Amy - mein Mädchen

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Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:38

Ich öffne den Briefkasten und nehme den Umschlag eines offensichtlich amtlichen Schreibens heraus. Der Absender ist eine Rechtanwältin. Oben in meinem Apartment öffne ich ihn und setze mich zum Lesen an den Tisch. Es ist ein längeres Schreiben in doppelter Ausfertigung. Im Anschreiben lese ich, dass ich die Kopie unterschrieben zurücksenden soll, wenn ich mich mit der Scheidung einverstanden erkläre.

Ich lehne mich zurück und schaue aus dem Fenster, ohne wirklich etwas zu sehen. Meine Gedanken gehen zurück. Ich war mit Sophie lange Jahre glücklich gewesen. Klar, mein Beruf in der Binnenschifffahrt ließ mir im Sommer wenig Zeit für sie. Der Personaldisponent der Reederei, Kapitän Schneider, hat mich nach der Hochzeit als Ablöser eingesetzt. Das heißt, ich muss mit der Bahn die Rheinstrecke hoch und runter fahren, um zu einem Schiff zu kommen, wo gerade ein Mann fehlt, wegen Arbeitsunfall, Erkrankung oder Sonderurlaub. Unseren Jahresurlaub dürfen wir nämlich nur im Winter nehmen, außerhalb der Saison. Diese Einsätze dauern meist zwei bis drei Wochen, dann darf ich zum Wäschewechseln für zwei bis drei Tage nachhause, bis ich wieder mit dem Koffer auf die Bahn muss, hin zu meinem nächsten Einsatz. Im Winter habe ich dann jede Menge Zeit für Sophie. Wir haben etwa drei Monate Urlaub, dadurch dass wir für jedes gefahrene Wochenende zweieinhalb Tage Zusatzurlaub erhalten.

Zehn Jahre ging das gut. Sophie ließ sich von mir vertrauensvoll führen und ich unternahm viel mit ihr – bis zu dem Tag vor sechs Jahren. Sophie begann Fernsehen zu schauen bis in den frühen Morgen und schlief dann auf dem Sofa im Wohnzimmer, statt ins Bett zu kommen. Auf meine Frage, warum sie das tut, erhielt ich ausweichend Geschichten aus dem Ort aufgetischt. Sie weiß genau, dass mich Klatsch nicht interessiert. Mich interessiert unser Innenverhältnis, ihre Gefühle und Interessen. Wie sonst sollte ich sie mit Blick auf IHR Wohl führen können?

War es, weil mir die Reederei kündigte und das Arbeitslosengeld so viel niedriger als der Lohn war? Weil ich nun auf ihre Wünsche immer öfter antworten musste: „Dafür haben wir zurzeit kein Geld.“

Ich weiß es nicht… Ich sehe nur, dass sie immer mehr zur Untermieterin wird, dass sie im Haushalt keinen Handschlag mehr macht. Ich muss nun auch waschen, putzen, kochen, spülen – alles.

Ich machte eine anderthalbjährige Umschulung inklusive Praktikum, aber nach deren Ende erhielt ich keine Anstellung trotz vieler Bewerbungen. Es waren zwar keine Bewerbungen auf Stellenanzeigen, sondern Initiativbewerbungen an Handwerksbetriebe, weil der Beruf von der Handwerkskammer ganz neu eingerichtet wurde, um Handwerksmeister zu entlasten. Irgendein Schreibtischtäter hatte sich das Ganze wohl ausgedacht. Nun war ich Kaufmann, aber was sollte ich damit anfangen? Und noch dazu das private Problem…

Die Reederei hatte mir eine Abfindung gezahlt. Damit und mit dem Kaufmannsbrief der Handwerkskammer machte ich mich nun selbständig. Ich mietete mir ein brachliegendes Gelände und kaufte die Einzelteile einer Baracke, die ich dann zusammensetzte. Ich kaufte Altfahrzeuge auf und verkaufte sie an Exporteure weiter. Das bringt zwar nicht viel, aber die Menge macht’s. Das bedeutete nun, dass ich wie damals in der Binnenschifffahrt auch, etwa neunzig Wochenstunden arbeitete.

So kam es, dass ich nur noch zum Schlafen zuhause war und Sophie sich nun doch aufraffen musste, etwas im Haushalt zu tun.

Dann kam der Tag, als sie mir auf die immer gleiche Frage leise, ohne mir in die Augen zu schauen, zur Antwort gab: „Ich hatte irgendwann die Lust verloren…“

Endlich hatte ich etwas, wo ich einen Hebel ansetzen konnte. Ich dachte mir: „Scheiß auf das Geld, Sophie ist mir wichtiger.“

Ich vernachlässigte in der Folge mein Geschäft und unternahm mit Sophie Ausflüge, wie zu Beginn unserer Beziehung. Ich sah, wie sie aufblühte, wieder fröhlicher wurde. Aber sie blieb trotzdem des Nachts im Wohnzimmer und ließ mich alleine schlafen.

Durch die Vernachlässigung meines Geschäfts und damit dem Liegenbleiben von Rechnungen häuften sich Schulden. Mir blieb nichts anderes übrig, als in Konkurs zu gehen.

Das war ein so starker Einschnitt in meinem Leben. Eine Kundin, der ich mal einen alten Golf abgekauft hatte, sprach mich an, ob ich nicht zu ihr ziehen könnte. Sie müsse nach Mannheim zur Fachhochschule des Bundes, weil sie in der Behörde in eine gehobene Position wollte. Da wäre sie über die Woche zuhause weg und müsse ihre 16jährige Tochter alleine lassen. Wenn ich auf sie aufpassen würde, könne sie unbescherter lernen. Ich lud meine notwendigsten Dinge in mein Auto und zog zuhause aus.

An dem neuen Wohnort meldete ich mich arbeitslos und kümmerte mich infolge um das Mädel der Frau. Ich weckte sie morgens, machte ihr das Essen, schaute über ihre Hausaufgaben, wenn sie mich fragte und nähte ihr manchen Knopf wieder an. Natürlich hatte ich im Hinterkopf, dass aus einer Freundschaft mit der Mutter des Mädchens im Laufe der Zeit mehr würde. Aber dann stellte sie mir einen Kerl aus Heilbronn vor, einen dominanten Kerl, der sogar mich herumkommandieren wollte. Da kam er aber an den Falschen!

Das Ende vom Lied war, dass die Frau zu dem Kerl nach Heilbronn zog. Die Tochter blieb zurück. Ich bot dem Mädchen an, mich weiter um sie und ihre Ausbildung zu kümmern, doch die Kleine entschied zu ihrem Stiefvater zu ziehen, weil sie ihn seit ihrem dritten Lebensjahr kennt. Dem Argument konnte ich mich nicht entziehen. Also zog ich in das Apartment, indem ich nun lebe.

Wenig später erhielt ich eine Anstellung bei einer Minireederei. Dort werden Hausboote auf einem Freizeitrevier vermietet. Und nun habe ich den Brief der Scheidungsanwältin meiner Exfrau auf dem Tisch nach Ende des Trennungsjahres..

Entschlossen unterschrieb ich die Kopie und steckte sie in einen frischen Umschlag.
Ich kaufte mir einen Internetstick und begann in meiner Freizeit über die Seiten zu fliegen. Es müsste doch eine Möglichkeit geben, mit einer Frau von unterwürfigem Charakter in Kontakt zu kommen, die sich aus persönlichen Gründen gern führen lässt. Schließlich bin ich nicht vordergründig auf den eigenen Spaß aus, sondern auf ihr Wohl. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass man glücklich wird im Leben, wenn man jemand anderen glücklich macht. Diese Andere wird es mir danken und mich nun wiederum glücklich zu machen versuchen. Das alte Prinzip GEBEN UND NEHMEN… Auch wenn es Menschen gibt, die nur Nehmen, aber nicht zu Geben verstehen.

Bei diesen Recherchen im dunklen Bereich der Lust, las ich viel über Petplay. Was ich mit meiner Exfrau damals machte, entsprach eher einer DS- oder Taken-in-Hand – Beziehung, aber ich habe Erfahrung mit der Erziehung echter Hunde, auch weiß ich was ein Mensch an Eigenschaften mitbringen muss, der sich einen echten Hund aus dem Tierheim oder vom Züchter holt. Ich überlegte, was wäre wohl, wenn eine Frau als eine menschliche Hündin bei mir leben wollte.

Auf den einschlägigen Seiten bekam ich Kontakt zu Frauen, die sich das vorstellen könnten, aber zu Realtreffen kam es nie. Im entscheidenden Augenblick machten sie stets einen Rückzieher. Manche waren auch so ehrlich, zu sagen, dass sie das Vertrauen in dominante Männer verloren hatten, weil sie verlassen wurden und dann in ein tiefes schwarzes Loch fielen. Sie hatten sich emotional eng an den ‚Dom’ gebunden, für den sie jedoch nur ein Spielzeug waren und irgendwann abserviert wurden, weil er das Interesse verlor.

Dann lernte ich jemand kennen. Wir tauschten bald die Handynummern und sie wollte mit mir ein SMS-Rollenspiel machen, um zu sehen, wie es später als Doggie bei mir sein würde. Sie sagte, sie sei solo, wäre vom ihrem Ex verlassen worden für eine Andere, weil sie an ihre persönliche Grenze geraten sei. Dieses Spiel, des Hinausschiebens von Grenzen, war selbst an eine Grenze gestoßen und nun wäre sie in psychologischer Behandlung. Sie wüsste genau, dass er nicht mehr zurückkommt, aber er ist immer noch in ihren Gedanken. Sie kann ihn immer noch riechen, wenn sie abends einschläft...

Ich begann also ein Rollenspiel mit ihr über mehrere Wochen und fragte zwischendurch immer mal wieder nach einem Realtreffen. Sie vertröstete mich jedes Mal auf später. Ihr ginge es momentan psychisch nicht so gut. Sie fühlte sich noch nicht bereit dazu. Irgendwann kam sie dann mit der Sprache heraus, dass sie sich nicht mit mir treffen könne, weil es ihr Dom nicht zuließe, sie hätte Anweisungen.

Nun, das war es dann wohl, dachte ich. Entweder war es ein vorgeschobenes Argument, damit ich Ruhe gebe, oder es war wirklich so, dass sie mir anfangs vorspiegelte solo zu sein.

Ein halbes Jahr später hatte ich wieder Kontakt zu einer Frau.

*

Sie schreibt mich an:

„Hi, bin Yvonne 32.“

„Hi, Yvonne, kennst du Petplay?“

„Ja, bin vor einem halben Jahr hier darauf gestoßen und war auch schon mal bei so einem Community-Treffen,“ antwortet sie mir. „Ich finde das faszinierend.“

„Es gibt da ja verschiedenes, je nachdem, wofür derjenige ein besonderes Faible zeigt. Am verbreitetsten ist das Ponyplay. Dann gibt es da noch das Dogplay, das Kitty- oder Catplay und verschiedenes mehr. Was magst du da besonderes?“ frage ich zurück.

„Welche Art Haustier bevorzugst du denn? Ich könnte mir ein Dasein als Katze sehr gut vorstellen!“ meint sie.

„Hm, eine Katze ist wohl sehr verschmust, aber auch eine Einzelgängerin. Sie kommt nur, wenn SIE es will. Da mag ich mehr die Hündin. Sie ist neugierig, überall mit der Nase dabei, lernbegierig und anhänglich,“ sage ich.

„Ich will gerne lernen. Alles. Ich bin sehr devot. Mein Ex hatte nicht so das Verständnis dafür.“

Neugierig fordere ich sie auf: „Beschreib dich doch einfach mal ausführlich!“

„Ich bin 170, 62, momentan rothaarig und habe ein paar Tattoos, aber dezent. Interessiere mich für fast alles. Hobbies sind Geschichte, Musik, Sport und Aktuelles.“

Ich schreibe ihr zurück: „Ich bin 183 groß, 83 schwer, blond, blaue Augen. Bin auch geschieden. Bei den Interessen liegen wir auf einer Linie. Woher bist du denn? Was machst du beruflich? Ich wohne am südlichen Stadtrand von Münster.“

„Bin aus Salzgitter und Kindergärtnerin. Es ist eine schöne Vorstellung, eine brave Hündin zu sein!“ erklärt sie mir.

„Das ist es auch! Ich habe aber bisher nur Frauen kennen gelernt, die vor Realtreffen zurückschreckten. Allenfalls ein SMS-Rollenspiel war mit ihnen drin. Daher wäre es wunderbar, wenn es mit uns passen würde…“ resümiere ich.

Sie bestätigt: „Ja, das wäre es!“

Also frage ich weiter: „Wie sieht eigentlich dein Alltag aus? Täglich nach Feierabend in deine Rolle zu schlüpfen ist bei deiner Arbeit und der Entfernung kaum möglich, wenn du es nicht für dich alleine ausleben willst.
Vielleicht wäre es gut, wenn du mal zu mir kommst, zum Reden – gerne in einem Café in der Fußgängerzone. Und dann sehen wir weiter. Nichts geschieht bei mir mit Zwang! Alles sollte aus dir heraus geschehen – von mir lediglich gesteuert. Später, bei wachsendem Vertrauen, übernehme ich dann richtig die Führung.“

Sie antwortet darauf: „Das klingt sehr gut, also das mit Kaffee und Führung. Bin grad total kribbelig.“

„Hast du dich eigentlich bisher schon mal zuhause in die Rolle fallen gelassen und ganz für dich auf allen Vieren ein Tier gespielt? Oder geht das nicht, wegen Kind?“ frage ich.

Sie schreibt mir zurück: „Lach, jetzt nicht, aber ich habe mal aus einem Napf ‚gesoffen’ und mir eine Leine gekauft.“

Ich erkläre ihr nun: „Zwischen einem echten Hund und seinem Herrn besteht so etwas wie ein Urvertrauen. So ein tiefes Gefühl zwischen uns beiden aufzubauen dauert seine Zeit. Die Dauer ist individuell verschieden! Aber ich bin einfühlsam genug, auf dich einzugehen!“

„Das wäre das, wovon ich träume…“ antwortet sie.

„Ah, du besitzt schon diese Accessoires  aber ich denke, wir besorgen auch für hier einen Satz, damit du die Sachen nicht mit dir rumschleppen musst.
Vielleicht findet sich ja auch hier eine Arbeitsstelle für dich, so dass du irgendwann hierher ziehen kannst,“ biete ich ihr an und setze nach: „Bist du denn bereit, dich voll zurück zu nehmen? Allmählich – mit wachsendem Vertrauen – die Kontrolle abzugeben?“

Sie schreibt: „JA, das wäre ich!“

Darauf antworte ich ihr freudig: „Dann könnte tatsächlich dein Traum wahr werden, Yvonne! Wenn du zum Kennen lernen hierher kommst, kommst du dann mit dem Auto oder dem Zug?“

„Mit dem Auto, ist einfacher,“ bestätigt sie.

„Da hast du Recht! Wann, denkst du, hättest du Zeit für ein erstes Treffen nur zum Reden?“ frage ich nun.

