaf und feuchte Träume, mein Mädchen :-*
Gute Nacht.“

„Schlaf du auch schön, mein Herr :-*“

„*Dir meinen Arm als Kopfkissen anbiete und dich überall sanft streichele*“

Am nächsten Morgen meldete ich mich mal nicht mit einem Morgengruß, sondern wartete auf Ihre Kontaktaufnahme. War sie inzwischen soweit, dass sie etwas vermisste, wenn ich mich nicht meldete? Welche Rolle spielte diese Michelle/Michael in dem Spiel? Sie waren einmal zusammen, sagte sie. Nun sind sie nur noch Freunde? Sie schlafen, wenn er/sie/es sie besucht, im gleichen Bett. Rücken an Rücken??

Erst am Nachmittag kam ihre SMS herein:

„Huhu, mein Herr :-*“

„Hi Yvonne, wie geht es deiner Mutter?“

„Hm, sie kommt in den nächsten Tagen in eine Reha.“

„Oh, sie ist soweit, dass sie das Krankenhaus verlassen kann? Das ist schön! Und Michelle?“

„Sie besucht meine Mutter öfter nun und leistet mir Gesellschaft. Wir reden viel und spazieren…“

„Ah, okay,“ schrieb ich ihr zurück, dabei war nichts okay. Was für einen Stellenwert hat diese Transe bei ihr, wenn es denn überhaupt eine Transe ist – welchen Stellenwert hab ich??

Drei Stunden danach sandte ich ihr ein Bild von Petplayern bei einem Event, allerdings nicht aus Deutschland. Das Bild stammte von einer internationalen Petplayer-Seite, auf der ich angemeldet bin.

„Mmmmmmh,“ war ihre Reaktion.

„Eine Vorführung in einem Club…“ schrieb ich ihr erklärend.

„Schööööön.“

Zweieinhalb Stunden Sendepause… Ich fragte nach:

„Yvonne??“

Eine Stunde danach meldete sie sich erst wieder:

„Sorry, ich war eingeschlafen “

„Ich habe mir so etwas gedacht. Nicht schlimm. Dreh dich einfach wieder um und versuche wieder einzuschlafen.
*dir meinen Oberarm als Kopfkissen anbiete und zart streichele*
Träum was schönes und hab einen entspannten Schlaf, Yvonne.“

„Der Körper holt sich, was er braucht. Schlaf schön, du Lieber :-*“

„Das tut er! Gute Nacht, mein Mädchen.“

- -

Tags darauf schrieb ich ihr am Morgen:

„Treue ist ein seltener Gast.
Halt ihn fest, wenn du ihn hast.
Guten Morgen, Yvonne. Hab einen entspannten Tag!“

Heute kam schon am Vormittag ihre Antwort-SMS herein:

„Guten Morgen, du Lieber :-*
Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.“

Gegen Mittag konnte ich ihr dann antworten:

„Hi  Ich mache mir jetzt das Essen. Gibt’s was neues bei dir?“

Am frühen Nachmittag schrieb sie mir zurück:

„Leider nein, alles beim Alten.“

Ich versuchte es wieder mit einer MMS, ein Gespräch in Gang zu bringen. Dieses Mal mit Bildern von einer japanischen Dogplayer-Seite. Sie antwortet kurz darauf:

„Die Japaner sind weit voraus…“

„Petplay ist in Deutschland halt nicht so verbreitet. Auf der internationalen Seite, auf der ich bin, überwiegen die englischsprachigen Länder.
Die Japaner? Da sagst du was! Ist aber auch eine andere Kultur. Der Shinto-Glaube ist eine 100.000 Jahre alte Naturreligion. Da werden Naturphänomene als ‚Kami’ verehrt. Das sind keine Götter in unserem Sinn, sondern ‚Wesenheiten, Geister’, vergöttlichte Ahnen.
Die ganze Natur ist für sie beseelt. Lebewesen wie Pflanzen, Tiere und Menschen können ihre Daseinsform tauschen, in einem staunenswerten Wasserfall oder einem Geysir vermuten sie die Ausdrucksform eines Ahnengeistes. Sie haben sich daher wohl schnell ernsthaft in ein Tier hinein gedacht…“

