Giselle

Geschichten und Gedichte der Mitglieder
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Giselle

Beitragvon SirHermann » 4. Nov 2014 23:12

Einsam sitze ich am Schreibtisch in der Büroecke des großen L-förmigen Wohnzimmers. Ich fliege über den Text eines Chats auf einer Internet-Seite, die mir vor wenigen Wochen aufgefallen ist. So recht kann ich mich allerdings nicht auf die Auslassungen der anderen Chatteilnehmer konzentrieren. Meine Gedanken schweifen ständig ab.

Bevor ich mich auf die Suche nach Chatkontakten machte, ist Kessi, meine Bordercollie-Hündin, gestorben. Sie hat es auf biblische siebzehn Lebensjahre gebracht. Es war also einerseits nicht überraschend, als der Tierarzt mir sagte, dass es mit ihr zu Ende geht. Sollte sie sich weiter quälen? Schweren Herzens habe ich zugestimmt, sie einschläfern zu lassen.

Zwei Jahre davor habe ich der Scheidung zugestimmt. Ich habe es zuhause nicht mehr ausgehalten. Acht Jahre liebloses nebeneinander her leben waren irgendwann genug. Für mich ist eine Ehe eben keine Zweckgemeinschaft, sondern mehr!

Dann musste das gemeinsame Haus verkauft werden. Ich zog in ein Appartement. Von meinem Anteil kaufte ich schließlich ein billiges Grundstück an einem Waldrand. Der Besitzer des Privatwaldes verlangt dafür von mir, dass ich täglich durch den Forst streife und Bäume markiere, die gefällt werden müssen, bevor sie selbst umstürzen. Ich bin Holzbildhauer und auf meinen Wanderungen habe ich mir einige Erfahrungen darin angeeignet, da ich meine Skulpturen aus Bruchholz herstelle.

Das Geld aus dem Verkauf unseres Reihenhauses reicht zudem gerade noch zum Kauf eines Bausatzes zum Bau eines kanadischen Blockhauses. Ich bin zu einem Hersteller nach Süddeutschland gefahren und habe dort meine Vorstellungen in einem CAD-Programm Gestalt annehmen gesehen. Beim Zusammenbau später in der Halle bin ich ebenfalls dabei gewesen und dann wurden dir Stämme mit einem LKW auf meinem Grundstück angeliefert. Eine örtliche Baufirma hat mir eine Bodenplatte gegossen, so dass ich sofort mit dem Zusammensetzen beginnen kann.

Klaus, ein Freund aus Kindertagen hat sich bereit erklärt, mir in seiner Freizeit zu helfen, denn Stämme von dreißig Zentimeter Durchmesser haben doch einiges an Gewicht. Zusätzlich habe ich mir bei einem Baumarkt eine Baumaschine gemietet, die Stapler und Kran in Einem ist. Zwischen jede Lage Holz kommt eine Lage Filz zum Abdichten, da sich die Stämme anfangs etwas setzen.

Nach drei Wochenenden war der Rohbau dann fertig und nach drei Monaten, rechtzeitig vor dem Winter, bin ich schon aus meinem Appartement im mein neues Haus gezogen. In der Hausmitte habe ich mir einen Heizkamin mauern lassen. Auf dem asymmetrischen Dach, dessen Südseite flacher und daher länger ist, habe ich Sonnenkollektoren installieren lassen. Eine Brunnenbohrung versorgt mich mit frischem, sauberen Grundwasser, dass von der Sonne auf dem Dach auf etwa 20 Grad erwärmt wird. Eine kleine Haus-Windkraftanlage liefert mir Strom und eine große Batterie federt Windstillen ab. So hat das ‚Forsthaus’ nur noch einen Anschluss an das Abwasser-Netz gebraucht und den Müll muss ich an den Rand des nächsten Dorfes bringen, wenn dort Abfuhr ist.

Kessi ist während der letzten einsamen Ehejahre schon, und auch jetzt im neuen Haus, meine ganze Freude gewesen. Ich habe ihren Körper einäschern lassen und bei meinem neuen Haus begraben.

*


Wieder einmal sitze ich vor meinem Computer und schaue auf die Buchstaben, die über den Bildschirm wandern. Plötzlich meldet sich eine GIGI im Chat an und schreibt dann:

„Gebrochenes Herz sucht jemand, der es heilt.“

Neben den anderen Gesprächen, die sich nicht stören lassen, kommt nun ein MARK in den Chat und schreibt:

„Hi GIGI, wie alt und woher? Beschreib dich mal.“

„33 aus Düsseldorf,“ antwortet GIGI knapp.

„Hi GIGI,“ tippe ich nun schnell. „Nur für dich: Freundschaft ist langmütig, sie ist gütig, sie prahlt nicht, sie sucht nicht ihren Vorteil, sie erträgt vieles, glaubt vieles, hofft vieles, hält vielem stand.“

Auf dem Bildschirm lese ich kurz darauf:

„Hi, HRvKESSI. Danke für die schönen Worte. Aber manchmal sind die Freunde auch die ärgsten Feinde.“

Ich antworte ihr:

„Hast schlimme Erfahrungen gemacht? Darf ich dir meine Schulter leihen, zum Anlehnen? Ich bin m/183/82, dklblond, blaue Augen.“

Wenig später lese ich auf dem Bildschirm:

„Hi, HRvKESSI, ich bin 170/66kg, lange lockige Haare. Du bist sehr nett.“

„Magst du darüber mit mir reden? Ich öffne einen separaten Chatraum!“

Gesagt, getan. Ich schreibe den Befehl „/room DOGS CAGE“ und schicke ihn ab. Sofort bin ich, statt in der „Eingangshalle“, im Chatraum „DOGS CAGE“ und eine Minute später betritt GIGI den Raum. Nun schreibe ich den Befehl „/lock“ und wir können ungestört reden.