„Lass uns erstmal etwas schreiben, bis ich mir sicherer bin,“ bremst sie meinen Elan etwas.

Ich gebe nach: „Okay, ja natürlich! Das ist kein Problem. Ich richte mich mit der Zeitdauer nach dir! Jeder braucht eine andere Zeitspanne, um Vertrauen zu fassen.“

Eine Viertelstunde Pause entsteht nun. Ich denke, ich muss ihr irgendetwas schreiben, damit der Kontakt nicht abreißt, kaum dass er angefangen hat. Aber da kommt schon die nächste Meldung von ihr herein:

„Mich würde es irre freuen, wenn es passt, und sich unsere Träume erfüllen…“

„Mich genauso, Yvonne!“ schreibe ich ihr. „Aber genau wissen wir es erst, wenn wir uns treffen, ob wir uns ‚riechen können’ 
Du bist in einer Petplayer-Community, schreibst du. Triffst du dich mit den Leuten etwa einmal monatlich zu Stammtischen?“

„Ich bin da nicht drin, habe es mir nur angeschaut. Noch nicht angemeldet,“ antwortet sie.

„Ah, okay,“ antworte ich. „Wir haben hier in der Nähe, in Essen, auch einen Stammtisch. Auch ich war noch nicht da. Ich texte mit den Leuten auf der Internetseite, habe da aber irgendwie den Eindruck gewonnen, dass da ein großer Männerüberschuss herrscht…
Hast du Vorstellungen von deinem Leben als Pet? Als Doggie? Erzähle mir davon.“

Sie schreibt zurück: „Ich möchte schon leben wie eine Hündin, mit Leine, Gassi gehen, Fressnapf, Körbchen… Stelle mir das oft vor und dann kribbelt es total.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:39

„Also nicht bloß für eine Stunde am Tag oder so, sondern deine ganze Freizeit ausfüllend?
Das kannst du mit mir erleben! Erst nur an den Wochenenden, wenn wir uns treffen. Später gern öfter, wenn du hier eine Arbeitsstelle gefunden hast und hierher ziehen kannst.
Du bist dann ganz Hündin. Mit Kommandotraining, lernen der Mimik und Gestik der Hunde. Dog-Agility-Wochenenden mit anderen Dogplayern…“

„So wie mein Herr es wünscht,“ bekomme ich jetzt zur Antwort. Habe ich sie etwa überfordert?

„Okay,“ schreibe ich ihr. „Noch kann ich dir nicht wirklich Anweisungen geben. Du sollst die Kontrolle über dein Leben freiwillig allmählich mit steigendem Vertrauen auf mich übertragen. Es soll quasi aus DEINEM INNEREN kommen, dein eigener Wunsch sein – und das dauert halt seine Zeit.
Aber ich sehe es gern, wenn du mir morgens regelmäßig nach dem Aufstehen eine Guten-Morgen-SMS sendest. Das zeigt mir dein bleibendes Interesse in der Sache!“

Sie antwortet: „Wenn ich ehrlich bin, hast du durch deine Art, eine sehr große Sehnsucht in mir noch total verstärkt. Wenn es passt, würde ich mich total hingeben.“

„Ich behandele dich eben NICHT wie ein lebendes Sexspielzeug, das man hervor holt, wenn man Druck hat, dann wieder wegstellt und schließlich entsorgt, wenn es langweilig geworden ist… Du bist für mich ein fühlendes Wesen, kein Ding!“ entgegne ich. „Schenkst du dich mir, achte ich das Geschenk hoch, denn es ist das Wertvollste, das ein Mensch verschenken kann! Ich bin verantwortungs- und pflichtbewusst! Aber das stellst du ja alles noch real fest…“

„Ich merke und lese es und es freut mich sehr. Muss schön sein, dein zu sein,“ schreibt sie mir zurück. „Darf ich dich fragen, was dich daran so fasziniert? Ich möchte es gern rund um die Uhr fühlen.“

„Die Verantwortung für jemand anders als für mich zu übernehmen… Früher war ich in der Binnenschifffahrt tätig, in der Fahrgastschifffahrt. Da war ich auch für die Sicherheit und das Wohl von vielen Menschen verantwortlich,“ antworte ich. „Mich um dein Wohl sorgen, mich kümmern, dich führen, mich freuen, dich glücklich zu sehen…“

Eine MMS kam herein. Ein Portrait einer neugierig, aber skeptisch blickenden Frau war zu sehen. Sie schrieb dazu:

„Du bist auf dem besten Wege mich glücklich zu machen und ich möchte dir eine gehorsame treue Hündin werden.“

Ich schrieb ihr zurück:

„Das würde Mich dann wieder glücklich machen, und das zeige ich dir dann auch. Ein ständiges Geben und Nehmen…“

„Glaube, ich habe heute riesiges Glück gehabt,“ meint sie nun.

„Wir, Yvonne, wir beide, wenn wir uns auch beim Treffen sympathisch sind. So dass wir sagen können, es passt!“

Sie antwortet: „Ich bin mir sicher, dass es passt.“

Ich sende ihr nun auch ein Portrait von mir mit dem Text: „Danke dir für das Bild. Meins ist leider nicht so schön geworden…“

Sie antwortete mir: „Du siehst gut aus.“

Ich schreibe: „Du auch, Yvonne. Ich freue mich darauf, dich bald real kennen zu lernen! Wir gehen nach dem Gespräch im Café ein wenig spazieren und dann darfst du dir im Laden ein Halsband aussuchen.“

Und sie antwortet darauf: „Und ich freue mich tooootal auf dich. Mein Traum könnte wahr werden. Legst du mir das Halsband dann an?“

„Der wird bestimmt wahr, Yvonne!“ schrieb ich ihr zurück. „Wenn du es dir wünschst, lege ich es dir dann schon an!“

„Jaaaaaaaaaaa, bitte.“

„Okay, Yvonne, dann soll es so sein!“

„Das wird ein wunderschöner Moment. Wenn wir das machen, wenn du es willst, ist es besiegelt.“

„Dann ist es besiegelt und du lernst die ersten Kommandos ,“ bestätigte ich ihr.

„Ich bin grad total high…“

„Wenn ein echter Hund ‚Hundetricks’ lernt, also die Kommandos mit Bewegungen verknüpft, dann ist es das Erste, ihm einen Namen zu geben.
Hört er dieses ‚Kommando’, weiß er Er ist gemeint.
Ich werde mir also für dich einen Hundenamen ausdenken. Dann weißt du, wann du Doggie bist…“

„Oh jaaaaaaaaaaaa.“

„Doggie kannst du auf vier Beinen sein, oder auch auf zweien. Es ist eine Kopf- und Herzsache, die nicht direkt etwas mit der Gangart zu tun hat! So fällt es den normalen Leuten nicht sofort auf und wir haben nicht gleich eine Klage wegen Erregen öffentlichen Ärgernisses am Hals. Unter vier Augen und im Beisein anderer Dogplayer bist du auf vier Beinen…“ sage ich dann.

„So hatte ich mir das gedacht!“ bestätigt sie.

„Ein Hund – überhaupt jedes Tier – ist ein ‚Gefühlsmensch’. Das heißt, du sollst als Pet deine Gefühle leben. Die gesellschaftlichen Schranken gelten für dich als Doggie nicht mehr. Lass deine Gefühle raus, fühle dich freier in der Rolle als Doggie!
Schaue nur auf mich und lasse mich deine Gefühle steuern, also entweder dämpfen oder nicht, je nach der momentanen Situation.“

„Das klingt so wundervoll und leicht…“ sinniert sie.

„Das klingt leicht, ist es aber sicher nicht! Denn jeder Mensch hat eine moralische Sperre in sich, erziehungsbedingt. Es wird als unmoralisch gesehen, sich gehen zu lassen…“ erkläre ich. „Du musst eine Schwelle überwinden, bevor du dich so richtig fallen lassen kannst und dich im ‚Dogspace’ befindest. Aber mit meiner Hilfe dürfte dir das relativ schnell gelingen!“

„Bevor ich auf Petplay stieß, wollte ich meine Devotheit ausleben. Leider ist es sehr schwer, einen Herrn mit Niveau zu finden,“ meint sie daraufhin.

„Oh ja, da sagst zu etwas! Die Meisten wollen sich doch nur austoben. Ob und was du fühlst, ist denen egal,“ gebe ich ihr recht. „Schließlich gehen sie in eine Spirale des Höher-Schneller-Weiter, persönliche Grenzen werden hinaus geschoben bis es nicht mehr geht – und dann haben sie schnell eine Andere und dich lassen sie in einem tiefen schwarzen Emotionsloch zurück… Nee, lass mal, dafür bist du zu wertvoll! Ein richtiger Herr achtet und pflegt sein Eigentum, statt es zu verbrauchen!“

„Du bist richtig. Ich wünsche dir eine gute Nacht mit schönen Träumen.“

„Die wünsche ich dir auch, Yvonne! Träume dich ruhig schon mal in eine Art Dogspace. ;) Stell dir vor, du würdest über eine Wiese laufen und mir etwas, das ich geworfen habe, wiederbringen. Habe dabei den Duft der vielen verschiedenen Wiesenblumen in der Nase und schaue den Schmetterlingen nach, die du aufgeschreckt hast…
Melde dich morgen früh, wenn du es möchtest. Ich bin zwar ab sieben Uhr aus dem Haus, melde mich aber zurück, sobald ich kann!“

*

Am nächsten Morgen wartete ich vergebens auf eine Guten-Morgen-SMS von ihr. Kurz bevor ich gehen musste, schrieb ich ihr dann:

„Jeden Morgen geht die Sonne auf.
Jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.
Jeden Morgen heben weiße Schleier sich ins Licht,
eh’ die Sonn’ das Wolkentor durchbricht. 
Einen wunderbaren Mittwochmorgen wünsche ich dir, Yvonne! Ich muss dann los jetzt.“

Als ich nachhause kam und auf das Handy schaute, fand ich eine SMS, die mich gegen neun Uhr erreicht hatte:

„Ich wünsche dir einen wunderschönen Morgen und Tag “

Ich schrieb ihr:

„Im Boot deiner Gefühle
ruderst du bis zum Horizont,
denn deine Träume sind da zuhause,
wo deine Sehnsucht wohnt.“

Da über drei Stunden keine Antwort erfolgte, schrieb ich ihr am Abend:

„Du darfst deine Träume real erleben, wenn du dich mit mir zusammen tust, Yvonne.“

Endlich kam eine Antwort herein:

„Das möchte ich total. An deiner Leine…“

„An meiner Leine, ja. Deine Gedanken werden nur darum kreisen, mir zu gefallen mit deinem Tun – und wie du das ‚heute’ besser schaffst, als ‚gestern’. Dein Lohn ist mein Wohl. Im Gegenzug kümmere ich mich um Dein Wohl.
‚Strebe nicht danach, glücklich zu sein, sondern glücklich zu machen, dann wirst du glücklich sein!’“

„Wenn mein Herr glücklich ist und ein Lächeln auf seinen Lippen hat, ist auch seine Hündin glücklich!“ schrieb sie mir darauf.

„So sollte es sein! Weil du von mir zurück erhältst – wie ich schon schrieb: Geborgenheit, Sicherheit, Stütze.“

„Du machst mich total kirre…“

Ich schrieb ihr jetzt: „Es ist für mich nicht bloß ein Empfangen, sondern auch ein Geben, wie es so in jeder guten Beziehung sein sollte. GEGENSEITIGES GEBEN UND NEHMEN.“

„WO HAST DU DICH VERSTECKT BISHER???“

„ Ich habe mich nie versteckt. Ich gehe offen damit um. Aber die Frauen glauben mir wohl nicht. Ihre Erfahrungen mit Männern sprechen eine andere Sprache…
Nur drei Alkoholikerinnen trafen mich bisher. Sie wollten Einen, der ihrem Leben Struktur gibt, ihrem chaotischen Leben wieder eine Richtung gibt. Aber sobald ich sagte, sie sollten ihren Alkoholkonsum zumindest reduzieren, einschränken, gingen die Frauen auf Abstand.
Ich hätte sie ja nicht alleine gelassen, sondern ihnen dabei zur Seite gestanden… Aber sie trennten sich, bevor es intimer wurde.“

„Mein Leben ist ziemlich geordnet, aber auch sehr leer…“ meinte sie.

„Das eine ist wunderbar, Yvonne, so sollte es sein! Das andere ändern wir! Wir füllen dein Leben mit außergewöhnlichen Erlebnissen, denn dass du deine Gefühle intensiv lebst ist nicht normal in dieser rationalen Gesellschaft. Ich bringe dir die Erfüllung deiner Träume!“ versprach ich ihr.

„Dessen bin ich mir jetzt schon sicher. Ich habe ein sehr wohliges Gefühl und bin sexuell total erregt. Entschuldige meine Offenheit.“

„Du musst dich nicht entschuldigen, Yvonne! Du sollst ja gerade offen zu mir sein, denn nur wenn ich deine Gedanken kenne, kann ich dich richtig führen. ‚Richtig’ bedeutet für mich: mit Blick auf dein Wohl.
Und ich behalte alles, was du mir sagst, in meinem Inneren! Niemand erfährt davon, was du mir sagst!“

„Du bist super!“ kam als Antwort zurück.

„Ich bin ich *schulterzuck*“ meine ich dazu.

„Bleib so!!“ sagte sie darauf.

„Aber ja! Ich ändere mich kaum! Kontinuität ist sehr wichtig!“

„Guuuuut“

„Dadurch werde ich für dich berechenbar,“ sage ich. „Aber das soll auch so sein! Das bedeutet ja gerade Sicherheit für dich. Aus der Sicherheit, verbunden mit Vertrauen irgendwann mal, entsteht Geborgenheit…“

„Und vielleicht mehr…“ versprach sie.

„Wenn daraus Liebe entsteht, würde mich das riesig freuen! Ich habe fast schon nicht mehr daran geglaubt… Freundschaft wäre für mich schon etwas Wunderbares…“ meinte ich dazu.

„Ich bin offen für alles!“

„Das ist schön. Was schließlich entsteht, wird die Zeit zeigen.“

„Es wird auf jeden Fall schön!“ war sie sich sicher.

In diesem Sinne ging es eine ganze Zeit hin und her, bis von ihr eine undefinierbare SMS kam:

„Lalalala…“

0.o was wollte sie mir damit sagen?? Ich fragte sofort nach: „Es ist schwierig, Gefühle in Worte zu fassen, oder? “

„Hoffe, du bringst Zeit mit. Ja, es ist schwierig, weil ich gerade Achterbahn fahre…“ schrieb sie zurück.

„Ich habe Zeit für dich, Yvonne. Aber achte auf deine Ungeduld! Du darfst nicht alles auf einmal wollen!“ sagte ich nun.