„Glückliches Volk…“

„Aber du hast einen Traum, eine starke innere Sehnsucht. Es bedarf bei Menschen wie du nur eines ‚Katalysators’, um das Wirklichkeit werden zu lassen…
Dann bist du ebenfalls glücklich! Und dieses Glück färbt ab!“

„Da bin ich mir sicher.“

„’Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu Andrer Glück!
Denn das Glück, das wir freudig geben,
kehrt in unseren Schoß zurück!’
GEBEN UND NEHMEN…“

„So ist das Leben immer und das ist gut so!“

„Nicht egoistisch auf die Mehrung des eigenen Glücks starren! Jeder erfüllte Wunsch kriegt augenblicklich Junge. Du jagst so dein Lebtag dem Glück hinterher und erreichst es nie!
Stattdessen altruistisch das Glück des Anderen im Auge haben, dann macht der dich glücklich!
So habe ich immer gelebt, und so lebe ich für dich dann wieder, wenn du zu mir kommst!“

„So ist es richtig und schön!“

Schon wieder ist es kurz vor Mitternacht. Ich bin eingeschlafen.

*

Am Mittag des nächsten Tages erreichte mich ihre SMS:

„Huhu, mein liebevoller Herr :-*“

Als ich nach Hause kam und das las, schrieb ich ihr zurück:

„SELBSTFINDUNG
Hin und her gerissen, Alltag und Sehnsucht.
Vergegenwärtigung der absoluten Hingabe,
Schwur der unsterblichen Unterwerfung…
Ein Mensch, zwei Persönlichkeiten –
Wer zeigt dir den Weg?
Ausbruch der Gefühle:
Sehnen, Hoffen, Enttäuschung.
Da, neue Hoffnung, neues Sehnen,
stärker werdendes Verlangen.
Erkenntnis der Freiheit von Sorgen:
Er kümmert sich! Er mag mich!
Zukunft? Ja!!“

„JAAAAAAAAAA!!!!!! Weißt du eigentlich, dass ich total happy bin?“

„Das darfst du auch, Yvonne! Dazu hast du allen Grund!“

„Kannst du gar nicht wissen. Du wirst ja keine Hündin ;)

„Nein, das nicht. Aber ich werde wieder ein Herr. Ich beginne wieder zu leben, ab dem Moment, in dem wir uns real kennen lernen. WIR beginnen zu leben!“

„Gelebt habe ich immer, auch schön gelebt. Aber jetzt bekomme ich die Erfüllung durch dich!“

„Du wirst kein Tier, Du wirst wie ein Tier… Ein kleiner Unterschied.“

„’Wie’ ist schön.“

„Du wirst eine Hündin im Körper einer Frau. Im Normalfall gehst du dementsprechend auf allen Vieren. Es kann aber auch vorkommen, dass du von mir das Kommando AUF hörst. Dann kommst du hoch auf zwei Beine und gehst wie ein Mensch, bleibst aber mental eine Hündin! Eine Frau mit der Seele einer Hündin eben!“

„So habe ich mir das vorgestellt und gewünscht.“

„So wird das kommen, Yvonne!“

„Du glaubst an mich und das ist wunderschön. Und ich glaube an die Verwandlung.“

„Das ist alles keine Hexerei, wenn man sich Zeit nimmt und den Willen dazu aufbringt – und dann jemand hat für die Interaktion, fordern, fördern, steuern…“

„Du, ich mache mir viele Gedanken darüber. Ich bin eine zwar devote, aber auch selbstbewusste Frau. Meist modisch gekleidet, offen und war bis zur Kündigung im Beruf zufrieden. Aber in mir schlummert etwas ganz anderes. Ich möchte gehorchen, Eigentum sein, mein Ich fast aufgeben und als Hündin leben. Das Gegenteil quasi…“

„Anfangs wirst du den Spagat beibehalten müssen – immer switchen zwischen zivil und privat, zwischen draußen und drinnen.
Anfangs wirst du das Tier in dir nur zeitweise rauslassen können. Später wird sich die emanzipierte Frau dorthin zurückziehen, wo jetzt das Tier versteckt ist, um nur bei Bedarf wieder hervorzukommen!“