„Hallo, GIGI,“ schreibe ich. „Was hast du erlebt?“

„Ach, HRvKESSI, Probleme mit meinem Freund und mit meiner Katze eben… Aber sag mal, hat dein Nick und der Raumname eine besondere Beutung?“

„Ja, weißt du, meine Hündin ist vor kurzem gestorben. Sie hatte aber auch schon ein hohes Alter. Es war abzusehen. Trotzdem fehlt sie mir.“

„Verstehe ich! Ich habe meine Katze in die Tierklinik gebracht. Sie hatte gebrochen und schrie erbärmlich, wenn ich ihr über den Leib streichelte. Mein Freund sagte, ich soll mich nicht so haben und ist in die Kneipe gegangen…“

„Hm, sehr unsensibel!“

Im Verlauf des Gespräches habe ich den Eindruck bekommen, dass es ihr gut tut, sich mal alles von der Seele zu reden. Auch wenn ich für sie ein wildfremder Mann sein muss.

Sie erzählt, dass ihr Freund bevor sie sich kennen gelernt haben, noch bei Muttern gewohnt hat, und nun die meiste Zeit in der Kneipe verbringt, wenn der Hunger ihn nicht zu ihr treibt. Eine Arbeit hat er nicht. Sie selbst arbeitet als Marktverkäuferin auf einem Hotdog-Stand an sechs Tagen in der Woche auf sechs verschiedenen Wochenmärkten. Ihr Kater BOOMER ist immer für sie da gewesen, hat sie immer wieder aufgemuntert.

Ich verabrede mich mit ihr für die nächsten Tage des Abends, wenn sie wieder allein in ihrer Wohnung sitzt, um sie aufzumuntern, mental an ihrer Seite zu sein.

*


Tags darauf melde ich mich wieder im Chat an, richte den privaten Raum DOGS CAGE ein und warte. Es tut sich lange nichts. Immer wieder mal muss ich mit einer Bewegung der Maus den Bildschirm wieder einschalten. Warten ist doch sehr unbefriedigend!

Es dämmert schon, als sie sich meldet und ich den Raum verschließen kann.

„Hi HRvKESSI. Sorry, ich war noch in der Tierklinik.“

„Hallo GIGI :) , ah, und wie geht es BOOMER?“

„Überhaupt nicht gut. Mein Kleiner hatte mehrere Rippen gebrochen durch eine stumpfe Verletzung, ein Schlag möglicherweise, wie sich der Doktor ausdrückte. Eine der Rippen hat die Lunge leicht verletzt… :cry:

„Aber wie kann das denn…? :?
Katzen fallen doch immer auf die Füße, heißt es…“

„Ich habe meinen Freund zur Rede gestellt! Erst sagte er, BOOMER hätte ihn genervt, dann wollte er nichts damit zu tun haben, und dann hat er unter Schimpfen die Wohnung verlassen. Sicher trinkt er sich wieder zu – und das von meinem Geld…“

„Da hört sich gleich doch alles auf! Schmeiß den Kerl raus! Schon allein, dass er dir auf der Tasche liegt…“

„Ich habe meine Sachen gepackt und bin in ein Motel…“

„Aber wie geht es denn nun weiter, GIGI?“

" :cry: Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht! Ist mein Freund nüchtern, ist er der liebste Mensch! Du musst wissen, dass meine Eltern sich scheiden gelassen haben, als ich noch sehr jung war. Mein Erzeuger hat sich nie bei uns blicken gelassen, so weit ich zurück denken kann.“

„Hm… :( *drück dich freundschaftlich*“

„In der Pubertät geriet ich in eine Clique, wurde rebellisch und kam ins Heim, weil meine Mum nicht mehr mit mir klar kam. Nun bin ich Marktverkäuferin, weil ich nichts gelernt habe.“

„Ach Möönsch, GIGI… Du wohnst nochmal…?“

„In Düsseldorf.“

„Das liegt nicht gleich um die Ecke, hier vom Hunsrück…“

„Richtig. Du, sei mir nicht böse. Ich brauche einen freien Kopf. Ich gehe erstmal joggen und lege mich dann schlafen. Bist du morgen wieder on?“

„Aber ja, GIGI!“

„Darf ich dich etwas fragen?“

„Klar!“

„Was machst du so?“

Ich lächele in mich hinein und antworte umgehend:

„Ich bin Waldläufer.“

„Waldläufer?“

„Ja, ich gehe hier durch einen Privatforst und schaue mir die Bäume an. Diejenigen, die gefällt werden müssen, markiere ich mit einer Sprühdose. Daneben sammele ich Holz, wenn die Erntemaschine da war und die Bäume gefällt hat. Sie entfernt dann ja auch alle Äste von den Stämmen! So habe ich Scheitholz für den Kamin im Winter und Rohmaterial für meine Skulpturen.“

„Skulpturen?“

„Ja, ich schnitze nebenbei Figuren aus dem Holz. Entweder bekomme ich den Auftrag für eine spezielle Skulptur oder ich stelle in einer Galerie im Ort aus und – meist Touris – kaufen sie dort.“

„Ah, interessant!“

„Komm doch mal her und schau dir alles einmal an, GIGI!?“

„Werde ich bestimmt mal. Bis morgen dann und – Gute Nacht für nachher! :)

„Bis morgen – und schlaf später entspannt, GIGI!“

Sie geht aus dem Chat und lässt mich grübelnd zurück. Sie hat es nicht leicht im Leben – und mir fehlt jemand. Ich könnte demnächst doch einmal nach Düsseldorf fahren…

*


In den nächsten Tagen reden wir täglich miteinander. Darüber vergeht ein Wochenende und am Montag sagt sie mir in unserem privaten Chatraum:

„Ich habe heute einen Brief von der Tierklinik bekommen mit der Rechnung. BOOMER musste eingeschläfert werden. Er liegt im Kühlraum und wird erst freigegeben, wenn ich die Rechnung bezahle. Wenn ich ihn einäschern lasse und in der Urne ausgehändigt bekommen will, ist die Gesamtrechnung so hoch, dass ich sie nicht bezahlen kann… :(

„Du wohnst immer noch in dem Motel?“

„Ja, das ist ja ein Teil des Problems: Ich zahle diesen Monat zwei Mieten. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“