„Nicht? Schade *grins*“

„*Grins* Wir haben zwei ganze Leben, noch mehrere Jahrzehnte. Noch geht die Welt nicht unter. Und so bleibt die Sehnsucht auf den Anderen bestehen ;)

„Die ist sehr groß – nach vielem…“

„Das ist wunderbar, Yvonne! *drück dich zärtlich an mich*“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:40

„Mmmmmh – darf ich dich küssen?“

„Darfst du, wenn dir danach ist, Yvonne. Denn du sollst ja deine Gefühle leben!“

„Herr, du machst mich total kirre… Ich bin mir sicher, dass du der richtige Herr und Mann bist!“

„Und ich freue mich, dass mit dir wieder eine Frau in mein Leben getreten ist – vielleicht auf Dauer…“

„Solange du willst!“

„Dann wird es lebenslang!“ schrieb ich ihr.

„Erziehe mich bitte und richte mich ab!“

„Das tue ich! Jedoch mit meiner Methode, ohne körperliche Strafen! Da ‚Abrichten’ in diesem Zusammenhang einen negativen Beigeschmack hat, nenne ich das lieber ‚Training’.“

„Meine ich ja.“

Ich lächelte in mich hinein und schrieb ihr: „Dachte ich mir.“

„Ich bringe dir auch die Pantoffeln, ohne sie zu zerbeißen!“

„*lächel* okay, das wäre sonst nicht so gut ;)

„Bin doch brav und außerdem sollst du ja auch stolz auf mich sein!“

„Genau das wird Dein Streben sein, Yvonne!“

„Es wird irgendwann total irre werden, sich mit Anderen zu treffen. Ich fühle schon wie eine Hündin, das ist irre…“

„Das erste Mal auf solch einem Treffen wirst du wahrscheinlich wie high herum laufen…“ mutmaße ich.

Sie bestätigt: „Ja, das werde ich. Und stolz neben meinem Herrchen sitzen!“

Ich schreibe ihr zurück: „Das freut mich dann. Du kannst deine Wahrnehmung zuerst nur auf dich und mich beschränken, das gibt dir Sicherheit. Später dann wird deine Neugier dich sicher dazu bringen, dir die anderen Doggies anzuschauen.“

„Ich werde sie beschnüffeln,“ meint sie daraufhin.

Das belustigt mich etwas. Ich schreibe ihr: „*schmunzel* okay, mach das ruhig!“

„Boey, ich fühle mich echt schon so. Hoffentlich deckt mich nicht irgendwann ein Rüde!“ gibt sie zurück.

„Echte Tiere haben da nichts zu suchen! Und ein männlicher Doggie? Da würde ich schnell einschreiten, Yvonne! Aber ich glaube nicht, dass einer so dreist wäre…“ sage ich.

„Das darf nur mein Herrchen!“ meint sie dann.

„Genau, so sehe ich das auch,“ bestätige ich.

Es entsteht eine längere Pause. Dann platzt es aus ihr heraus: „Magst du Sex?“

Huch… Okay, ich antwortete ihr also: „Hör mal, ich bin kein toter Stockfisch! Und wenn da eine nackte Hündin mir um meine Beine streicht, schon gar nicht :D

„Mmmmmh…“

„Was wirst du fühlen, wenn ich vor dir stehe?“ frage ich, nachdem schon wieder eine längere Pause eingetreten ist.

Sie schreibt: „… zitter …“

Also frage ich: „Was hast du, Yvonne?“

„Mir werden die Beine zittern…“ antwortet sie.

„Ich fange dich auf, solltest du schwanken!“

„Du legst mir aber nur dann dein Halsband an, wenn ich dir gefalle und wenn DU es willst, hörst du? Es ist für mich ein besonderer Moment!“ sagt sie bestimmend.

„Okay, Yvonne, wir werden uns also zum Reden in ein Café setzen und danach ein wenig durch den Ort spazieren. Dann werden wir sehen,“ bleibe ich unbestimmt.

„Jaaaaaaaaaa.“

„Hast du einen wandhohen Spiegel? Vielleicht eine Spiegeltür am Kleiderschrank oder so?“ frage ich sie jetzt. Vielleicht kann sie dann ja adhoc-Bilder machen.

„Nein, leider nicht. Wohne bei meiner Schwester. Suche noch eine Wohnung…“

„Ah, okay. Dann werden wir sehen, was sich machen lässt.“

„Wirst du mit mir auch Gassi gehen?“

„Klar! Nur kann man das hier nicht einfach so. Auch um dich zu schützen!
Das geht also nur nach Mitternacht hier, oder in einem nahen Wäldchen, wenn gerade keiner sonst in der Nähe ist.“

„Ich muss eh’ nur nachts, “ meint sie darauf.

Ich muss grinsen und schreibe: „Das Gassigehen geht auch als zweibeinige Hündin! Es ist keine Frage der Gangart, sondern der geistigen Einstellung.“

„So langsam weiß ich, dass es kein Zurück mehr gibt!“

„Nur wenn es aus DEINER Seele kommt, Yvonne! Nur die kann dir den Rückweg versperren! Ich lasse dir die Wahl. DU bist diejenige, die sagt ‚Ich will’!“ schreibe ich ihr.

„ICH WILL. Ich war mir nie so sicher!“

„Dann soll es so sein! Dann will ich dich lehren.“

„Ich möchte Dein sein, wenn du es willst.“

„Ich will das auch, Yvonne. Auch mein Leben wird dadurch erfüllter: Ich habe es lange vermisst, die Verantwortung zu tragen.“

„Ich begebe mich ganz und gar in deine Hände und es ist ein wunderschönes Gefühl!“

„Das ist es, Yvonne! Das ist es.“

„Deine Hündin wird dich dafür lieben!“

„Das Gefühl werde ich erwidern, Yvonne! Du sollst dich geliebt, geachtet und angenommen fühlen – und trotzdem gefordert!“

„Hätte jetzt gerne deine Hand, die mich krault!“ meint sich nach wieder einmal einer kleinen Pause im Dialog.

„Tja, das geht leider nur real. Jetzt musst du dir irgendwie vorstellen, es wäre so.“

„Irgendwann bin ich – außer bei der Arbeit – nur noch Hündin…“

„Wenn das deine Sehnsucht ist, dann wird das so kommen, Yvonne! Und du wirst dich gut dabei fühlen! Du lässt den Alltag draußen, schaltest um und bist ‚in einer anderen Welt’. Keine Probs mehr, keine Sorgen… Nur noch du, ich und der Ozean deiner Gefühle! Das wirkt befreiend auf deine Seele.“

„Ja, ich möchte so leben. Es wird mein neues Ich.“

„Du fühlst dich im ‚Dogspace’ befreit von gesellschaftlichen Zwängen. Das wirkt entspannend. Du fühlst dich freier, kannst mal richtig durchatmen.“

„Danke *Herz*“

„Ich habe dich sehr gern und warte gespannt auf unser Treffen!“

„Ich gehe jetzt in mein Körbchen. Du fehlst!! Schlaf schön und träume süß.“

„Du auch, Yvonne!
Abend ward, nun kommt die Nacht.
Wenn nun mein Aug’ statt deinem wacht,
Wenn mein Trost dir frommt,
Weißt du, dass auf gute Nacht
Guter Morgen kommt!“

„*Herz*“

„*Drück und kuschel* “

Die Uhr sagt, es sei schon morgen. Wir machen Schluss für ‚heute’.

- -

Am anderen Morgen, kurz bevor ich aus dem Haus ging, schrieb ich ihr:

„Spring auf und in den neuen Tag!
Der Morgenröte Strahlen
dich mit Freude erfüllen mag!
Sieh heute nicht, was Andre tun,
der Anderen sind so viel.
Lass mich dein Führer sein,
so kommst du an dein Ziel.
Und gingst Du mit mir allein.
Einen möglichst entspannten Donnerstag wünsche ich dir, Yvonne.“

Gegen Mittag erst kam ihre SMS herein:

„Ich wünsch dir auch einen schönen Tag :-*“

Am Nachmittag dann schrieb sie:

„Ich habe letzte Nacht von uns geträumt.“

„Ja? “

„Ja, du bist mit mir Gassi gegangen und ich habe an der Leine gezogen.“

„Ah, das ist allerdings ein Verhalten, das ich nicht gutheiße. Kannst du dir vorstellen, warum?“

„Eine Hündin geht immer neben ihrem Herrn.“

„Ja, Yvonne. Aber warum?
Hunde sind Rudeltiere mit ausgeprägtem Sozialverhalten. Das Rudel wird von einem Alphatier geführt. Damit kein Chaos entsteht und alle gemeinsam davon profitieren, entscheidet das Alphatier, was gemacht wird, wohin es geht, usw.
Im Kleinrudel Mensch-Hund ist der Mensch das Alphatier, bzw. sollte es sein, denn es gibt genug Familien, wo der Hund entscheidet. ZUM BEISPIEL DIE RICHTUNG, IN DIE DER SPAZIERGANG GEHT, aber es gibt noch mehr Dominanzverhalten bei Hunden, wenn der Mensch zu schwach ist…
Also ist das Ziehen an der Leine als Dominanzverhalten für dich tabu “

„Du siehst, ich muss noch viel lernen,“ meint sie da.

„Aber das kriegen wir hin, Yvonne. Ohne Stress, stattdessen mit viel Geduld und Augenzwinkern. Also eher spielerisch. Es ist alles nicht so ernst!“

„Wuff ;)

„Statt ‚das ist so, weil ICH das sage, basta’, bekommst du von mir nachvollziehbare Erklärungen, wie eben!“

„Ich werde mich sehr wohl fühlen bei dir!“

„Das hoffe ich doch! Das ist mein Ziel. Sag’ mir frühzeitig, wenn du das Wohlgefühl vermisst! Damit ich gegensteuern kann.
Das ist meine Lehre, die ich aus meiner geschiedenen Beziehung ziehe: Die Kommunikation darf nie abbrechen oder einschlafen!“

„Das wird sie nicht, auf keinen Fall!“

„Das finde ich gut, Yvonne! Welche Bilder tauchen sonst so vor deinem inneren Auge auf?“

„Es sind soooooo viele Bilder, die im Moment in meinem Kopf schwirren. Du hast meine Sehnsüchte erst richtig zum Leben erweckt! Der Gedanke, nackt an der Tür sitzend auf dich zu warten, wenn du nach Hause kommst…“

„Dann sollten wir sie nacheinander in die Tat umsetzen! Und dabei erkläre ich dir die Hintergründe, damit du das ‚warum’ verstehst und so tiefer in die Rolle hinein findest. ‚Tiefer’ bedeutet hier ‚mit deiner Seele’, nicht bloß oberflächlich, Yvonne.“

„Ich möchte nicht nur körperlich so sein, sondern mit tiefstem Inneren.“

„Wie schon gesagt, das dauert seine Zeit. Aber wenn du deinen Ehrgeiz darein setzt, dann wird dir das gelingen! Ich gebe dir jede Hilfestellung dafür! Das ist meine Aufgabe als Herr.“

„Du machst mich sehr glücklich!“ antwortet sie mir.

„Und dann wirst du Hündin sein, auch wenn du mal auf zwei Beinen unterwegs bist, wegen der anderen Leute. Du wirst schließlich animalisch fühlen – aus deiner Seele heraus.“

„Ich fühle es jetzt schon, aber ich möchte GANZ darin aufgehen.“

„Das wirst du mit der Zeit, glaub mir. Allmählich wirst du das Menschliche nicht ablegen, sondern in die hinterste Ecke deiner Seele einschließen, da wo jetzt das Animalische hockt und darauf wartet, herausgelassen zu werden. Das rationale Handeln überlässt du dann mir.“

„Ich vertraue dir und werde mich ganz in deine Hände geben. Ich möchte es total.“

Eine Minute später setzte sie nach: „Bin happy.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:42

Ich antwortete ihr: „Ich werde dich nicht enttäuschen und dein Vertrauen missbrauchen. Ich werde es dazu nutzen, dich deinem Traum näher zu bringen, Yvonne!“

„Letzte Nacht habe ich mit Halsband geschlafen…“

„Ja?  ah, du hattest dir ja mal eins gekauft… Trotzdem gehen wir zusammen hier noch mal eins kaufen!“ sage ich dazu.

„Ja, sehr gerne, mein Herr.“

„Dann trägst du mein Halsband, auch wenn ich es dich aussuchen lasse.“

„Ich schaue immer schon im Geschäft. Es gibt so super schöne! Möchte es aber mit dir zusammen aussuchen!“

„Wie weit ist Salzgitter von Münster weg?“ werfe ich dazwischen.

„Ich weiß es gar nicht. Werde morgen mal ins Navi schauen. Bei mir kribbelts überall…“

„Ich schaue morgen auch mal.“

„Wenn du mir das Halsband anlegst, werde ich Tränen in den Augen haben!“ kam nach einer viertelstündigen Pause von ihr.

„Das ist gar nicht schlimm, vollkommen normal! Ich werde dich dann an mich drücken und sanft mit dir reden.“

„Ich möchte dich nur um eins bitten: Lege es mir nur an, wenn ich dir wirklich zusage. Für mich ist es sehr wichtig und ein großer Schritt!“

„Das tue ich, Yvonne! Wir werden erst miteinander reden, etwas spazieren gehen, wie geplant. Dann sehen wir ja, ob wir uns sympathisch sind, ob es passt.
Erst dann lege ich dir das Halsband an!“

„Ich hoffe sehr darauf…“

„So wird das passieren, Yvonne!“

„Dann wäre es ‚amtlich’ und ich deine Hündin!“

„Richtig, dann ist es ‚amtlich’! Und ich dann dein Herr, mit allen Pflichten, die sich daraus ableiten!“

„Ich werde dich dafür lieben!“

„Das wird ein Geben und Nehmen. Dann wird bald auch bei mir Liebe aufkeimen, was nicht heißt, dass ich ‚die Zügel schleifen lasse’ ;)

„Ich werde dann aber bei einem Treffen mit Gleichgesinnten die anderen Hündinnen im Auge behalten! Bin eifersüchtig…“

„Das kannst du ruhig, Yvonne. Ich bin treu. Für mich gibt es dann nur dich!“

„Niemals schleifen lassen!“ setzte sie dann noch nach.

„Nein, ‚schleifen lassen’ hieße ‚Verantwortung nicht ernst genug nehmen’, und das wäre gegen meine persönliche Ehre!“ antwortete ich ihr.

„Du bist mein wahr gewordener Traum. Aber anknurren tue ich sie doch!“

„Lach, okay, warum nicht!“ schrieb ich zurück.