„Das liest sich so irre schön!“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:58

„Du wirst die emanzipierte Frau nicht vollständig aufgeben, nur von der Oberfläche deiner Persönlichkeit verdrängen und in den hintersten Winkel deiner Seele sperren! Das Tier in dir wird voll von deiner Persönlichkeit Besitz ergreifen. Es lässt sich ja jetzt schon kaum unter Kontrolle halten…“

„Da hast du Recht. Seitdem wir beide Kontakt haben, stelle ich bei mir schon so viele Veränderungen fest. Und es tut gut!“

„Es tut gut! Du fühlst dich freier, quasi in das Leben als Hündin befreit! Endlich kannst du aus dir heraus gehen, musst nichts unterdrücken.“

„Das ist es. Ich kann jetzt auch nachfühlen, wie sich Michael/Michelle gefühlt hat.“

„Genau, Yvonne. Das ist genau das Gleiche.“

„Sie war auch gefangen.“

„Richtig, Yvonne.“

„Und nun werde ich befreit.“

„Und nun befreist du dich mit meiner Hilfe. Der Kokon reißt auf und es schält sich ein wunderschöner Schmetterling heraus!“

„Oh jaaaaaaaaaaa :-*“

„Das bist du, wenn man auf deine Seele blickt!“

„Merci :-*“

„Ein Schmetterling, der aus seiner Puppe schlüpft :-*“

„Siehst du mich echt so?“

„Das tue ich! Sonst würde ich das nicht schreiben, Yvonne. Ich gehe offen und ehrlich mit dir um.“

„Das ist schön geschrieben.“

„Der Schmetterling, der seine Puppe verlässt, ist ein realistisches Bild für das, was mit dir seelisch/mental geschieht.
Vorher hattest du einen unerfüllten Wunsch, der deine Seele belastete, schwer machte. Jetzt reißt langsam die Puppe auf und gibt ein wunderschönes Tier frei, das nach der Metamorphose leicht ist und fliegen kann. Keine schwermütigen Gedanken an unerfüllte Sehnsüchte mehr. Leicht und froh fühlst du dich.“

„Ja, und so werde ich immer intensiver fühlen.“

„Das wirst du! Bisher war da eine Frau, die in der Gesellschaft ihre Ellenbogen benutzen musste, um voran zu kommen.
Innerlich hast du dich aber nach ganz anderem gesehnt. Diese Sehnsucht hat sich zu einer zweiten Persönlichkeit in deiner Seele geformt. Erst diffus noch, doch zunehmend gewinnt sie an Konturen und drängt an die Oberfläche. Du musstest sie mit deinem Willen kleinhalten…
Jetzt nicht mehr. Bald kann sich die emanzipierte Frau in die Tiefen deiner Seele zurückziehen und deine Persönlichkeit der Hündin in dir überlassen!“

„Du beschreibst genau wie es ist…“

„Ich will nicht sagen, dass ich dich richtig kenne. Aber ich weiß viel über Charakterzüge, Sehnsüchte und deren Wirkungen. Ich muss als Herr davon wissen, um dich einfühlsam führen zu können.“

Eine Stunde Pause war danach entstanden. Hatte ich ihr etwas zu denken gegeben? Bin ich ihr womöglich ‚unheimlich’ geworden?

Ich schrieb ihr:

„MEIN LÄCHELN
An der Quelle meines Lächelns
Stillt deine Sehnsucht
Ihren tiefsten Durst.
Du kommst zu ihrem Wasser
Und beginnst vor Leichtigkeit
Zu fliegen, hinauf zum
Inneren Sonnenschein.“

„Ich weiß, dass du mich führen kannst :-*
Den inneren Sonnenschein fühle ich.“

„Dann dauert es nicht mehr lange.“

„Das glaube ich auch. Innerlich geht es mir richtig gut.“

„*ich streich dir zärtlich durch dein Haar*“

„Irgendwann, das verspreche ich dir, wirst du mich nur noch für deine Hündin halten. Bei einem Treffen mit Gleichgesinnten wirst du stolz auf mich zeigen. Und dann schaut dich Amy mit feuchten Augen an.“