„Zurück in deine Wohnung möchtest du nicht?“

„Zurück zu dem Kerl, der BOOMER auf dem Gewissen hat? NIEMALS!“

„Wer hat damals den Mietvertrag unterschrieben?“

„Ich.“

„Dein Freund ist nicht Mitmieter?“

„Nein…?“

„Schreib deinem Vermieter einen Brief oder geh dort vorbei und kündige den Vertrag! Dann holst du im Laufe des folgenden Monats allmählich alles aus der Wohnung, was dir gehört und du behalten willst. Ob dein Freund dann in deinen Mietvertrag einsteigt oder auf der Straße landet, kann dir dann ja egal sein. Dann hast du erstmal nur Wohnungsausgaben für eine Wohnung.“
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Re: Giselle -2-

Beitragvon SirHermann » 5. Nov 2014 08:13

„Aber das Motel kostet doppelt so viel wie die Wohnung!“

„Das ist richtig, aber du sollst ja nicht ewig im Motel wohnen bleiben! Du schlägst damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Einmal sind deine Ausgaben ab dem nächsten Monat geringer, zum Zweiten hast du den Schmarotzer abgeschüttelt. Dann gehst du auf Wohnungssuche. Sobald du eine Neue hast, ziehst du aus dem Motel aus und normalisierst dadurch deine Wohnungsausgaben.“

„Ja, und die Klinikrechnung?“

„Die begleichst du dann! Frag dafür ruhig den Tierarzt, ob du die Rechnung nicht in drei oder vier Raten zahlen kannst.“

„Das liest sich alles so einfach…“

„Gib mir – wenn du magst – die Adresse von dem Motel und frage dort, ob noch ein Zimmer frei ist. Ich miete mich dann für eine Woche bei dir ein und begleite dich zur Bank, und wo immer du hin musst. Ich helfe dir bei der Formulierung der Briefe, und dann wirst du sehen: In ein paar Monaten läuft dein Leben wieder in der Spur.“

„Du und ich im gleichen Motel…“

„Keine Angst, GIGI. Es passiert nichts, was du nicht willst! Ich dränge dich zu nichts! Wir gehen miteinander nur wie Freunde um, was wir ja auch sind!?“

„Da hast du Recht, HRvKESSI. Wie heißt du eigentlich wirklich?“

„Ich bin Peter.“

„Und ich bin Giselle.“

„Ah, okay, Giselle :) schöner Name!“

„Gigi gefällt mir besser! Es ist schon wieder spät! Ich geh wie jeden Abend noch etwas Joggen.“

„Okay, Gigi, dann bis Morgen. Träume was Schönes!“

„Du auch! Bis morgen :)

*


Am nächsten Tag sagt sie zu mir im Chat:

„Ich habe mich erkundigt. Das Motel hat noch mehrere freie Zimmer.“

„Und? Hast du eins festgemacht für mich?“

„Die Frau sagt, du könntest einfach kommen. Im Moment besteht kein Engpass…“

„Okay, dann komme ich morgen.“

Wir reden noch über dies und das, dann verabschiedet sie sich wieder zum Joggen. Tags darauf packe ich einige Sachen zusammen und fahre die knapp 300 Kilometer nach Düsseldorf. An der angegebenen Adresse finde ich das Haus und zahle für eine Woche im Voraus. Danach beziehe ich mein Zimmer und warte im Eingangsbereich, wie ich es mit Gigi vereinbart habe.

Am späten Nachmittag kommt eine schlanke junge Frau in das Haus und lässt prüfend den Blick über die drei Sitzgruppen gleiten. Ich stehe auf und gehe auf sie zu. Sie hat braune schulterlange Haare und lustige braune Augen. Sie anlächelnd, stelle ich mich vor:

„Hallo, ich bin Peter. Du musst Gigi sein!?“

Sie nimmt die dargebotene Hand und sagt, ebenfalls lächelnd:

„Hallo Peter! Ja, die bin ich.“

„Hast du schon etwas gegessen?“

„Nur einen Hotdog heute Mittag. Ich esse nicht viel.“

„Kennst du ein Restaurant hier in der Nähe, wo wir uns unterhalten können?“

„Ja, das Schnellrestaurant an der Ecke. Da gehe ich auch hin und wieder hin.“

„Also dann…“

Ich lasse mich von Gigi führen, dann bestellen wir, ich zahle und wir setzen uns mit unseren Tabletts an einen freien Tisch.

Während des Essens führen wir ein wenig Smalltalk. Ich erzähle ein wenig aus meinem Leben, da sie mich danach fragt. Später soll ich mich an einen der Tische im Eingangsbereich des Motels setzen, während sie die Briefe und Dokumente oben aus ihrem Zimmer holt. Ich schaue mir alles an und mache mir Notizen für die Gespräche, die ich mit Gigi bei der Bank, dem Tierarzt und ihrem Vermieter führen will. Dann verabrede ich mich mit ihr für den nächsten Nachmittag, um gemeinsam zu ihrem Vermieter zu fahren.

Am Nachmittag des nächsten Tages halte ich ihr vom Fahrersitz meines Wagens die Beifahrertür auf. Sie steigt ein, schnallt sich an und klammert sich unwillkürlich am Brustgurt fest, als ich losfahre.

„Ein Elektrowagen?“ fragt sie erstaunt.

„Ja, zuhause habe ich eine private Stromtankstelle, gespeist von meiner Haus-Windkraftanlage.“

„Aber das ist doch weit weg!“

„Naja, ein kleiner Motor schiebt mich schon über die Autobahn.“

„Ah.“

Wir sind bald an der angegebenen Adresse. Dort stellt Gigi mich als einen Bekannten vor und nennt ihm ihr Anliegen. Mit meiner Hilfe kommt sie mit einer Frist von vier Wochen aus dem Vertrag. Die Miete geht ja automatisch von ihrem Konto herunter. Wir verabreden für den nächsten Tag einen Besuch in ihrer Bank, dann fahren wir zurück.