„Grins, ich werde nur noch bei der Arbeit Mensch sein.“

„Genau – und in der Wohnung deiner Schwester. Auch bei Familienfeiern.
Bei mir bist du Hündin, ob nun auf zwei oder vier Beinen.“

„Da trage ich dann aber eine Hundemarke! Vielleicht leben wir ja irgendwann zusammen…“

„Oder einen Chip mit deinem Namen. Das kann jedes Piercing-Studio. - Das würde ich mir sehr wünschen, Yvonne!“

„Ich mir auch! Total! Chip wäre super schön.“

„Das kommt alles mit der Zeit. Schön langsam beginnen, damit du dich bei alledem wohlfühlst und STOP sagen kannst, sobald du dich bei irgendwas unwohl fühlst. Dann machen wir eine Pause und besprechen alles, bevor es dann so weitergeht, dass du dich wieder wohlfühlen kannst!“

„Ich fühle mich schon wohl, ICH LEBE endlich. Am liebsten alles und sofort!“

„ Ich weiß, deine Ungeduld… Aber das wäre nicht richtig! Langsam beginnen und allmählich steigern. Wenn bei allem keine Rückmeldung kommt, dass du dich momentan unwohl fühlst, dann ist es gut.“

„Wird nix kommen. Weißt du, ich habe mal meinen Ex gefragt, ob er mich mal von hinten nehmen kann, wie eine Hündin. Sein Blick war voller Entsetzen.“

„*schmunzel* anal mag ich auch nicht. Aus zweierlei Gründen: Einmal hast du im und am Mastdarm/Anus keine Sexualrezeptoren. Dir würde das nichts bringen, außer dem Gefühl ‚benutzt zu werden’.
Und ich habe Angst, mich mit irgendwelchen Darmkeimen zu infizieren, die den Samenleiter hoch wandern. Das ginge also nicht ohne Kondom.
Aber man kann dich von hinten in die Scheide nehmen, wenn du dich vorne runter beugst, so dass dein Po in die Luft steht “

„Das wollte ich ja! Ich dachte, so bekomme ich ihn dahin. Aber für ihn gab es nur Blümchensex. Und an Dogplay war gar nicht zu denken, also hatte ich nur meine Träume.“

„Okay, dann machen wir beide das eben ab und zu, Yvonne.“

„Du bist mein Glück!“

„Und du meins. Mit dir bin ich wieder, der ich war: ein verantwortungsvoll auf das Wohl seiner Hündin bedachte Herr. Bisher fühlte ich mich irgendwie ‚aufs Abstellgleis geschoben’…“

„Das ändert sich. Ich brauche ein selbstbewusstes, konsequentes und starkes Herrchen!“

„Das bekommst du!“

„Deine Hündin wird voller Zuneigung, Liebe und Hochachtung dir gehören!“

„Das freut mich und bestärkt mich in meinem Tun, Yvonne!
Wir sollten Schluss machen für ‚heute’. Ich wünsche dir eine wunderbare Nacht und schöne Träume!“

„Gute Nacht, mein Herr :-*“

„*drück dich zärtlich* :-*“

„Danke “

„ Bis Morgen. Träume dich ins ‚Dogspace’!“

„Darin bin ich 24 Stunden am Tag, dank dir :-*“

- -

Am nächsten Morgen schrieb ich ihr kurz bevor ich aus dem Haus ging:

„Ich möchte dein Fels in der Brandung sein,
der Wind, der durch dein Haar streicht,
der Sonnenstrahl, der dich wärmt,
die Musik, die in deinem Ohr klingt.
Einen sonnigen Freitag wünsche ich dir!“

Kurz vor Mittag kam ihre Antwort auf mein Handy:

„Guten Morgen  ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, mein Glück.“

Als ich nachhause kam und es las, schrieb ich ihr zurück:

„Danke Dir!
UNTERWERFUNG, GEHORSAM
..ist Geben
..ist Nehmen
..ist Vertrauen
..ist große Freude
..birgt auch mal Leid
..ist Erfüllung
..ist Traum
..ist Hoffnung
..birgt Ängste
..ist Leben
..ist Befreiung
..ist Elixir und Sein“

Anderthalb Stunden später antwortete sie:

„All dies wäre meine Erfüllung!“

„Ich führe dich dahin, Yvonne. -
Du begibst dich auf eine Reise zu den Empfindungen des Lebens.
Du willst erleben, spüren, was sie in dir auslösen.
Mit jedem Atemzug wirst du sie tiefer und tiefer in dir verankern.
Sich nahe sein, nicht bloß körperlich, sondern auch seelisch, ist dir das Höchste.
Dich erregt meine Stimme. Meine Blicke lassen dich erschauern.
Zeit verliert an Wichtigkeit. Allein das Erleben zählt.“

„Oh ja, bitte.“

„Gern, Yvonne. Aber nicht alles sofort, sondern allmählich immer mehr, immer tiefer, immer stärker.
Währenddessen auf dich achten, wie weit du mitgehen kannst. Deine Psyche bestimmt die Geschwindigkeit!“

„Die ist stark “

„Dann sehe ich keine Probleme 
Aber auch dein Durchhaltevermögen zählt. Es bringt nichts, wenn du genervt aufstehst mit den Worten ‚mach doch deinen Scheiß alleine’.“

„Das wirst du nie erleben. Ich will es total!“

„Das freut mich sehr, Yvonne – und lässt mich sehr gespannt sein!“

„Ich habe mir heute eine Seite mit petplay angeschaut und ich weiß, was ich wirklich will.“

„Und zu welchem Entschluss bist du genau gekommen?
Petplay hat eine große Bandbreite!
Sie reicht vom Sadomaso. Da erlebst du die Demütigung der Devota als Tier zur Bestrafung.
Bis hin zum Fetisch. Da spielen Petplayer ihre Rolle meist asexuell. Sie wollen sich nur möglichst authentisch wie ein Tier verhalten. Das tun sie je nachdem in Leder-, Gummianzügen oder in Fellimitat.
Ich liege irgendwo dazwischen. Ich mag keinen Zwang ausüben. Ich mag das Spiel aber auch nicht asexuell. Mir liegt die ‚Nackthaltung’ “

„Du weißt genau, was ich fühle und brauche.“

„Du wirst meine Hündin, in Nackthaltung unter vier Augen und natürlich mit Sex!“

„Am liebsten mein ganzes Hundeleben lang!“

„In mir hast du einen verantwortungsbewussten Herrn, der auf dich achtet!“

„Ich möchte es ganz und vollkommen!“

„Das wirst du auch allmählich bekommen, Yvonne! Mit der Zeit immer tiefer ins ‚Dogspace’! Du darfst nur nie ungeduldig werden! Lebewesen haben nun mal keinen Schalter zum Umschalten. Es ist ein Lernprozess, der Zeit braucht.“

„Dessen bin ich mir bewusst.“

„;) weil du gestern von deiner Ungeduld geschrieben hast…
Dann ist es gut! Dann wird das was!“

„Ich bin ungeduldig, aber auch lernfähig.“

„Es wird ganz sicher nicht langweilig mit uns “

„Ganz bestimmt nicht!“

„Und das ist wunderbar! Das motiviert regelrecht!“

Eine halbe Stunde kam keine Antwort. Also setzte ich eine SMS nach:

„DIE ANNAHME
Der Herr legt seiner Hündin sein Halsband an. Vertrauend schaut sie ihn an. Sie fühlt das Band um ihren Hals...
Sie realisiert: Sie ist Eigentum...
Sie fühlt sich frei, befreit...
Er sagt zu ihr:
"Ich, dein Herr, will NICHT irgendein formloses Wesen, austauschbar. Ich will DICH.
Ich will dein Herz. Ich will fortan in deinen Gedanken sein, wenn du morgens aufwachst. Und ich will, dass Mir dein letzter Gedanke gilt, bevor du einschläfst!
Nicht weil ich das fordere, sondern weil dein Herz dich dazu bringt!
Ich will, dass du nie wieder Angst hast, wenn du etwas falsch gemacht hast, weil du weißt, dass du mir alles gestehen darfst! Ich werde dich lehren, loszulassen!
Dein Glück wird es sein zu meinen Füßen zu liegen, weil ich alles sein werde, was du brauchst. Die süßesten Früchte des Lebens werde ich dir geben, aber erst wenn dein Herz ruhig ist und verzichten gelernt hat!
Dich will ich, meine Hündin, dich! Nicht wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel hinter Gittern, sondern wie ein frei fliegender Falke, der aus Liebe immer wieder an seine Leine zurückkehrt.“

Kurz darauf piepte mein Handy und ich las:

„Ist das schöööön.“

„Du bist mir eben KEIN Spielzeug, Yvonne.“

„Mmmmmh…“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:43

„An was denkst du gerade?“

„Ich hab dich lieb…“

„Ich mag dich auch sehr! Du bist mir eine Verpflichtung, der ich mich gern stelle! Dich allein zu lassen, nachdem du dich mir geschenkt hast, käme mir vor wie ‚Flucht vor dem Feind’ – und das wäre gegen meine persönliche Ehre!!“

„Und du legst mir dein Halsband an?“

„Wenn ich mir sicher bin, dein Geschenk anzunehmen? Ja!
Du darfst dir dein Halsband aussuchen, zumindest eine Vorauswahl treffen! Geh nachher in ein Tierzubehörgeschäft in Salzgitter und sende mir eine MMS mit mehreren Halsbändern zur Auswahl!“

„Okay.“

Nun kam wieder längere Zeit keine SMS herein. Dann piepte mein Handy und ich öffnete eine MMS mit zwei roten Lederhalsbändern mit aufgesetzten Namen aus Strassbuchstaben.

„Ah, du magst rotes Leder?“ schrieb ich zurück. „Kann man die Strassbuchstaben frei wählen und sich so den Namen zusammenstellen?“

„Ja, den Namen kann man wählen und dann schicken sie das Band per Post. Ich habe das Bild aus dem Internet.“

„Das würde bedeuten, dass die Lieferung erst Ende nächster Woche bei dir ist…“

„Das stimmt… Solange möchte ich auch nicht warten…“

„Dann musst du mit mir zu Raiffeisen gehen. Die haben aber nur Standardware ohne Besonderheiten, da Raiffeisen Landwirte beliefert…“

„Ich weiß, aber für den Anfang reicht es ja…“

„Okay, dann gehen wir morgen also zum Raiffeisen hier!“

„Hab dich lieb.“

„*drück dich an mich*“

„Darauf freue ich mich so sehr!“

Morgen ist endlich Samstag…

„Ich bin total aufgeregt!“ ergänzte sie.

„*lächel* das schaffen wir!“

„…zitter…“ kam zurück.

„*dich zart umarme*“

„Dich treu anschaue…“

„*einen sanften Kuss auf die Stirn setze* Komm am besten relativ früh “ schrieb ich ihr.

„Sehr gerne!“

„Okay, ich freue mich auf dich!  Was für Bilder gehen dir gerade durch den Kopf? “

„Park, Fressnapf, Leine, Körbchen…“ meinte sie.

„Körbchen… Vorerst wird es ein Kissen auf dem Boden geben. Schlafen wirst du neben mir im Bett. Später schauen wir mal.
Eine Leine kaufen wir gleichzeitig mit dem Halsband.
Ich denke, trinken aus dem Napf wird schwierig für dich. Du kannst deine Zunge nicht wie ein Löffel benutzen, wie ein echter Hund, also lasse ich dich aus der Flasche trinken.“

„Ich habe es schon gemacht.“

„Ah, trotzdem die menschliche Anatomie anders ist, als die eines Hundes? Ich habe immer die Flasche hingehalten.“

„Ich wollte es unbedingt probieren…“

„Das war ja auch gut so! Probieren geht über studieren, heißt es. Konntest du deinen Durst richtig stillen?“

„Mühsam, aber es war schön!“

„Es war schön, weil du dich in der Aktion als Hund gefühlt hast. Ich habe die Verantwortung für dich und achte damit auch auf deine Gesundheit. Du musst ausreichend trinken. Darum lasse ich dich auch aus einer Flasche trinken!“ erklärte ich ihr.

„Ich fühle mich als Hündin.“

„*lächel* dir hauchzart mit der Fingerspitze an deiner Seite (Flanke) abwärts streich*“

„Was machst du mit mir?“

„Ich errege dich…“ schrieb ich lächelnd.

„Ja, sehr…“

„Ich gebe deinem Leben einen Sinn, eine Traumerfüllung.“

„Oh ja, das tust du!“ meinte sie darauf.

„Die Verpflichtung, die sich daraus ergibt, sehe ich als Aufgabe, die es zu lösen gilt. Immer und immer wieder!“

„Und irgendwann werde ich unsere Bewohner anknurren ;)“ schrieb sie nun.

„Eure Hausbewohner dort in Salzgitter? Dann musst du vorher hierher ziehen! Die wären sicher total verstört “

Ich war darüber belustigt.

„Das glaube ich auch ;)
Ich ziehe gern zu dir! Außerhalb der Arbeit möchte ich nur so leben!“ meinte sie.

„Ich lebe seit der Scheidung in einem Einzimmer-Appartement. Zu zweit kann man hier übergangsweise wohnen. Über kurz oder lang brauchen wir dann aber eine Zweizimmer-Wohnung.“

„Das denke ich auch, mit Garten!“

„Das sind Vorstellungen 
Wohnung mit Garten, allein liegend… Ein Einödhof… Da müssen wir suchen!“

„Genau so etwas!“

„Und dort müssen wir ein Auskommen finden. Ein Geschäft für Haustierbedarf? Mit einem Raum für Petplayerbedarf…“

„Dann kann ich ja alles selbst probieren und vorführen…“

„Das meiste wahrscheinlich.  Das war jetzt so eine Idee. Ich war bis zur Scheidung selbständig. Ich weiß, wie das geht. Ich muss mir halt etwas überlegen, womit man Kunden erreichen kann. Einen Gewerbeschein holen, und schon kann ich loslegen.
Allerdings kann ich nicht groß einsteigen, sondern muss klein einsteigen und wachsen.“

„Die Idee ist super und bis es läuft haben wir ja meinen Verdienst auch!“

„Das ist richtig, Yvonne. Na, wir werden sehen, ob sich so ein Hof findet und ob umliegende Höfe die dazugehörenden Felder und Wiesen abkaufen…“

„Wuff“

„Aber das ist Zukunft, Yvonne. Zuerst brauchen wir uns als Paar, das die Basis bildet.
Dann müssen wir suchen und finden. Das kann Monate dauern…“

„Wir haben doch Zeit!“

Jetzt musste ich grinsen und schrieb:

„Richtig, die haben wir – wenn du deine Ungeduld zähmst “

„Ommmmmmm“

„:D Jaaa, mit Geduld und Spucke…“

„Spucke von mir aus auch ;)

„Du, ich glaube, wir sollten Schluss machen heute und etwas schlafen ;) Hab einen entspannten Schlaf und schöne Träume!
*streichel dich in den Schlaf und biete dir meinen Oberarm als Kopfkissen*“

„Schlaf schön, mein Herr, mit ganz süßen Träumen!“

„Die werde ich bestimmt haben 
Bis Morgen, Yvonne. Dann treffen wir uns endlich real “

„Mmmmmh – wuff“

- -

Am nächsten Morgen schickte ich ihr nach dem Frühstück eine Guten-Morgen-SMS:

„WUNDERTÜTENGEFÜHL
..nach verlorenen Schätzen tauchen
..vergessene Träume sichten
..versunkene Sehnsucht bergen –
einfach die Wundertüte LEBEN aufreißen.
Eine möglichst entspannte Fahrt wünsche ich dir, Yvonne!“

Zwei Stunden später erreichte mich ihre Antwort:

„Hallo, mein liebevoller Herr. Fahre gleich los.“

„Ich warte.“

Anderthalb Stunden danach gehe ich langsam zum Treffpunkt im Ort, den ich mit ihr ausgemacht habe. Auf dem Weg dorthin schaue ich mir das Angebot in einem Blumenladen an und entscheide mich schließlich für eine Orchideenblüte auf einem Schwamm in einer dicken würfelförmigen Glasvase. Etwas buntes Papier drum herum, das mit dem Sticker des Geschäftes zusammengehalten wird vervollständigt das Willkommensgeschenk.