„Das glaube ich dir! Mit Liebe ist soviel möglich…“

„Genau damit!“

„Und das wird kommen.“

„Ich weiß das.“

„*an deinem Ohrläppchen knabbere*“

„Apropos Ohrläppchen. Hunde tragen ja keine Ohrringe…“

„An sich nicht “

„Deshalb habe ich sie gerade raus gemacht.“

„*Lächel* okay“

„Kommt alles weg!“

„Wo willst du denn mit deinem Schmuck hin? Der Materialwert ist nie so hoch, wie der Verkaufswert einmal war. Und was für Erinnerungen da manchmal dran hängen…“

„Schöne Erinnerungen behalte ich. Der Rest wird verkauft.“

„Okay, mach das so!“

„Yvonne hat materiell gedacht. AMY fühlt anders…“

„Die Yvonne wird allmählich immer mehr in den Hintergrund treten, bis sie sich schließlich dorthin zurückzieht, wo sich vor kurzem noch die AMY versteckte.“

„AMY ist schon da. Du hast sie geweckt. Danke dafür.“

„*lächel* bitte.
Ist ja nicht uneigennützig. Ich profitiere ja auch von der Situation, in die ich dich gebracht habe.“

„Ach, du auch? Grins“

„*grinsel* rein zufällig.“

„;) So mein Herr, ich mache jetzt die Augen zu. Schlaf schön und träume süß :-*“

„Gute Nacht auch von mir zu dir “

- -

Es war schon wieder nach Mitternacht, stellte ich fest. Am nächsten Morgen wartete ich ab, ob sie sich von sich aus meldet. Am späten Vormittag kam eine SMS von ihr herein:

„Guten Morgen, du liebevoller Herr :-*
Ich wünsche dir einen schönen Tag.“

Ich schrieb ihr zurück:

„Wo du auch bist, was du auch tust,
ob du lachen oder weinen musst,
ob dich jemand liebt, oder alle dich hassen –
auf mich kannst du dich verlassen!
Einen sonnigen Morgen wünsche ich dir, mein Mädchen.“

Sie antwortete zwanzig Minuten danach:

„Merci, mon Monsieur.“

„ *dich an meine Schulter zieh*“

„Mmmmmmh“

„*sanft über den mir abgewandten Arm streichel*“

Eine dreiviertel Stunde darauf schrieb sie:

„Mmmmmmmmh*“

„*dir zart über deine Brüste streichel*“

„Ich futtere doch gerade aus dem Napf ;)

„ dann sollte ich nicht stören “

„Selbst der Gedanke daran löst total wohliges und sexuelles Hochgefühl aus.
Untergebenheit…“

„Aber Kopfkino ist eins, reales Erleben das Andere :-*“

„Das wird noch irrer. Kannst du eh’ nicht nachfühlen…“

„Man fiebert mit jeder Faser seines Körpers auf Fortsetzung…“

„Ich weiß genau, was ich will!“

„Ich weiß das für mich auch, Yvonne  :-*
Ich will meine AMY.“

„Die bekommst du! Total! Irgendwann fehlt dir nur das Fell an ihr…“

„So weitgehend muss es nicht sein “

Nach zehn Minuten Pause schrieb ich ihr:

„SCHATTENWELT
Nicht gelebt bis zu dem Augenblick,
Als du deiner Sehnsucht ins Auge geblickt.
Langsam, aber stetig, wird dir klar,
dass es das, wovon du immer geträumt hast, war.
Nun lebst du in einer Schattenwelt,
in der du ganz stehst, wo dich aber keiner kennt.
Die da draußen können’s nicht sehen,
du wahrst den Schein,
denn es offen leben zu können,
soweit wird die Welt nie sein.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:59

„Leider.“

„Wir schaffen uns unsere eigene Welt, Liebes!“

„Mit Vergnügen, mein Herr :-*“

„*dir über Wange, Hals und Schulter streichel*“

„Mmmmmh“

Wieder entstand eine Pause von etwa einer Stunde. Dann nahm ich den Kontakt wieder auf:

„SELBSTFINDUNG
Hin und her gerissen, Alltag und Sehnsucht.
Vergegenwärtigung der absoluten Hingabe,
Schwur der unsterblichen Unterwerfung…
Ein Mensch, zwei Persönlichkeiten –
Wer zeigt dir den Weg?
Ausbruch der Gefühle:
Sehnen, Hoffen, Enttäuschung.
Da, neue Hoffnung, neues Sehnen,
stärker werdendes Verlangen.
Erkenntnis der Freiheit von Sorgen:
Er kümmert sich! Er mag mich!
Zukunft? Ja!!“

„JAAAAAAAAAA!!!!!! …Dackelblick…“

„ DEINE HINGABE
will mich sanft berühren,
wie die Nacht den Tag berührt.
Meine Zuwendung wird dich sicher führen,
wie das Licht durch’s Dunkel führt.
Meine Zuwendung soll dich stets tragen,
wie das Meer die Weite trägt.
Deine Hingabe wird nicht fragen,
wann das Jetzt die Zukunft frägt.“

„Schön.“

„;) Welche Empfindungen hast du gerade?“

Keine Antwort mehr. Erst zwei Stunden danach schrieb sie:

„Sorry, ich war gerade mal spazieren. Viele Menschen mit ihren Vierbeinern sind im Park…“

Hm, hier musste ich jetzt etwas sagen! Ich antwortete ihr darauf:

„Es wäre schon schön, wenn du vorher sagen würdest ‚Ich gehe gleich mal in den Park. Es ist so schönes Wetter draußen’ oder etwas ähnliches!“

„Es war spontan. Ich habe erst unten bemerkt, dass ich das Handy nicht dabei hatte.“

Ich bekomme unweigerlich das Gefühl, dass da jemand mit mir spielt…

„Okay, Yvonne. Das darf aber nicht die Regel werden!“ schreibe ich.

„Entschuldige bitte, mein Herr. Ich habe meine Artgenossen vorhin echt beneidet.“

„Ja, das glaube ich dir! SIE sind von der Gesellschaft akzeptiert…“

„Das heißt ja, dass ich diskriminiert werde “

„So muss man das wohl sehen, Yvonne. Würden wir genauso rausgehen, müssten wir uns beschimpfen lassen. Es könnte auch sein, dass jemand die Polizei ruft. Es könnte eine Anzeige wegen ‚Erregen öffentlichen Ärgernisses’ hereinkommen…
Unser Lebensstil ist einer für den privaten Raum. Aber dafür gibt es ja Events, bei denen man mit anderen Dogplayern unter sich ist.“

„Wenn ich angezogen auf allen Vieren laufen würde – rein hypothetisch – könnte uns niemand etwas…“

„Das wäre auszuprobieren…
Selbst wenn du in normaler Straßenkleidung auf zwei Beinen gehst – mit Halsband, und die Leine in meiner Hand, könnte es Ärger geben: Ein Paar in Goth-Outfit mit Halsband und Leine durfte nicht mal in einen Bus einsteigen… Also Diskriminierung/Intoleranz wird es geben…“

„Es muss nicht unbedingt groß sichtbar sein. Halsband, etwas demütige Haltung, schärferer Blick von dir…“

„Das kriegen wir hin :D Ich dachte eben an einen Fellimitat-Anzug mit Hundemaske, Schweif, Vierfüßler-Gang…
Das was du gerade vorgeschlagen hast, war in etwa das Auftreten in der Öffentlichkeit von mir und meiner Ex damals…“

„Das andere kann man mal nachts im Park *hechel* oder im Karneval machen. Da geht alles.“

„Genau, im Karneval oder vielleicht mal am Christopher Street Day.“

„Coole Idee! – Sorry, alte Wunde?“

„Ach was, Yvonne. Ist Vergangenheit…
Spätestens ab dem Tag, an dem wir uns real kennen, gibt es nur noch Gegenwart und Zukunft!“

„Du bist süß.“
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