Am nächsten Tag löscht Gigi ihren Dauerauftrag für die Miete und den Strom. Ein Brief zum Stromversorger kündigt auch diesen Vertrag. Dann spreche ich bei der Bank einen Kleinkredit an.

„Ihre Bekannte hat leider schon einen Überziehungskredit laufen,“ sagt die Sachbearbeiterin mit säuerlichem Gesicht. Gigi duckt sich weg.

„Frau Dietrich braucht das Geld nur kurzfristig zur Überbrückung,“ sage ich und zücke meine Mappe mit den aktuellen Kontoauszügen. „Was ist, wenn ich für sie bürge?“

Ihr Gesicht hellt sich auf und sie zieht ein Formular hervor.

Gigi sagt in diesem Moment:

„Peter, ich will dein Geld nicht! Das ist nicht richtig!“

„Gigi, ich gebe dir auch kein Geld. Ich sage der Bank nur, ich würde in dem Fall, dass du das Geld wider Erwarten nicht zurückzahlen kannst, für dich einspringen. NUR FÜR DIESEN FALL!“

Sie hatte ihren Überziehungskredit voll ausgereizt. Kein Wunder, dass die Bank sich sperrte, den Kredit für kurze Zeit zu erweitern. Nach meiner Unterschrift ging das klar. Nun konnte sie gleich das Geld für die Tierklinik und das Krematorium überweisen.

Am nächsten Tag besuche ich sie zu Feierabend an ihrem Marktstand. Nachdem sie Schluss gemacht hat, fahre ich mit ihr zum Rhein hinunter. Wir spazieren an der Rheinpromenade entlang und unterhalten uns darüber, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt. Danach führe ich sie in ein Restaurant in der Innenstadt, bevor wir wieder beim Motel ankommen.

Tags darauf begleite ich sie zur Tierklinik und warte im Auto auf sie. Nach etwa einer Viertelstunde kommt sie mit einem Karton vor der Brust wieder auf das Auto zu. Ich steige aus und öffne die Heckklappe.

„Oh, ist der Kofferraum groß,“ entfährt es ihr.

Ich lächele.

„Hier befand sich auch der Transportkäfig von KESSI, und trotzdem war noch Platz für Koffer.“

Ich nehme ihr den Karton ab, lege ihn in den Wagen und schließe die Klappe. Auf der Fahrt ins Motel frage ich GIGI:

„Weißt du schon, wo du die Urne beerdigst?“

GIGI schüttelt den Kopf und antwortet:

„Zuerst einmal steht sie in meinem Zimmer. Später bekommt sie dann einen Ehrenplatz in meiner neuen Wohnung. Wo soll ich sie sonst hier in der Großstadt unter die Erde bringen?“

„Okay,“ erwidere ich. Ein bestimmter Gedanke formt sich in meinem Kopf.

Am nächsten Morgen kaufe ich mir eine Düsseldorfer Zeitung und schaue den Anzeigenteil durch. Am Nachmittag hole ich Gigi wieder vom Markt ab und führe sie zu einem Event, von dem ich am Morgen in der Zeitung gelesen habe.

Auf dem Nachhauseweg sage ich zu ihr:

„Ich habe ja heute Morgen die Zeitung gelesen. Der Wohnungsmarkt sieht nicht gut aus, aber vielleicht hast du ja Glück in den nächsten Wochen. Ich drücke dir jedenfalls beide Daumen!“

„Dann habe ich bestimmt Glück!“ lächelt sie mich an.

„Hast du sonst noch eine Baustelle? Irgendein Problem mit einem Amt?“

„Nein, dank deiner Hilfe läuft jetzt alles wieder, wie es soll.“

„Dann könnte ich ja morgen wieder zurückfahren, Gigi. Ich schlafe diese Nacht noch hier und morgen bin ich wieder den halben Tag auf der Autobahn. Würde es dir etwas Ausmachen, wenn wir die Handynummern tauschen? Dann könnten wir uns besser unterhalten.“

„Gern,“ sagt sie lächelnd.

Im Motel tippe ich ihre Nummer in mein Handy und sende ihr eine leere SMS, so dass sie auch meine Nummer hat und abspeichern kann. Dann verabschiede ich mich von ihr. Spontan umarmt sie mich und drückt mir einen Kuss auf die Wange. Am nächsten Morgen checke ich aus und fahre in den Hunsrück zurück.

Wir texten und reden täglich abends miteinander. Nach drei Monaten fragt sie mich beiläufig:

„Du sagtest, du wohnst an einem Waldrand?“

„Ja…“

Ich bin gespannt, was jetzt kommt.

„Ich glaube, ich hätte mal einen Kurzurlaub nötig. Ich kann zurzeit keinen klaren Gedanken fassen. Eine Luftveränderung, joggen durch den Wald, das täte mir bestimmt mal gut!“

„Ich mache dir einen Vorschlag: Ich habe ein Gästezimmer. Dort kannst du ungestört schlafen. Du machst ein paar Tage frei – nicht bloß den freien Sonntag – und ich hole dich in Düsseldorf ab. Allerdings brauche ich dann wieder eine Übernachtung, während der mein Auto lädt. Das Motel, indem du wohnst, wird hoffentlich ein Zimmer frei haben. Ich bringe dich auch wieder nach Düsseldorf zurück, wann du wieder arbeiten musst!“

„Das ist nicht nötig. Ich komme mit dem Zug und du holst mich bei dir da irgendwo ab!“

„Das können wir auch machen. Fahre mit dem Intercity bis Koblenz. Den Regionalexpress Richtung Trier und Luxemburg sparen wir uns. Ich hole dich in Koblenz ab!“

Gesagt, getan. Drei Wochen später hole ich Gigi am Bahnhof in Koblenz ab und fahre mit ihr die vierzig Kilometer bis zu meinem Haus. Dort angekommen macht sie große Augen.

„Hey, das sieht ja geil aus!“

Ich schmunzele, fahre unter den Carport und lasse Gigi aussteigen. Dann hänge ich den Wagen an die Steckdose und gehe mit ihr zur Eingangstüre.