Zwanzig Minuten später hält ein silberner Mitsubishi am Straßenrand. Eine junge Frau steigt aus. Sie ist es. Sie sieht genauso aus wie auf dem Foto, das sie mir am Wochenanfang per MMS sandte.

Ich gehe lächelnd auf den Wagen zu, während sie um die Motorhaube herum den Bürgersteig betritt. ‚Der gleiche skeptische Blick, wie auf dem Foto,’ denke ich mir.

Ich strecke ihr meine Hand entgegen und frage: „Yvonne?“

Sie nimmt meine Hand und lächelt nun auch: „Du bist Hermann?“

„In voller Größe,“ erwidere ich. „Wie war deine Fahrt?“

„Och, es ging. Es war wenig los.“

„Hast du Hunger?“ frage ich als nächstes. Schließlich ist jetzt Mittag.

„Joah…“

„Was magst du denn? Griechisch, italienisch?“

„Italienisch, wenn ich wählen darf.“

„Gut, lass mich einsteigen, dann zeig ich dir einen Parkplatz und danach gehen wir zum Italiener,“ entscheide ich und mache einen Schritt auf ihr Auto zu.

Sie geht zur Fahrertür zurück, öffnet, lässt mich zusteigen und ich sage:

„Fahre erstmal gerade aus.“

Nach zwei Minuten sage ich:

„Siehst du dort den Wohnblock am Straßenrand? Nimm die Grundstückseinfahrt direkt dahinter und setz dich dort auf einen freien Parkplatz.“

Nachdem sie geparkt hat und wir ausgestiegen sind, deute ich auf ein Fenster im zweiten Stock.

„Dort wohne ich zurzeit. Komm, gehen wir!“

Wir gehen den Weg zurück, den wir gerade gekommen sind, überqueren die Straße und biegen in eine Seitenstraße ein. Dann stehen wir vor der Pizzeria. Wir nehmen an einem der Tische Platz und ich gebe ihr eine Karte. Schnell habe ich mir eine Pizza ausgesucht und frage sie nach ihrem Wunsch. Da ist auch schon der Kellner heran. Sie bestellt sich eine Lasagne. Nachdem wir das Essen vor uns stehen haben, lasse ich sie in Ruhe essen.

„Du hast erzählt, du bist Kindergärtnerin,“ beginne ich das Gespräch beim Spaziergang, nachdem wir die Pizzeria verlassen haben.

„Ja, allerdings im Augenblick ohne Beschäftigung. Die Stelle lief Ende letzten Monats aus.“

Sie schaut mich von der Seite an.

„Kommst du klar?“ frage ich.

„Aber ja, ich habe mich rechtzeitig arbeitslos gemeldet.“

„Wenn du willst, schau ich auch hier in der Gegend nach einer neuen Stelle für dich…“

„Das wäre gut - Hermann…“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:45

Wieder schaut sie mich aus den Augenwinkeln an. Ich muss schmunzeln.

„Was hast du erwartet, wen du hier triffst, Yvonne?“

„Wie du aussiehst, wusste ich ja schon, durch das Foto. Wie du bist, kann man erst feststellen, wenn man sich real trifft…“

„Meine Rede, Yvonne!“

„Und? Wie findest du mich?“

„Vom Äußerlichen her sehr ansprechend! Genau das, was auch dein Foto aussagt. Das Innere, der Charakter vermittelt sich erst allmählich, Yvonne!“

„Du verwirrst mich…“

Jetzt drehe ich mich ihr zu und schaue sie voll an.

„Inwiefern?“

„Du wirkst gar nicht dominant.“

Ich zeige ein breites Grinsen.

„Was denkst du? Soll ich dich gleich von der ersten Sekunde herumkommandieren? Du bestellst jetzt das und das, du tust jetzt dies oder jenes…“

„Ja, so kenne ich das von den Doms bisher…“

„Yvonne, ich habe dich nicht für eine Session kommen gelassen, sondern für ein Treffen zum Kennen lernen. Wie soll ich kennen lernen, wie du als Mensch bist, wenn du meinen Anweisungen gehorchst. Dann sehe ich doch nur wie und wobei du gehorchst, wo deine Grenzen sind, und so weiter… Aber deinen Charakter erkenne ich nur durch Beobachtung, wie du dich im Alltag gibst! Meine Anweisungen kommen noch früh genug. Erst allmählich, dann immer öfter!“

„Hmmm…“

„Yvonne, was willst du? Einen Dom, Domsad, oder was auch immer… Oder einen dominanten Lebenspartner, bei dem du deine Sehnsucht als Doggie ausleben kannst?“

„Schon eher letzteres…“

„Na also, und ich will keine Session bei der ich ‚ohne Anlauf’ gleich von Null auf Hundert gehe! Ich will wissen wie du bist. Ich interessiere mich für deinen authentischen Charakter. Diese erste Phase dient der gegenseitigen Vertrauensbildung. Dann übergibst du mir immer mehr Verantwortung – in dem Maße, in dem dein Vertrauen wächst. Wieviel Zeit das braucht, das bestimmst du! Was ich damit mache, liegt in meinem Zuständigkeitsbereich.“

„Du hattest mir auch keine Kleidervorschriften gegeben…“

„Warum auch? Du sollst nicht nuttig aussehen! Die Umwelt muss nicht aufmerksam werden. Mich interessiert nicht das Äußerliche, sondern das Innere! Du hast also angezogen, was du magst und was dir der Witterung angemessen erscheint?“

„Ja.“

„So ist es gut, Yvonne. Was innerhalb der vier Wände passiert, geht keinen was an. Außerhalb der vier Wände sollst du dich nicht von Normalos abheben! Niemand soll mit Genickstarre zum Arzt gehen müssen.“

Ich grinse, dann schaue ich mich um. Wir befinden uns gerade in einem baumbestandenen Fußgängerweg mit kleinen Rasenflächen. Es ist ein Verbindungsweg von einer Wohnstraße zu einem kleinen Park.

Ich trete neben einen Baum und sage: „Komm her, zieh die Hose runter – und den Slip! Hock dich hin und pinkel an den Baum!“ Sie schaut mich mit großen Augen an, also ergänze ich: „Du kannst dich gern mit einer Hand am Boden abstützen.“

„Im Ernst?“ fragt sie und öffnet den Hosenbund.

Ich zucke mit der Schulter.

„Stell dir vor, ich ginge Gassi mit dir…“ Und schaue betont desinteressiert in die Gegend.

Sie zieht wirklich die Hose runter und geht in die Hocke. Dann lässt sie laufen. Nach ein paar Sekunden reiche ich ihr ein Papiertaschentuch, womit sie sich abwischt. Ich helfe ihr wieder auf und sie zieht sich wieder an. Währenddessen nehme ich das Taschentuch vom Boden auf und stecke es in einen kleinen Plastikbeutel, den ich dann zusammengeknüllt in meine Gesäßtasche stecke.

Als wir danach weiter spazieren, frage ich sie:

„Wie war das jetzt, Yvonne. Was waren deine Empfindungen?“

„Unbeschreiblich! Mein Herz schlug bis zum Hals! Gleichzeitig aber wunderschön. So ist es richtig! Ich bin deine Hündin!“

„Wenn wir gleich durch den Park gegangen sind, kommt kurz danach das Industriegebiet. Darin befindet sich die Raiffeisenfiliale…“

„Mein Halsband?“

„Dein Halsband!“

Belustigt stelle ich fest, dass sie schneller geht. Bald haben wir die Halle erreicht und begeben uns darin zur Haustierabteilung. Sie probiert ein Halsband an und nach der ermittelten Größe sucht sie sich eine Farbe aus. Dazu passend nehme ich eine Leine aus dünnen Kettengliedern mit einer Lederschlaufe. Als wir an der Reitabteilung vorbeikommen, lässt sie die Hand über die Reitgerten streichen.

„Ich denke, so etwas brauchen wir nicht,“ sage ich. „Wenn du wirklich Doggie sein willst, wirst du dich sicher nicht widerspenstig zeigen? Ich denke eher, dass ich dich bremsen muss, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen – deine Ungeduld, du weißt…“

Wir gehen zur Kasse. Yvonne zeigt einen Schmollmund. Ich packe die gekaufte Ware ein.

Draußen vor der Halle sage ich wie beiläufig:

„Übrigens, in meiner Wohnung gilt Nacktsein für dich! Rund um die Uhr, sobald sich die Wohnungstür geschlossen hat! Bist du dir immer noch sicher, es mit mir als Halter, Trainer, Eigentümer zu versuchen, oder verabschiedest du dich, sobald wir an deinem Auto angekommen sind?“

„Nackt?“

Sie schaut mich groß an.

„Ein Hund trägt keinen Stoff am Körper, wenn er nicht gerade Daisy heißt und einem Herrn Moshammer gehört…“

„Der ist schon tot!“

„Ach, du kennst den Münchner Paradiesvogel?“

Ich grinse. Sie schaut mich offen an und lächelt ebenfalls.

„Nur entfernt.“

„Was empfindest du bei dem Gedanken?“

„Sobald ich deine Wohnung betrete? Immer wenn ich zu dir komme?“

„Immer und sofort!“

„So möchte ich das!“

„Was empfindest du?“

„Mein Herz schlägt schneller. Ich bin der Erfüllung meiner Wünsche nah…“

Wir gehen noch etwa zehn Minuten bis zu meiner Wohnung. Dann schließe ich die Wohnungstür auf.

Ich lasse Yvonne eintreten und schließe dann die Tür hinter uns. Abwartend bleibe ich stehen. Yvonne verharrt unschlüssig.

„Muss ich…?“

Ich zucke mit den Schultern.

„Es ist deine Entscheidung… Entweder du gehst den Weg weiter oder du brichst ab. Es liegt an dir.“

Entschlossen öffnet sie den Hosenbund und steigt aus der Hose. Dann zieht sie ihr Oberteil über den Kopf.

„Auch BH und Slip?“

„Horche in dich hinein, Yvonne! Was fühlst du da? Vertraust du mir oder brauchst du noch etwas Zeit? Ich hätte kein Problem damit, wenn du heute noch deine Untersachen an behältst…“

„Ach, Scheiß drauf…“ kommt es gepresst aus ihrem Mund.

Ich kräusele die Stirn, aber sie öffnet die Verschlüsse des BH, statt die Hose aufzunehmen. Mein Gesicht zeigt ein Lächeln. Ich gehe zum Schrank und hole eine Sporttasche. Dort lege ich ihre Kleidung hinein und stelle sie auf die Seite.

Sie macht mich auf sich aufmerksam:

„Gefalle ich dir?“

„Aber ja, Yvonne. Das habe ich dir schon geschrieben, als du mir dein Foto geschickt hattest. Geh auf die Knie!“

Sie kniet sich hin, lässt sich auf ihren Fersen nieder und legt ihre Hände mit den Handflächen nach oben auf die Oberschenkel. Wieder muss ich lächeln.

„Yvonne, was bin ich für dich?“

„Mein – Herr?“

„Jaein. Ich bin dein Halter, Trainer, Eigentümer – wie auch immer. Mit einem Wort natürlich dein Herr, wenn das die Erfüllung deiner Sehnsucht ist. Aber eben nicht so…“

Sie schaut mit in Falten liegender Stirn zu mir auf.

„Beuge dich nach vorne und stütze dich mit den Händen auf dem Boden ab!“

Sie nimmt so etwas wie eine SITZ-Stellung ein. Ich gehe neben ihr in die Hocke und lege ihr das Halsband um. Sie setzt sich wieder auf ihre Fersen und befühlt ihr Halsband. Dabei wendet sie den Kopf und schaut sich im Garderobenspiegel an. Ein Lächeln fliegt über ihr Gesicht.

„Was empfindest du?“

„Genugtuung. Du willst mich also wirklich als deine Hündin? Es ist dir Ernst? Ich bin die Richtige für dich?“

„Viele Fragen auf einen Schlag,“ lächele ich sie an. Ich bin wieder aufgestanden. „Also erstens: Ja, ich will dich. Und ja, es ist mir Ernst. Und ob du die Richtige für mich bist, das wird die Zukunft zeigen. Es kommt darauf an, wie du dich mir gegenüber verhältst, auf vier wie auf zwei Beinen; ob du das Training Ernst nimmst…“

„Das werde ich!“

„Okay,“ sage ich und gehe noch einmal zum Schrank. Dort nehme ich etwas vom Schrank herunter und bringe es ihr.

„Hier habe ich je zwei Knieschoner und Pfotenhandschuhe für dich. Für den Anfang. Später brauchst du die Knieschoner wohl nicht mehr, weil du beim Laufen die Knie vom Boden abhebst.“

„Auf allen Vieren heißt nicht auf Händen und Knien?“

„Nein, heißt es nicht. In Ruhe natürlich, wenn du stehst, stehst du auf Händen und Knien.“

Sie hebt kurz den Kopf, als will sie ‚Ah’ sagen. Ich schnalle ihr die Knieschoner an, dann sage ich:

„Mach eine Faust!“

Ich ziehe ihr nacheinander die beiden Fäustlinge über die Hände.

„Jetzt bin ich ausgestattet?“ fragt sie lächelnd.

Grinsend antworte ich: „Oh, da habe ich noch einen Ballknebel und Augenbinde…“

„Die auch noch?“

„Nein, alles zu seiner Zeit! Wenn wir jetzt sofort mit dem Training beginnen, ist das erste erlernte Kommando das Codewort, bei dem du weißt, du bist gemeint.“

Sie schaut mich aufmerksam an. Ich rede weiter:

„Draußen unter Normalos bist du natürlich ‚Yvonne’ und ich ‚Hermann’. Unter vier Augen oder im Beisein anderer Dogplayer und sobald du das Halsband trägst, bist du ‚Amy’ und mein Name schrumpft auf seine erste Silbe ‚Herr’ – wenn dir erlaubt ist zu sprechen!“

„Darf ich sprechen, Herr?“

„Du darfst.“

„’Amy’ finde ich schön.“

„Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet als ‚Amata’ ‚die Geliebte’. Im Französischen ‚Aimée’ oder englisch ‚Amy’. Es gibt sogar im Japanischen eine Entsprechung: ‚Emi’ bedeutet E, Liebe, Zuneigung und MI, schön, Schönheit.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:46

„Oh.“

„Ab sofort wirst du nicht mehr sprechen! Es sei denn, ich fordere dich dazu auf. Wie ein Hund wirst du dich mir nonverbal mitteilen, also über Mimik und Gestik.“

Sie öffnet den Mund und schließt ihn sofort wieder, während sie den Kopf senkt. Stattdessen kommt sie auf Händen und Knien krabbelnd an mich heran und streicht mir um die Beine.

Ich sage lächelnd: „Brav, Amy,“ und streichele ihr über den Kopf. Dann gehe ich zum Wohnzimmerschrank und nehme eine DVD in die Hand, die ich in den Schlitz seitlich an meinem Fernseher schiebe. Ich starte das Gerät und wähle als Input ‚DVD’. Dann zieht es die DVD ein und startet den Vorspann.

Ich setze mich auf meine Couch und schlage leicht mit der flachen Hand auf die Sitzfläche neben mich. Dabei sage ich: „HOPP!“

Sie schaut zu mir auf und ich wiederhole das Kommando. Nun krabbelt sie neben mich. Legt sich mit angezogenen Knien auf die Couch und ihren Kopf in meinen Schoß.

Nun starte ich das Movie. Gut anderthalb Stunden vergehen so. Bei einigen Szenen zuckt meine Amy zusammen und schaut mich entgeistert an. Der Schluss des Films ist dann nicht besonders schön.

Nachher hole ich die DVD aus dem Gerät und schalte den Fernseher aus. Ich frage:

„Was sagst du zu dem Verlauf der Story?“

„Hmmmm.“

Grinsend sage ich: „Du darfst natürlich sprechen!“

„Reicher Mann engagiert armes Mädchen…“

„Hm, ja, aber das ist allenfalls der Aufhänger, wenn auch sehr sehr vereinfacht. Nimm einfach an, beide stünden annähernd auf gleicher sozialer Stufe. Ich kann sicher nicht mit zehntausenden Dollars winken. Sie sagte ja auch, ihr ging es nicht ums Geld, als sie einwilligte…“

„Ja, wer’s glaubt… Das war doch ziemlich offensichtlich, dass sie Dollarzeichen im Auge hatte, als sie das sagte!“

„Ja, die Schauspielerin hat das in der Mimik gut rübergebracht. Man konnte schon sehen, dass Aussage und Intention nicht übereinstimmten. Aber nimm mal an – wie bei uns – dass sie sich, wie du, aus innerer Überzeugung zu seiner Hündin machen ließ. Was fiel dir weiter auf?“

„Er hat sie tatsächlich allein als Haustier betrachtet, sie des Nachts in einem Käfig schlafen lassen und tagsüber trainiert. Er hat sich sicher viel mit ihr beschäftigt, aber emotional ging er nicht auf ihre Bedürfnisse ein. Das sagte sie ihm auch.“

„Dann ließ sie sich doch wieder überzeugen, weiter zu machen, ohne Sex.“

„Ja, aber auch nur, indem er wieder mit hohen Dollarscheinen winkte!“

„Das ist richtig… Amy, bei uns liegt die Sache anders! Ich winke nicht mit zehntausenden Dollars, sondern biete dir an, bei mir deine Träume zu verwirklichen!“

„Mit oder ohne Sex?“

„Amy, jede Beziehung lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen! Natürlich MIT Sex!“

„Und du lässt nie meinen materiellen Wert taxieren und irgendwann einschläfern?“

Ich schaue sie entsetzt an.

„Du hast für mich einen hohen ideellen Wert! Er übersteigt jeden materiellen Wert um das Vielfache! Wenn ein Mensch sich einem Anderen schenkt, gehört diesem Menschen eine hohe Wertschätzung und Achtung! Einschläfern lassen, um aus deinen Organen einen materiellen Nutzen zu ziehen, und dann eine neue Hündin besorgen, um mit ihr das Gleiche zu tun? Das zeugt von unterirdischer Wertschätzung! Du wirst von einem fühlenden Geschöpf zu einer Sache degradiert… Mit mir niemals, Amy! Niemals!“

Sie legt ihren Kopf auf meinen Oberschenkel und räkelt sich. Dann sagt sie:

„Ich habe Hunger,“ und schaut mich dabei spitzbübisch von unten herauf an.

Ich schmunzele und sage:

„Erstens bestimme ich die Essenszeiten und zweitens hast du ab sofort wieder Sprechverbot!“

„Bow,“ macht sie mit heller Stimme, was mich breit grinsen lässt.

Ich schiebe sie vorsichtig von der Couch hinunter und stehe auf. Sie steht nun vor der Couch und schaut mich aufmerksam an.

„Ich sagte vorhin, du gehst auf allen Vieren, auf den Vorderpfoten, den Fäustlingen und den Hinterpfoten, den Zehen. Heb also jetzt mal den Hintern hoch, um die Knie vom Boden zu bekommen.“

Sie macht es, bis sie die Knie annähernd durchstreckt, was wegen der Knieschoner nicht ganz klappt.

„Nein, geh etwas tiefer! Den Rücken ungefähr waagerecht. Die Knie sind dann etwa eine Fußlänge über dem Boden.“

Sie probiert es, aber nach wenigen Sekunden lässt sie sich wieder auf die Knie herab und schaut mich zweifelnd an. Ich beuge mich zu ihr und, streichele ihr sanft durch ihr Haar.

„Du sollst in der Stellung eben ja auch nicht stehen, sondern dich fortbewegen. Natürlich strengt das anfangs an, aber die Muskeln gewöhnen sich daran! Solange kannst du immer wieder stehen bleiben, auf die Knie gehen und verschnaufen!“

Sie berührt mein Bein mit ihrer Seite und reibt sich etwas daran. Dabei trifft mich ein treuherziger Blick.

„Eine Hündin ist immer neugierig. Sie begleitet ihren Herrn überall hin und hat Augen und Nase überall. Sitze ich irgendwo, legst du dich zu meinen Füßen ab. Muss ich aus dem Haus, bleibst du zurück und wartest auf mich – was aber am Wochenende, wenn du bei mir bist, kaum passiert. Wohl aber, wenn du bei mir wohnst.
Nebenbei reagierst du aber immer prompt, wenn ich irgendwelche Kommandos ausspreche! Zum Beispiel: SITZ!“

Sie setzt sich wieder auf ihre Fersen und hält ihre Arme vor ihren Knien, mit den Fäusten auf dem Boden.

„Das ist schon einmal hundegerechter als vorhin,“ sage ich lächelnd. „Trotzdem beugst du deinen Oberkörper zu weit vor. Öffne die Knie und nimm deine Arme zurück, so dass du aufrechter sitzt. Die Hände haben aber weiter Bodenkontakt!“

Sie geht nach Anweisung in eine aufrechtere Sitzposition.

„So ist das richtig, Amy! Gutes Mädchen!“ lobe ich sie lächelnd und streiche ihr über die Wange, die sie nun zusätzlich an meine Hand drückt und hin und her bewegt.

Auf diese Art lehre ich sie noch einige weitere Kommandos, dann gehe ich in die Küche und mache mir Kaffee und mehrere Scheiben Brot. Ich nehme eine Flasche aus dem Küchenschrank, wie sie auch Rennradfahrer benutzen und fülle sie mit Tee. Dann setze ich mich wieder ins Wohnzimmer und beginne zu essen. Für sie schneide ich mundgerechte Stücke ab und füttere sie. Zwischendurch lasse ich sie aus der Flasche trinken. Draußen dämmert es allmählich.

Ich lehre sie nach dem Essen noch einige weitere Kommandos und wiederhole die, die ich ihr vor dem Essen beigebracht habe. Dann mache ich wieder eine Pause und schalte den Fernseher ein. Nach den Nachrichten lasse ich den Fernseher laufen, ohne das Programm zu beachten. Das Programm zu meinen Füssen ist interessanter.

Amy hat sich auf den Rücken gedreht und Arme und Beine angezogen. Grinsend beginne ich sie überall zu streicheln, auf der Suche nach kitzligen Stellen. So vergeht eine unbestimmte Zeit mit viel Lachen und Zärtlichkeiten. Schließlich lasse ich die Rollläden herunter und sage zu ihr:

„Es ist stockfinster draußen. Ich denke, wir können es riskieren unbemerkt Gassi zu gehen!“

Ich nehme einen Beutel, ein Feuchttuch und die Leine. Amy ist mir gefolgt und so befestige ich an Ort und Stelle die Leine an ihrem Halsband.

„Vorsicht beim Treppab-gehen, Amy. Ich mache ganz langsam! Nimm Stufe für Stufe,“ sage ich und öffne die Wohnungstür.

Ein paar Minuten später treten wir vor das Haus und gehen auf die Rasenfläche auf der Südseite. Nachdem sie sich erleichtert hat, gehen wir in die Wohnung zurück und ich schalte die Dusche im Bad ein, temperiere das Wasser und schaue mich nach Amy um.

Sie steht hinter mir und beobachtet interessiert mein Tun, was mich schmunzeln lässt.

„Amy, hinein mit dir,“ sage ich und halte die Duschtür auf.

Dann bearbeite ich sie mit Waschlappen und Brause und zum Schluss rubbele ich sie trocken, wobei sie ihre Wange an mir reibt. Dann folgt sie mir in den Wohn-/Schlafraum und schaut mir zu, wie ich die Couch zum Doppelbett umbaue.

Ich entkleide mich und setze mich auf das Bett. Dann lege ich die Hand neben mich und sage „HOPP“. Sie klettert ebenfalls ins Bett und kuschelt sich neben mich. Nun gehe ich mit meinen Fingern wieder auf Entdeckungsreise über ihren Körper.

- -

Am Sonntagmorgen werde ich von Amy geweckt, die sich an meiner Haut reibt und räkelt. Ich öffne die Augen und erhasche einen Blick von ihr. Sofort senkt sie den Blick und legt ihren Kopf auf meinen Oberarm. Ihre Nähe genießend, bleibe ich noch eine Zeitlang liegen.

Schließlich setze ich mich auf und gehe ins Badezimmer. Als ich fertig bin, sage ich:

„Amy, zu mir!“

Sie kommt ebenfalls ins Badezimmer. Ich wasche sie kurz und putze ihr die Zähne, nachdem sie die Hände in den Pfotenhandschuhen auf dem WC-Deckel abgestützt hat. Dann gehe ich in die Küche und bereite unser Frühstück vor.

Kurz darauf sitze ich am Esstisch und füttere Amy mit mundgerecht zugeschnittenen belegten Scheiben Brot, als ein Handy klingelt. Meines ist es nicht, denn es tönt nicht das Pink-Panther-Theme. Also schaue ich in der Sporttasche bei Amys Sachen.

Inzwischen ist das Handy zwar wieder ruhig, aber ich lege es erstmal auf den Tisch und löse die Verschnürung ihrer Pfotenhandschuhe.

„Tja, Yvonne, der Alltag hat dich wohl wieder… Schau mal, wer das war und rufe ihn zurück, wenn es wichtig war!“

Sie schaut auf das Display, setzt sich auf und drückt die Ruftaste.

„Guten Morgen, Mama,“ spricht sie ins Handy.

Dann umwölkt sich ihre Miene. Ihren Antworten entnehme ich, dass es etwas Ernstes sein muss. Als sie schließlich die Verbindung unterbricht, sagt sie zu mir:

„Sorry, mein Herr, meiner Mum geht es nicht gut.“

„Das ist nicht schön. Aber hey, sie ist noch jung!“ versuche ich sie aus der gedrückten Stimmung zu holen. „Wenn du eine starke Schulter brauchst, die dich stützt in schwachen Momenten – hier bin ich! Lehne dich bei mir an.“

„Meine Mum klagt nie…“ sinniert Yvonne.

„Und heute?“

„Hat sie es das erste Mal gemacht.“

„Willst du zu ihr? Ist es nötig, dass du sie ins Krankenhaus bringst? Brauchst du jemanden, der dir etwas von der Last auf deinen Schultern abnimmt? Soll ich dich begleiten?“ frage ich.

„Danke, du Lieber. Meine Mum bedeutet mir sehr viel, vor allem seit Dad nicht mehr da ist. Sie ist mir eine Freundin, und deshalb mache ich mir auch große Sorgen.“

„Das denke ich mir, Yvonne! Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst! Du hast halt nur noch sie…“

„Und dich.“

„Und mich! Darum wäre ich gerne an deiner Seite – gerade in so einer Situation.“

„Das ist total lieb! Du tust mir gut!“

„Das gehört zu den Aufgaben eines wirklichen Herrn, nach meinem Verständnis…“

„Du bist der Herr, den ich mir immer erträumt habe!“

„Schade nur, dass wir nicht noch näher beieinander wohnen. Aber damit müssen wir umgehen…“

„Das wäre eine Erfüllung, mit dir zu leben!“

„Das strebe ich an, Yvonne!“

„Ich auch! - Du, ich fahre jetzt zu meiner Mum, wenn ich darf.“

„Aber ja, Yvonne! Tu das, zieh dich an. Willst wirklich nicht, dass ich dich begleite?“

„Sei mir nicht böse, später bestimmt! Es ist alles noch zu frisch.“

„Ich bin dir nicht böse! Ich bin in Gedanken bei dir! Melde dich zwischendurch mal! Gib auf dich acht!“

„Das werde ich! Bestimmt!“

Sie zieht sich an und verabschiedet sich mit einem Kuss. Aus dem Fenster sehe ich, dass sie mir unten aus dem Auto kurz zuwinkt, dann fährt sie ab.