Drinnen schaut sie sich weiter um. Ich lasse sie gewähren.

„Das ist beeindruckend! Ein Haus ganz aus Baumstämmen. Man kann sich so etwas gar nicht richtig vorstellen, wenn man nicht darinnen umhergehen und das Holz anfassen kann!“

Sie umrundet den gemauerten Kamin.

„Das sind ja richtige Steine!“

„Bruchsteine, ja. Keine hergestellten Formsteine. Das ist richtig. Steine aus der Region!“ pflichte ich ihr bei.

„Das hier war Kessi?“ fragt sie und zeigt auf eine Bildergalerie.

„Ja, das war sie,“ sage ich.

„Beeindruckend!“

„Komm, ich zeige dir dein Zimmer,“ fordere ich sie auf und öffne eine Tür.

Dahinter liegt ein schmaler Gang von dem drei weitere Türen abgehen. Ich erkläre ihr:

„Geradeaus ist dein Zimmer,“ ich öffne die Tür und weise kurz noch nach rechts und links: „Links ist mein Zimmer und rechts das Bad.“

Sie stellt die Reisetasche auf ihr Bett und schaut mich an.

„Hast du Hunger?“ frage ich.
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Re: Giselle -3-

Beitragvon SirHermann » 6. Nov 2014 14:45

„Jetzt nicht. Ich muss erst das Gesehene verdauen,“ antwortet Gigi lächelnd.

Ich lächele zurück und wiegele ab:

„Es ist ein ganz normales Haus wie tausend andere – nur eben, dass es aus Baumstämmen errichtet wurde. Komm ich zeige dir die Zimmer!“

Ich führe sie nun herum, dann setzen wir uns auf die Sitzgruppe im Wohnbereich und ich zeige ihr die Umgebung auf der Google-Anwendung im Handy.

„Hast du so etwas auch in deinem Handy?“

„Ja, habe ich.“

„Okay, dann kann ja nichts schief gehen, wenn du alleine durch den Wald läufst. Du findest immer zurück. Hast du tatsächlich noch keinen Hunger? Ich koche selbst!“

„Du selbst?“

Sie schaut erstaunt.

„Aber ja, Gigi. Ich verarbeite allenfalls Halbfertigprodukte, keine Fertigprodukte! Hauptsächlich aber Rohware.“

„Hm, du machst mich neugierig!“

Sie lächelt mich offen an.

„Du hast jetzt lange Zeit gesessen im Zug und im Auto. Du kannst gerne einen Erkundungslauf machen, um die steifen Glieder wieder beweglich zu machen,“ ich grinse etwas. „In der Zwischenzeit zaubere ich etwas in der Küche. Wenn du zurück bist, essen wir.“

„Okay, aber morgen helfe ich dir in der Küche!“

„Gern, Gigi! Schau mal, geh ruhig zur Veranda raus. Ich lasse die Tür angelehnt, so kannst du jederzeit wieder hereinkommen!“

„Also gut, Peter. Bis gleich dann.“

Gigi erhebt sich mit mir und ich lasse sie hinten hinaus. Die Fensterschiebetür ziehe ich nur zu, ohne sie abzuschließen. Dann gehe ich in die Küche.

Eine halbe Stunde später sehe ich sie in den Augenwinkeln die Küche betreten. Ich streue gerade noch Zucker über die Creme in zwei Schälchen und karamellisiere ihn mit einer offenen Flamme. Dann fordere ich Gigi auf:

„Setz dich schon mal. Ich komme sofort.“

„Wo hast du das Besteck?“ fragt sie.

Ich zeige ihr die Schublade und sie nimmt das Besteck, um es auf dem Tisch zu verteilen. Dann geht sie vor und ich folge ihr nachdem ich zwei Suppenteller mit einer Erbsencremesuppe gefüllt und einen weißen Streifen mit saurer Sahne aufgebracht habe.

Wir setzen uns gegenüber und ich teile ein Brötchen. Eine Hälfte gebe ich ihr, dann wünsche ich ihr einen guten Appetit.

Sie erzählt während des Essens von der bisher ergebnislosen Wohnungssuche.

Dann sagt sie leise: „Ich fühle mich in deiner Gegenwart richtig wohl. Ich würde gern noch etwas bleiben.“

Danach schaut sie auf und meint: „Ich weiß nicht, wieso ich das gesagt habe.“

Ich räume die Teller ab und bringe Kohlrouladen mit Petersilienkartoffeln an den Tisch. Während wir den Teller des Hauptganges leeren, sage ich:

„Du musst dich nicht entschuldigen! Fühle dich ruhig wie zuhause. Denke daran: Du bist hier, um dich zu erholen, um auf andere Gedanken zu kommen!“

„Du kochst sehr gut,“ entgegnet sie mir. „Hab vielen Dank für alles. Was muss ich dafür tun?“

„Gar nichts,“ wiegele ich ab. „Keine Sorge.“

Danach bringe ich das Creme brullee an den Tisch. Ich setze ihr ein Schälchen vor und das Andere an meinen Platz. Dann nehme ich wieder Platz.

Gigi erhebt sich in diesem Moment von ihrem Platz und kommt neben mich. Ich schaue erstaunt zu ihr auf.

„Das sieht aber gut aus, darf ich mal kosten?“ fragt sie.

Ich blicke irritiert auf ihr volles Schälchen an ihrem Platz.

Sie fordert mich aber auf:

„Was ist? Wäre es dir lieber, ich säße vor dir auf dem Boden?“

Ich muss darüber schmunzeln und sage:

„Wenn du willst… Dann füttere ich dich eben.“

Sie lässt sich neben mir auf dem Boden nieder und hebt den Kopf, den Nacken auf meine Oberschenkel gelegt. Ich beginne sie löffelweise aus meinem Schälchen zu füttern. Dabei streiche ich mit der anderen Hand gedankenverloren durch ihr Haar und schließlich lehnt sie sich an mich, mit geschlossenen Augen genießend.