Nach dem Mittagessen schrieb ich ihr dann:
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:48

„ICH WILL DEINE HAND
Ich will deine Hand in meiner spüren,
will dich durch das Leben führen.
Ich will meine Arme um dich legen,
ob nun Sonnenschein oder Regen.
Ich will dich zuversichtlich machen
Und jeden Tag mit dir lachen.
Du sollst meine tröstenden Worte hören,
wenn dich Situation scheinbar zerstören.
Du sollst meine starke Schulter fühlen,
wenn du denkst, starken Gegenwind zu spüren.“

„So, Mum hat Kreislaufstörungen, Fieber und Magen- und Darmprobleme,“ kam von ihr zurück. „Sie hatte heute Morgen von der Notaufnahme aus angerufen.“

„Das bekommen die aber wieder hin, Yvonne! Das ist nichts Bedrohliches.
*dich sanft in den Arm nehme und bei mir anlehnen lass*“

„Mmmmmmh“

„Deine Mum hat das in ein paar Tagen überwunden, Liebes!“

„Das hoffe ich.“

„Ganz sicher. Das ist eine Diagnose, die ein Krankenhaus vor keine Probleme stellt!“

„Das werden wir nach den Untersuchungen wissen :-*“

„Okay, warten wir also noch etwas. In der Zwischenzeit lehn dich in Gedanken bei mir an und entspanne etwas.“

„Du bist lieb…“

„Ich bin wie ich bin. Ich kann nicht anders :-*“

„Guuuuuut  :-* auf Wange.“

„*meinen Arm um dich leg und dich an mich presse. Mit dem Zeigefinger sanft deine Lippen berühre und dich lächelnd anschaue*“

„Da schmilzt jede Frau und Hündin “

„*dich – trotz des Umfeldes – nehm und dir einen Kuss auf deine Lippen setz*“

„Jaaaaaaaaaaa.“

„:-*“

„…kribbel…“

„*dir die Hand nehm und halte. Du zitterst ja… Dir noch mal den Arm um die Schulter leg und deine Hand halte*“

„Du machst mich kirre.“

„Leg deinen Kopf an meine Schulter und versuche zu entspannen, während du auf das Ergebnis der Untersuchung wartest!“

„:-*“

„Wie gern wäre ich jetzt bei dir und das wäre real, dass du deinen Kopf an meine Schulter legst und entspannst.“

„Da würde ich jetzt weniger entspannen ;)

„*schmunzel* ein Krankenhaus hat zwar viele Betten, aber nicht dafür. Außerdem bist du durch die Sorge um deine Mum abgelenkt.“

„Bin gespannt, was beim MRT rauskommt.“

„*drück*“

„Ich drück mich ganz lieb an dich.“

„*halte dich*“

„Oh jaaaaaaaaaaa.“

„Ich bin dein Rückhalt.“

„Ich weiß.“

„Und der bleibe ich, was auch immer passiert, Yvonne!“

„Bin happy! Wenn ich einen Schweif hätte…“

„Auch wenn du die Transformation in einen Hund nicht ganz schaffst… Wir sind alle nicht perfekt!“

„Ich schaffe es!“

„*dir zärtlich durch dein Haar streich und mit dem Finger an deiner Wirbelsäule entlang fahr*“

„Buckel mach, wegen kribbel…“

„Dir ’nen zarten Kuss auf die Nasenspitze setz…“

„Du bist wundervoll.“

„Schön, dass du wieder positiv gestimmt bist!“

„Das bin ich immer! Wirst merken.“

„Ich freue mich darauf!“

„Ich habe schon viele genervt mit meinem ständigen positiven Denken.“

„Oh, waren das Pessimisten?“

„Sind doch heute die Meisten!“

„Man sollte dem Leben immer etwas Positives abgewinnen!“

„Mein Reden – äh, wuffen…“

„Auch wieder etwas Gemeinsames…“

„Da wird es noch viel mehr geben! Um 16Uhr will der Doc mit mir reden “

„SCHÖNER ALS EIN TRAUM
Meine Hand auf deiner Brust,
Der Blick auf schlafenden Augen,
Träumend noch von nächtlicher Lust,
Kann es noch gar nicht glauben…“

„Mmmmmh“

Nach zwei Stunden Pause kam ihre SMS herein: „Meine Mum hat eine Enzephalitis “

„Das heißt?“

„Es ist eine, durch einen Herpesvirus entstandene Gehirnentzündung.“

„Uh, das mag vielleicht Intensivstation bedeuten bis das Virus tot ist…“

„Sie bekommt Infusion rund um die Uhr und in 2-3 Tagen weiß man, wie viel Schaden angerichtet wurde.“

„Zwei bis drei Tage. Bleibst du solange dort? Bzw. bis deine Mum wieder gesund ist?“

„Ich werde das Ergebnis abwarten und dann nach Hause fahren. An dem Tropf hängt sie eh mindestens zwei Wochen und dann Reha.“

„Oh, das wird dann doch eine langwierige Sache. Pass gut auf dich auf – solange ich das nicht tun kann “

„Das Kurzzeitgedächtnis ist angegriffen und ich muss mich auf eine Wesensänderung einstellen.“

„Wenn du später stärker involviert bist, unterstütze ich dich – wenn du mich einbinden magst.“

„Was für ’ne Frage. Ohne dich geht gar nichts!“

„Das freut mich riesig, Yvonne!“

„Halloooooo. Ich werde meinen Weg zur Hündin gehen!!! Aber das geht nur mit dir. Ohne deine Zuneigung und Führung geht es nicht.“

„Das ist richtig, Yvonne! Ich glaube, wir haben gerade aneinander vorbei geredet. Mit ‚stärker involviert’ meinte ich eine mögliche Pflege deiner Mum.“

„Das wird sie nicht. Wenn sie später ins Krankenhaus gegangen wäre, hätte das passieren können – oder sie hätte tot sein können.“

„Ja, mit Gehirnentzündung ist nicht zu spaßen. Okay, wenn sie wieder gesund wird ist alles gut. Und du gehst mit meiner Unterstützung deinen Weg zur Hündin!
NACKT…
Deine Schenkel, deine Brüste,
meine Hand auf deiner ruhend,
deine Lippen, weiche Küsse,
nach meiner Nähe sich verzehrend.
Dein Kopf an Meiner Schulter
Fest geschmiegt, findet
Endlich den Halt im Leben.“

„…kribbel… den habe ich gefunden!“

„*ich lege meinen Arm um deine Schultern*“

„Halt mich ganz fest!“

„Ich halte dich ganz fest!“

„Mmmmmmh“

„Komm gut nach Hause :-*“

Eine halbe Stunde danach schrieb sie mir:

„So, ich bin jetzt zuhause.“

„Bei dir?“ frage ich erstaunt.

„Nee, in meinem Elternhaus. Ich schlafe hier, solange Mum im Krankenhaus ist.“

„Okay, Yvonne.
BLEIB IMMER DU
Wenn Menschen versuchen,
dir Steine in den Weg zu legen,
dann räume sie einfach aus dem Weg.
Denn es wird immer Menschen geben,
die versuchen, dir den Weg zu erschweren.
Wenn Menschen versuchen,
mit deinen Gefühlen zu spielen,
lasse sie nicht gewinnen,
denn sie verletzen sich nur selber
an ihrem eigenen Spiel.
Wenn Menschen über dich urteilen,
dann verzeihe ihnen,
denn sie kennen dich nicht.
Verliere nie den Glauben an dich,
denn es gibt Menschen,
die ihn mit dir teilen!“

„Das ist nicht so einfach!“

„Das ist richtig, aber auch hier kann dir ein Partner/Herr helfen, so er denn will! Zu zweit ist vieles möglich.“

„Mit dir wird alles möglich sein.“

„Das wird es! Dafür stehe ich ein!“

„Du strahlst sehr viel Sicherheit und Souveränität aus. Und eine sehr angenehme Dominanz.“

„Dominanz ist für mich das, was du schreibst: Souverän sein, Sicherheit vermitteln, Geborgenheit geben… Nicht aber jemanden unterdrücken, ihn quälen, weil das ihm und ihr einen Abgang verschafft.
Macht bedeutet für mich Verantwortung, nicht jemanden zu meinem Spielzeug degradieren. Du bist ein fühlendes Wesen und kein Ding!“

„Und genau diese/deine Dominanz habe ich gesucht. Sie gibt mir das Gefühl mich anzulehnen, angekommen zu sein und sie ist sexuell unglaublich anziehend.“

„Das ist wunderbar zu lesen – und noch viel schöner aus deinem Mund zu hören!“

„Ich werde es in die Ohren meines Herrn hauchen, wenn ich auf den Hinterbeinen stehen darf.“

„Das wirst du dürfen, Yvonne! ;)

„Ist es unangebracht zu schreiben, dass du mich total verrückt machst?“

„Ist es nicht, denn du sollst ja geradezu deine Gefühle artikulieren!“

„Wenn ich die jetzt artikuliere, dann bist du geschockt…“

„*lächel* warum denkst du?“

„Sie sind chaotisch, anzüglich, ‚tierisch’ usw.“

„Du sollst zuerst die westliche Kultur, die Moralvorstellungen hinter dir lassen. Sei gefühlsbetont, sei animalisch!!
Hunde haben eine eigene Kultur, soziale Verhaltensweisen. Sie leben im Jetzt! Vergangenheit und Zukunft ist Hunden unwichtig. Sie leben den Augenblick voll aus. Dabei halten sie mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg, beschwichtigen aber Artgenossen, wollen nicht zum Äußersten gehen.“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:49

„Herr, du bist der erste Mann, der es schafft, mich mit Worten so sehr sexuell zu reizen, dass ich total kirre werde. Amy wird etwas brauchen sich komplett fallen zu lassen und dem Animalischen die Oberhand zu geben. Aber das kommt mit jedem Tag mehr.“

„Dass du Zeit brauchst, weiß ich, und die bekommst du auch von mir!“

„Ich schau morgen erstmal ins Krankenhaus. Ich muss erstmal schauen, was sie noch braucht.“

„Okay, schau nur. Deine Mum geht jetzt vor!“

„Wenn es ihr gut geht, werde ich mittags zurückfahren.“

„Okay, wie lange fährst du?“

„Gestern waren es über zwei Stunden.“

„Ich mag dich sehr, Liebes :-*“

„Ich dich auch, mein Herr. Ich werde jetzt mal schlafen, hier ist es himmlisch ruhig. Schlaf schön und träume süß :-*“

„Schlaf du auch traumhaft!
Der Mond am Himmel scheint nur für dich.
Er sagt zu dir: ich mag dich sehr!
Er hat eine Botschaft
Und flüstert dir zu:
Schlaf gut, mein Doggie
Und träum von mir!“

Keine Antwort mehr. Am nächsten Morgen sandte ich ihr:

„Wochenend und Sonnenschein
und mit dir im Wald allein,
Wochenend und Sonnenschein.
Kein Auto, keine Chausee
Und mit dir auf einsamer Höh’ 
Guten Morgen, Yvonne“

Anderthalb Stunden danach schrieb sie mir ihren Guten-Morgen-Gruß:

„Guten Morgen, du Sonnenschein “

„ hi, Yvonne, wie geht es dir jetzt?“

„Gut geht es mir. Es war eine wunderbare Nacht! Ich fahre gleich ins Krankenhaus.“

„*dir gedanklich die Hand halte*“

„:-*“

„*meinen Arm um deine Schulter lege*“

Nach einer Stunde Pause schrieb sie:

„Mum hat einige Gedächtnislücken  Der Doc hat mich darum gebeten, mich viel mit ihr zu unterhalten, weil ich vielleicht am besten erkenne, wie weit es fortgeschritten ist.“

„Tu das, Yvonne. Wie lange bleibst du dann bei ihr heute?“

„Ich schau erstmal, wie es heute ist. Sie schläft auch viel. Ich mache mir Sorgen.“

„Das glaube ich dir! Die Situation ist nicht einfach, aber ich stehe dir bei. Du bist nicht allein!“

„Ich weiß :-*“

„*drücke dich zart an mich und gebe dir ’nen Kuss*“

„Mmmmmmh“

„:-*“

Nach einer längeren Pause von etwa zwei Stunden fragte ich nach:

„Yvonne, was tut sich bei dir?
*dich bei mir anlehnen lass*“

„Ist echt nicht schön grad. Ein bisschen wie dement sprechend “

„Ich sagte ja, ich stehe dir im realen Leben zur Seite, wenn du mich brauchst!
Fährst du heute noch nach Salzgitter zurück?“

„Heute nicht mehr.“

„Okay, wie lange dürfen Besucher tagsüber im Krankenhaus bleiben?“

„Bis 22Uhr.“

„Und solange bleibst du sicher auch bei deiner Mum… Ich bin in Gedanken bei dir!
Wenn du meine Stimme brauchst, kannst du mich gerne zwischendurch anrufen!“

„Du bist wundervoll.“

„Ich bin so, wie ich bin, Yvonne…“

„Eben.“

„In unserem Inneren ist eine Stimme,
die uns sagt, was gut für uns ist.
Wir können sie nicht mit den Ohren hören,
wohl aber mit dem Herzen.
Und du tust mir gut.“

„Du mir auch. Ich habe Mum grad von dir erzählt…“

„Und sie hat gelächelt…“

„Hat sie. Woher weißt du?“

„Ich habe überlegt. Sie möchte ihre Tochter an der Seite eines Mannes sehen, der ihr gut tut. Du hast ihr von mir erzählt, und nun ist ihre Seele ruhiger auf diesem Gebiet. Das lässt sie lächeln…“

„So in etwa ;)

„Ich bin einfühlsam “

„Ich weiß.“

„Ich fahre nicht mit der Dampfwalze über meine Mitmenschen, schon gar nicht über Menschen, die mir etwas bedeuten…“

„Ich auch nicht. Nur bei Menschen, die es verdienen.“

„Mein Lächeln erwärmt dein Gemüt,
Lässt deine Seele vor Freude springen.
Es erweckt dich aus dem Winterschlaf
Und taucht deine Welt in tausend Farben,
damit du dich immer an es erinnerst
und mein Lächeln dich auch dann berührt,
wenn ich gerade nicht bei dir bin.“

„Du bist zum Verlieben.“

Wieder entstand eine Pause von anderthalb Stunden. Also meldete ich mich wieder:

„Wie sieht es denn momentan bei dir aus? Denkst du, dass sich deine Mum mit der Zeit wieder erholt? Oder erhoffst du dir das im Moment nur?“

„Ich erhoffe es mir. Aber was vom Gehirn weg ist, bleibt auch weg “

„“Das ist wohl wahr, Yvonne. Abgestorbene Gehirnzellen erneuern sich nicht. Aber im Gehirn soll es Areale geben, die die Funktion abgestorbener Areale übernehmen können, bei entsprechendem Training.
Was denkst du? Wird sie jemanden brauchen, der in Zukunft täglich nach ihr schaut?“

„Der Doc ist sich sicher, dass sie alles alleine machen kann. Und das denke ich auch.“

„Das ist doch wunderbar für sie, Yvonne! Dann fahren wir sie eben öfter besuchen, und dann klappt das mit ihr wieder!“

„Das machen wir :-*“

;) *drück dich zärtlich* Unterdrücke deine Gefühle nie mehr! Lass sie raus. Lebe den Augenblick!“

„Das wird nicht immer gehen, wenn wir zusammen sind. Ich lerne ja, mich zurückzuhalten.“

„Deine Gefühle spontan herauslassen wird nicht immer gehen im Alltag als Zweibeiner, ich weiß!
Deine Zurückhaltung, dich zurücknehmen sollst du, indem du weder an der Leine ziehst und damit die Richtung bestimmst, noch dich in Gesellschaft in den Vordergrund drängst, sondern mir die Wortführung überlässt. Allenfalls fragst du mich, ob du etwas sagen oder fragen darfst…“

„DAS werde ich lieben!“

„Aber jetzt wird erstmal geschlafen :-*
Und dann, wie hast du dir die nächsten Tage vorgestellt?“

„Das sehe ich morgen.“

„*umarme dich*
Der Himmel ist an Sternen reich,
es scheinen alle gleich.
Doch einer – genau –
Er zwinkert mir zu!
Ich finde ihn süß,
denn der bist du!
Hab eine gute Nacht und wunderbare Träume!

„“

- -

Bevor ich am nächsten Morgen aus dem Haus musste, schieb ich ihr – wie üblich – eine Guten-Morgen-SMS:

„Bleiches Morgenrot liegt auf weiten Seen.
Gräser wiegt der Wind, während Tage gehen.
Einen hoffnungsvollen Wochenbeginn wünsche ich dir, Yvonne.“

Am späten Mittag erreichte mich ihre Antwort:

„Huhu, mein Herr, wünsche dir einen wunderschönen Tag :-*
Ich musste mir ein Ladekabel kaufen, hatte meins vergessen.“

„Wie geht es deiner Mum heute? Welche Empfindungen spürst du?“

„Es geht ihr körperlich ganz gut. Aber sie fremdelt sehr.“

„Hm, fremdeln vor der Tochter… Davon hast du gestern nichts erzählt.“

„Sie fremdelt, wenn sie das Zimmer verlässt und wieder zurückkommt.“

„Ah, Kurzzeitgedächtnis… Ihre Wohnung kennt sie aber schon länger… Sie wird sich später viel notieren müssen…“

„Das glaube ich auch.“

„Also, den Umständen entsprechend geht es ihr gut. Das ist schön zu hören!“

„Ich spreche nachher mit ’ner Nachbarin und Freundin von Mum, wegen der Zukunft.“

„Das ist wichtig! Deine Mum soll selbstbestimmt leben dürfen, aber doch regelmäßig Besuch bekommen, der nach ihr schaut.
Das war auch gestern meine Überlegung, als ich sagte, wir besuchen sie regelmäßig, wenn wir zusammen sind. Einmal im Monat oder so, das muss man sehen später.“

„Du bist super lieb :-*“

„Ich sorge mich halt, ich kümmere mich – wenn man mich lässt.“

„Das tust du, mein Herr :-*“

„DIE HÜNDIN
Mir geht es nicht darum, was eine Hündin für ihren Herrn tun muss… Es geht meiner Meinung nach darum, was sie für ihren Herrn tun DARF, um ihn glücklich zu machen.
So erkennt die Hündin, dass es ein Geschenk ist, ihrem Herr dienen zu dürfen. Sie ist KEINE sexuelle Dienstleisterin! Wenn es nur darum ginge, so gibt es genug Frauen, die dafür zu haben sind. Eine Hündin ist SO VIEL MEHR!
Ihr Herr muss ihr sehr viel Zuwendung geben, und Aufmerksamkeit schenken. Er sorgt dafür, dass es seiner Hündin gut geht, auch wenn er sie nicht offensichtlich verwöhnt. Sie ist ihm kostbar, SEINE Hündin eben. Er beschützt und behütet sie wie ein Kind, obwohl sie erwachsen ist.
Manche würden sagen, es ist eine Gnade einen liebenden Herrn zu haben. Es ist eine Gnade Ihn zu verwöhnen, zu gehorchen, in seinem Fokus sein zu dürfen.“

Anderthalb Stunden danach, als immer noch keine Antwort herein gekommen war, fragte ich nach:

„Hey Yvonne, bist du immer noch bei deiner Mum?“

„Ich fahre gleich los.“

„Okay, pass auf dich auf :-*“

„Mein Auto spinnt rum…“

„Maaann, immer was neues ;) Was hat es?“
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Re: Amy - mein Mädchen

Beitragvon SirHermann » 26. Jun 2017 10:53

„Sind lustige Lichter an. Abgasregelanlage und ESP.“

„Ein Fall für die Werkstatt – und das zu dieser Uhrzeit… Womöglich nur ein Software-Problem… Wo bist du jetzt?“

„Bin bei der Nachbarin. Er fährt ja  Werde ihn morgen mal auslesen lassen.“

„Dann ist es wohl tatsächlich ein Software-Fehler. Aber der kann auch negativ in die Technik eingreifen… Ja, lass morgen mal nachschauen.
Was empfandest du beim Lesen des Textes ‚Die Hündin’?“

„Das ist genau das, was ich empfinde. Ich hab dir ja mal geschrieben, dass ich dich glücklich machen will. Denn wenn du glücklich bist, bin ich es auch.“

„Das sehe ich auch so. Da gibt es ein Sprichwort:
Willst du glücklich sein im Leben, strebe nicht nach eigenem Glück.
Mach jemand anderen glücklich, dann kommt das Glück zu dir zurück.
Das ist auch meine Triebfeder. Es ist ein Geben und Nehmen. Jedoch: Die Regeln bestimme ich!“

„Ich möchte dir vieles geben und mich dir schenken.“

„Tu das, Liebes! Beginne bald!! 
Das es nach MEINEN Regeln geht, das hab ich mir geschworen, nachdem ich zuhause ausgezogen bin als junger Mann – mit Blick auf meine Stiefmutter…“

„Seitdem bist du dom?“

„Das hat sich dann entwickelt, Yvonne. Nicht von heut auf morgen.“

„Ich glaube, das ist in jedem drin, ob man dom oder dev ist. Es kommt irgendwann raus. Bei mir ist es raus gekommen, als ich Domina spielen wollte.“

„Das mag sein, Yvonne, dass das erst geweckt werden muss und dann zum Tragen kommt. Ich bin ja quasi vom Elternhaus auf ein Fahrgastschiff gezogen und hab dort als Matrose auch Bordwache gehen müssen, also auf die Fahrgäste achten, dass sie sich nicht selbst in Gefahr bringen. So ist man dann in die Verantwortung hinein gewachsen.
Und um die Kontrolle zu haben, dass auch dann nichts passiert, wenn man nicht daneben steht (ich kann ja nicht überall zugleich sein) habe ich Anweisungen gegeben, wie man sich an Bord verhalten muss.
Als ich dann geheiratet hatte, habe ich dieses Verhalten beibehalten. Auch vorher schon, denn vom Kennenlernen bis zur Hochzeit vergingen zwei Jahre. Sie fand das damals gut und ich hatte in meiner Ehe schnell sämtliche Fäden in der Hand.“

„Ich finde es seeeeeehr schön und ich bin auch glücklich, meine Devotheit leben zu können!“

„Das darfst du bei mir vollkommen – und nicht mit dem Risiko allein gelassen zu werden, weil der Dom sein Interesse an dir verliert, weil du an deine psychische oder physische Grenze gestoßen bist – die man NICHT weiter hinaus schieben kann.“

„DU wirst mich an diese Grenzen bringen und wir werden damit glücklich werden.“

„Richtig, Yvonne! Ich werde dich dahin bringen, aus dir eine Hündin machen, so natürlich das geht – und werde mit dem Ergebnis zufrieden sein, weil ich weiß, dass Menschen nie vollkommen perfekt sein können.
Du wirst mit diesem Wissen trotzdem versuchen Perfektion anzustreben! Und dann werden wir beide mit dem Erreichten glücklich sein!
Wann entscheidet es sich, wann du aus dem Harz wieder zurückkommst?“

„Ich denke mal, dass es sich morgen entscheidet.
Werde jetzt mal die Äuglein schließen. Schlaf schön, mein Herr, mit ganz süßen Träumen :-*“

„Okay, das hört sich gut an 
Träum du auch vom Herumtollen auf einer Wiese 
Bis morgen, Mein mädchen.“

- -

Am nächsten Morgen, zur üblichen Zeit, schrieb ich ihr:

„Kommt ein Küsschen geflogen am Morgen,
vertreibt dir Kummer und Sorgen.
Heb es auf den ganzen Tag,
denn es will dir sagen, dass ich dich mag. 
Ich wünsche dir und deiner Mum einen schönen Tag, Yvonne.“

Am Vormittag erreichte mich in Abwesenheit ihre Anwort-SMS:

„Guten Morgen, du Lieber :-* den wünsche ich dir auch!“

Als ich zuhause war, antwortete ich ihr:

„Hi Yvonne, gestern sagtest du, deine Mum fremdelt beim Zurückkommen auf ihr Zimmer. Stell dir mal die Situation vor, dass sie einkaufen geht und dann nicht wieder nachhause zurück findet… Sich verirrt… 
Das beschäftigt mich seit heute morgen.“

Keine Antwort. Fünf Stunden später fragte ich nach, ein leises Gefühl von ‚das war es wohl’ im Hinterkopf.

„Yvonne?? Wie ist die Lage bei dir?“

„Soweit gut,“ antwortete sie jetzt. „MRT ist nicht schlecht. Auto ist in der Werkstatt, ein Querbeschleunigungssensor und ein Kühlmittelsensor sind defekt.“

„Siehst, nicht die Technik, sondern die Elektronik sind defekt…
Wunderbar, dass das MRT gut ist. Was sagst du zu meiner Befürchtung?“

„Das ist es nicht, das nicht zurückfindet. Es ist eher so, dass es ‚neu’ aussieht für sie.“

„Was ‚neu’ aussieht, sieht damit ‚nicht bekannt’ aus. Deshalb meine Überlegung, dass sie ‚bekanntes’ sucht und sich dadurch verirrt.
Aber gut, wenn DU die Befürchtung nicht hast (du bist vor Ort), dann ist es für mich auch in Ordnung!“

Zweieinhalb Stunden Pause wieder… Ich schrieb ihr nun:

„Ich trage dein Herz. Ich trage es in meinem Herzen. Nie bin ich ohne es.
Du fürchtest kein Schicksal, weil Ich dein Schicksal bin, meine Hündin.
Du willst keine andere Welt, weil Ich deine Welt bin, mein Mädchen.
Hier liegt das Geheimnis der Devotion.
Das ist das Wunder des Baumes namens Leben,
der höher wächst, als unsere Seele hoffen, als unser Geist erfassen kann.
Ich trage dein Herz. Ich trage es in meinem Herzen.
Du bist heute so stumm, Yvonne. Was beschäftigt dich?“

„Ziemlich vieles. Meine Mum zum Beispiel.“

„Das glaube ich dir, dass dich deine Mum beschäftigt! Eine gewisse Grundunruhe wird sicher in dir bleiben. Und darauf gehe ich ein. Du kannst auch jetzt schon deine Gedanken mit mir teilen! Auf zwei Schultern tragen sich Sorgen leichter.“

„Ist halt ne ganz dolle Veränderung.“

„Bist du immer noch der Ansicht, dass sie mit Betreuung durch die Nachbarin allein leben kann?
Wir fahren dann regelmäßig zu ihr – und auch, wenn die Nachbarin zwischendurch mal anruft!“

„So wie es aussieht wird sie alleine zurechtkommen. Aber das wird sich im Alltag erst zeigen.“

„Das stimmt. Darum soll ja die Nachbarin ab und zu nach ihr schauen und wir halten Kontakt zu deiner Mutter! Dann kannst du immer schauen, was für deine Mutter NOCH getan werden muss in Zukunft.“

„:-*“

„*drück dich ganz dolle*“

„Mmmmmh“

„Du hast eben geschrieben, dass dich heute so vieles beschäftigt… Was geht dir denn sonst noch durch den Kopf, außer deiner Mum?“

„Ich hab im Moment das Gefühl, dass ich mehr Hunde sehe als sonst. Irre oder?“

„ es sind immer noch genauso viele Hunde, wie sonst. Nur, du veränderst dich. Dadurch fallen sie dir stärker auf. Sonst bist du wahrscheinlich gedankenlos dran vorbei gegangen – jetzt nicht mehr…“

„Nee, das sind viiiiiel mehr.“

„Wirklich? 
*dich an mich zieh und dir einen Kuss gebe*“

„Mmmmmmmmh“

Im Anbetracht der Uhrzeit schrieb ich ihr nun:

„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
ANTOINE DE SAINT EXUPÉRY

DANN SCHLAFE JETZT GUT, YVONNE, UND HAB SCHÖNE TRÄUME. BIS MORGEN.“

- -

Am nächsten Morgen zur üblichen Zeit schrieb ich ihr eine Guten-Morgen-SMS:

„Ich sing dir eine alte Melodie,
voll Gefühl und Harmonie,
Himmelblau und rosa möchte’ ich sie,
Zärtlich und voll Poesie…
Einen gefühlvollen sonnigen Tag wünsche ich dir, Yvonne
*in den Arm nehme*“

Keine Minute später kam ihre Antwort herein:

„Guten Morgen, mein Herr :-*
Sorry, ich war einfach eingeschlafen. Wünsche dir einen wunderschönen Tag.“

„Da ist mir jetzt ein Stein vom Herzen gefallen 
Den wünsche ich dir auch *drück dich an mich und streichel dich zärtlich* :-*“

Als ich nach der Arbeit nachhause kam, las ich:

„Genieße das Streicheln. Ich soll dich ganz lieb von Michelle grüßen. Sie ist bei Mum zu Besuch.“

„Wer ist Michelle?“

„Eine Freundin.“

„Ah  bestelle ihr auch einen freundschaftlichen Gruß von mir, Yvonne.“

„Ist ausgerichtet ;)
Mum hat sich sehr gefreut. Michelle bleibt bis morgen.“

„Okay, das ist schön “

„Mum hat das erste Mal gesagt, dass Michelle hübsch ist. Bisher war es für sie immer noch Michael ;)

„Oh…“

„Ja… Weißt du, als ich mit Michael/Michelle noch zusammen war, kam ich irgendwann früher nachhause und er trug Nylons.
Okay, dachte ich, er hat ein Faible dafür. Wir redeten die ganze Nacht, bis ich begriffen hatte, dass es kein Faible war. Er wollte als Frau leben.“

„Ah…“

„Ich habe mit Michelle schon über uns gesprochen.“

„Und?“ frage ich etwas konsterniert.

„Sie findet’s spannend und löchert mich immer wieder.“

„Hm… Viele Normalos würden Petplay für pervers und krank halten…“

„Das denke ich leider auch.“

„Weil die Leute es sich nicht vorstellen wollen oder können. Hinzu kommt, dass ihnen das Wort ‚Kontrollabgabe’ beinahe Todesangst macht…“

„Es gibt aber nun mal keinen Hund, der eigene Kontrolle hat. Michelle versteht mich auch nur, weil sie ja selbst einen ‚Makel’ hat, die Transsexualität.“

„Ich hab dich noch nie gefragt: Seit wann träumst du deinen Traum eigentlich schon? Schon als Kind gern als Tier verkleidet?“ bohre ich.

„Ja, aber das ist mir erst später eingefallen. So richtig erst seit zwei oder drei Jahren. Und ich war erschrocken.“

„Warum erschrocken? Der gleiche Grund, weswegen Normalos das als krank halten?“

„Erst devot, dann Petplay… Ich dachte, was kommt jetzt noch…
Stimmt, ich habe es für pervers gehalten.“

„Da kommt nichts mehr. Das wird nur absoluter,“ sage ich. „Wenn man seine Neigung unterdrückt macht das Einen auf die Dauer psychisch krank, zumindest entwickeln sich psychosomatische Krankheiten.
Lebe das Petplay, dann fühlst du dich freier! Es ist wunderbar, sich seelisch/mental von Fesseln zu befreien!“

„Genau das möchte ich ja. Ich weiß, dass das Unterdrücken krank macht.“

„Und mit mir hast du bestimmt dein entsprechendes Äquivalent, der auch besonders auf dich achtet.“

„Das hoffe ich doch sehr. Lass mich bloß nicht einschläfern, wenn ich alt werde!“
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