Ich biete ihr jetzt an, ihren Kater neben meiner Hündin zu begraben, einer Eingebung folgend.

„Dann hast du einen Grund öfter vorbei zu schauen, wenn dir die Gegend hier auch so gut gefällt!“ ergänze ich.

„Wenn ich das nächste Mal hierher komme, Peter, bringe ich ihn bestimmt mit!“

‚Oh, habe ich sie für mich, das Haus und die Landschaft begeistern können?’ frage ich mich in Gedanken.

„Ich habe überlegt,“ entgegne ich ihr. „Ich glaube, dass du physisch sehr stark bist. Psychisch/mental dagegen bist du sehr anlehnungsbedürftig, wenn nicht gar devot.“

„Devot? Was meinst du damit?“ fragt sie stirnrunzelnd zurück.

„Na, anpassungswillig, Verantwortung abgebend. Du lässt das Leben gern laufen, statt steuernd einzugreifen.“

„Hm, ich glaube nicht.“

Sie schaut mich skeptisch an. Ich bohre weiter:

„Hast du noch nie über diesen Lebensstil nachgedacht?“

„Diesen… Lebensstil??“

Sie schaut mir nun prüfend ins Gesicht. Ich schaue betont desinteressiert und zucke mit den Schultern. Springt sie jetzt auf und will nachhause gebracht werden, bzw. zurück zum Bahnhof?

Aber nein, sie bleibt sitzen und nimmt den Faden auf, den ich ihr hingeworfen habe.

„Ich glaube, ich habe schon einmal davon gehört. Aber – diesen Lebensstil, den kenne ich so gar nicht…
Ich habe vor ein paar Jahren den Film ‚Die Geschichte der O’ im Kino gesehen. Seltsamer Film! Aber ich… Naja, ich habe mir vorgestellt die O zu sein. Eine Mischung aus Vergnügen und Schmerz.“

Ich warte, bis sie geendet hat, dann sage ich:

„Auf viele hat das eine große Wirkung.“

Gigi lächelt und schaut mich offen an.

„Dann gibt es diesen Lebensstil wirklich?“

Ich antworte ihr: „In gewisser Weise gehe ich auch – alternativen Lebensstilen nach. Wenn du zum Beispiel mit mir experimentieren würdest, könnte ich dich auf ein Haustier trainieren, auf einen kleinen Hund…“

Gigi’s Mund steht offen: „Einen Hund? Du meine Güte!“

Ich lasse nicht locker: „Weißt du, wie meine Kessi. Wenn Menschen auf Haustiere trainiert werden, verändert sich ihre gesamte Wahrnehmung. Der Alltag wird unwichtig. Das Ausleben der Gefühle, sofort wenn sie in dir aufsteigen, wird dich ausfüllen. Du fühlst dich frei, befreit von gesellschaftlichem, moralischem Ballast. Frei wie ein Schmetterling, der sich aus seiner engen Puppe befreit. Denke in aller Ruhe einmal darüber nach.“

Gigi beginnt gedankenverloren mit der Tischdekoration zu spielen.

Dabei sinniert sie gedämpft: „Ein menschliches Haustier… Was für ein interessantes Konzept.“

Inzwischen ist es dunkel geworden. Ich stehe auf und räume den Tisch ab. Dann sage ich:

„Es ist schon spät. Wir sollten uns zurückziehen. Morgen ist auch noch ein Tag, GIGI.“

„Ich bin aber noch gar nicht müde!“

Ich muss breit grinsen.

„Wer mault denn da?“

Sie zieht einen Schmollmund.

„Was hast du denn für Musik im Haus?“

‚Okaayyy,’ denke ich und zeige ihr die Schubladen mit meinen CDs. Ich habe neben der Sitzlandschaft den Nachbau einer alten Musikbox stehen. Sie nimmt eine CD mit Kuschelrock und fragt:

„Wo schiebe ich die rein?“

Sie gibt mir die CD und ich schiebe sie in den Player in der Musikbox. Sie setzt sich in die Polster und ich setze mich einen halben Meter neben sie.

Nach den ersten Takten der Musik streift sie die Schuhe aus und hebt die Füße auf das Polster. Dabei kommt sie mir näher und wenige Takte später liegt ihr Kopf auf meinem Oberschenkel.

Wieder beginne ich sanft in ihren Haaren zu spielen und streiche mit der Fortdauer der Musik über ihre obenliegende Wange und Schulter. Sie genießt es mit geschlossenen Augen. Minuten später richtet sie sich auf und zieht sich ihr Top aus. Dann folgt die Hose. Nun nur noch in Slip und BH legt sie sich wieder zurück auf meinen Oberschenkel.

Ich nehme die Einladung insoweit an, dass ich mit den Fingern auf ihrer obenliegenden Körperhälfte sanft streichelnd auf Endeckungsreise gehe. Schließlich zuckt sie zusammen und lacht.

„Kitzlig?“ frage ich, ebenfalls lachend.

Sie schaut mich mit einem besonderen Blick an. So vertraut, so… verliebt…

Ich stehe auf und frage: „Magst du mit mir hinüber in MEIN Schlafzimmer kommen?“

Sie setzt sich ebenfalls auf. Ihr Blick verspricht vieles. Ich halte ihr meine Hand hin, die sie ergreift und sich daran hochzieht. Ich ziehe sie an mich und sie lässt es zu, dass ich ihr einen sanften Kuss auf die Nasenspitze setze.

Arm in Arm gehen wir ins Schlafzimmer und lassen die Türen offen stehen, damit die kuschelige Musik bis ins Schlafzimmer dringen kann. Dort setze ich mich auf das Bett und ziehe sie mit. Sie fällt auf die Matratze und dreht sich lachend auf den Rücken…

*


Am Morgen des nächsten Tages werde ich von der Sonne geweckt. Ich drehe mich zur Seite und sehe den Platz neben mir leer. Mich aufsetzend vernehme ich Besteck klappern in der Küche. Also stehe ich auf und gehe ins Bad.

Ich bin fast fertig, als die Tür aufgeht und Gigi den Kopf herein streckt.

„Ah, hier bist du. Ich habe mir erlaubt, deine Küche zu benutzen. Schlimm?“

Sie schlüpft herein und schlingt mir ihre Arme um den Hals. Ich gebe ihr einen Kuss.

„Schlimm? Nein. Das war eine wunderschöne Nacht, Gigi!“

„Das finde ich auch. Magst du frühstücken kommen?“

Ich nicke und folge ihr zum Essplatz. Wir frühstücken zusammen. Wieder füttere ich Gigi zwischendurch, indem ich ein Brötchen an der Ecke mit Belag bestreiche und sie abbeißen lasse. Dabei blinzele ich ihr schelmisch zu.

Lachend nimmt sie das Angebot an und beißt ab. Sie fragt:

„Ich habe mir das eben noch einmal durch den Kopf gehen lassen, das Experiment. Gesetzt der Fall, mir würde es Spaß machen, deine Hündin zu sein – was würde das bedeuten?“

„Das bedeutet Hingabe! Du brauchst keine Angst haben. Pflanzen und Tiere brauchen viel Pflege. Das hast du ja selbst erfahren durch BOOMER. Für die Dauer des Experiments bräuchte ich deine totale Hingabe. Eine Hündin ist stets neugierig, überall mit Augen und Nase dabei. Sie braucht die Zuwendung ihres Herrn!
Wir werden das Hauptaugenmerk auf das Training richten. Du darfst nicht vorzeitig aufgeben! Vielleicht musst du vieles tun, was du bisher noch nie gemacht hast. – Und: Du wirst nackt sein!“

Gigi antwortet mit zweifelnder Miene: „Nackt? Das macht mich nervös.“

„Kribbelig,“ antworte ich lächelnd. „Auch ich bin kein toter Stockfisch. Mir wird es ähnlich gehen.“

„Ich weiß,“ sagt sie mit einem in die Ferne gerichteten Blick.
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Re: Giselle -4-

Beitragvon SirHermann » 7. Nov 2014 18:03

„Wenn du wie meine Hündin behandelt wirst und ich meine Zeit zum Großteil damit verbringe, dich zu trainieren, dir Zuwendung zuteil werden zu lassen, mich um dich kümmere und sorge, wird dir Nacktheit unwichtig sein.“

„So wie Kessi?“

„Interessiert dich das Experiment?“

„Deine O zu sein? Deine Hündin?“

Sie lacht mich an.

„Du nimmst die Sache nicht ernst genug…“ meine ich. „Ab einem gewissen Punkt wirst du dich wie der glücklichste Mensch auf Erden fühlen. Keine Alltagssorgen mehr!“

„Okay, aber wieso nackt?“

„Tiere tragen keine Textilien…“ entgegne ich.

Sie frühstückt eine zeitlang stumm, dann schaut sie wieder auf.

„Ich habe dich sehr gern, Peter! Und ich bin auch gerne hier. Schon jetzt scheinen meine Probleme Lichtjahre entfernt zu sein! – Ach, was soll’s, ein langes Wochenende werde ich das bestimmt aushalten, und danach um eine Erfahrung reicher!“

Ich antworte ihr: „Heute machst du noch Urlaub hier, wie versprochen. Morgen bringe ich dich wieder zum Zug. Beim nächsten Kurzurlaub bringst du BOOMER mit und dann machen wir das!“

„Okay, Peter, das ist gut.“

Sie stellt ihre Tasse ab und legt das Frühstücksmesser auf ihr Brettchen. Dann schaut sie mich wieder an:

„Wie siehst du eigentlich deinen Part bei dem Experiment?“

„Überlege mal: was muss ein Mensch mitbringen, charakterlich und so, wenn er sich entschließt, ein Tier aus dem Tierheim oder vom Züchter zu sich nach Hause zu holen?“

„Naja, er muss sich das Tier leisten können in Unterhalt, Arztkosten, Versicherungen, Steuern. Dann muss er bereit sein, Zeit mit dem Tier zu verbringen, sich mit ihm zu beschäftigen.“

„Richtig, GIGI. Er übernimmt damit eine Verpflichtung. Es muss ihm Spaß machen, Pflichten zu übernehmen. Er hat damit eine große Verantwortung. Schließlich handelt es sich um ein lebendes Wesen. Er muss bereit sein, Verantwortung zu tragen – und nicht das Tier sich selbst überlassen. Er muss sich kümmern und sorgen. Das liegt nicht jedem!“

„Mein Freund zum Beispiel…“

„… ist ein Scheißkerl und Schmarotzer!“ ergänze ich den angefangenen Satz.

Sie nickt unmerklich.

„Und was ist nach deinem Verständnis mein Part?“

„Versuche mal BOOMER zu charakterisieren.“

„Hm, er hatte schon einen eigenständigen Charakter. Wenn er nicht wollte, wollte er nicht. Aber er kam regelmäßig, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen – und er kam, wenn er sah, dass ich Aufmunterung brauchte.“

„Tiere spüren so etwas. Sie haben einen sechsten Sinn, sagt man. Tiere sind ‚Gefühlsmenschen’. Du kannst deine Gefühle vor anderen Menschen verstecken, aber nicht vor Tieren. Sie können unsere nonverbale Kommunikation, die Gestik und Mimik lesen. So kommunizieren sie auch untereinander.
Wenn Hunde und Katzen sich mal in die Haare geraten, dann nur weil eine Katze kein Hündisch kann und umgekehrt, wenn sie nicht zusammen aufwachsen. Sie missverstehen dann die Situation.“

„Und wie ist das bei Hunden? Ich soll ja nicht deine Katze spielen…“

„So verschmust wie eine Katze darfst du ruhig sein, Gigi. Wärst du nur Hündin, dann dürftest du zum Beispiel nicht in mein Bett. Sex wäre tabu.“

„Sex ist sehr wichtig für mich, für ein ausgeglichenes Seelenleben!“

„Halt, Gigi. Sex kann auch instrumentalisiert werden. Sex als Selbstzweck ist nicht gut, sondern die Gefühle, die Sex mit sich bringen, sind das wichtige Element. Es muss ein starkes emotionales Band zwischen uns entstehen, das jeden von uns beiden den Anderen vermissen lässt, wenn er nicht da ist! Verwechsele beides nicht! Denk auch nicht, wenn der Sex stimmt, kommt die Liebe automatisch…“

„Das meine ich ja.“

„Überlege mal, liebt dein Freund mehr den Alkohol als dich? Holt er sich bei dir nur seine Befriedigung, oder ist da mehr dahinter?“

„Mein EX!! Anfangs dachte ich ja, er liebt mich. Aber wenn ich darüber nachdenke, liebt er nicht mich, sondern nur meinen Körper. Und das kann er sich genauso woanders holen…“

„Ein Hund liebt sein Herrchen oder Frauchen auf rein emotionaler Ebene. Sex spielt in dieser Beziehung keine Rolle. Nun wirst du aber eine menschliche Hündin sein, und da muss man eben einige Besonderheiten beachten. Du wirst deine Emotionen nicht mehr verstecken, sondern herauslassen in dem Moment, in dem du sie fühlst. Du lebst deine Emotionen in Echtzeit, im Jetzt. Vergangenheit ist für dich nur insoweit von Bedeutung, weil deine Persönlichkeit aus der Summe deiner Erfahrungen und Erlebnisse besteht. Die Zukunft hat für dich keine Bedeutung. Du lebst im und für den Augenblick.
Dabei ist die Hündin immer neugierig, überall mit der Nase und den Augen dabei. Sie ist glücklich, wenn der Herr ihr Zuwendung schenkt und will den Herrn nicht enttäuschen. Das erfordert ein hohes Maß an Vertrauen.“

„Du kannst dir nicht vorstellen, mit jemand Sex zu haben, den du nicht liebst?“

Sie schaut erwartungsvoll.

„Ich kann mir nicht vorstellen, mit jemand Sex zu haben, den ich nicht mag! Wenn das auf die gleiche Intention trifft, wird daraus schnell Liebe!
Sex zu instrumentalisieren, um damit irgendein Ziel zu erreichen, liegt mir fern! Das käme mir nie in den Sinn!“

„Du bist richtig,“ entfährt es ihr. Sofort lächelt sie verlegen.

„Wenn du magst, komm mit. Ich mache gleich meinen Rundgang,“ sage ich.

Inzwischen haben wir den Frühstückstisch abgeräumt. Ich ergänze, weil sie mich fragend anschaut:

„Ich gehe mit einer Farbsprühdose durch den Wald und markiere Bäume, die gefällt werden sollen. Danach richten sich die Waldarbeiter. So braucht der Waldbesitzer diese Tour nicht zu machen.“

„Ah.“

Ich ziehe mir festes Schuhwerk und eine Jacke in der Garderobe an. Dann gehe ich los. Gigi begleitet mich und beobachtet interessiert mein Tun.

Nach einiger Zeit schaut sie sich unruhig um, so dass ich sie fragend ansehe.

„Ich muss mal.“

„Hier findest du weit und breit kein Herzhäuschen oder so etwas ähnliches, Gigi. – Wie wäre es? Ein kleiner Test! Setz dich doch einfach dort an den Baum. Hose runter, mit einer Hand abstützen und laufen lassen…“

„Du bist nicht ganz bei Trost!“

„Warum nicht? Weil ‚man’ so etwas nicht tut? Die westliche Moral verbietet so vieles! Dein Körper signalisiert dir ‚Blase voll’, also solltest du sie leeren. Kompromisslos!“

„Wie, wenn du mit mir Gassi gehst…“

„Wie, wenn ich mit dir Gassi gehe,“ bekräftige ich ihre Aussage.

Ein letzter Rundblick noch, dann öffnet sie den Hosenbund und zieht sie sich runter. Den Slip noch, dann hockt sie sich breitbeinig hin. Ich schaue desinteressiert in die Runde. Schließlich kommt sie wieder hoch.

Nun reiche ich ihr ein Papiertaschentuch und hole einen kleinen Plastikbeutel aus der Jackentasche, für das feuchte Papier. Sie reinigt sich und schließt die Hose wieder.

„Wie war’s?“ frage ich lächelnd.

„Mir ist das Herz in die Hose gerutscht. Ich habe bestimmt den Puls eines Marathonläufers,“ übertreibt sie.

„Ach, Gigi,“ lache ich sie an. „Daran wirst du dich gewöhnen!“

Am späten Mittag sind wir wieder zurück und ich koche uns etwas. Gigi schaut mir dabei über die Schulter und macht kleinere Handreichungen. Am frühen Nachmittag haben wir schließlich Mittag gegessen.

Ich gehe hinüber zur Sitzgruppe und schiebe eine DVD in den Player. Dann starte ich das TV.

„Was ist das für ein Film?“ fragt Gigi.

„Es dreht sich da um eine junge Frau, die in San Francisco als Hündin lebt. Schau einfach mal zu und sag mir nachher, welche Eindrücke du hattest. Bedenke aber, dass das keine Anleitung für uns sein soll!“

Es dämmert schon, als der Film endet. Ich sage zu Gigi:

„Du hattest den Film ‚Die Geschichte der O’ angesprochen, und ich habe dir bestätigt, dass es diesen Lebensstil gibt. Wie er gelebt wird, kommt auf das Paar an, da es einvernehmlich bleiben muss! Dann glaube ich, es gibt Menschen, die sich Sklave nennen, ohne es innerlich anzunehmen. Sie haben Angst, die Grenze zum TPE zu überschreiten, zur ‚totalen Machtübergabe’. Der Gedanke, dass jemand die volle Kontrolle über dich hat, ist ziemlich beängstigend. Wenn du den richtigen Dom oder Owner findest, würdest du sehen, es ist gar nicht so schwer.“

„Aber dafür muss man wirklich den richtigen Halter finden, als Hündin. Und das ist wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen!“

„Richtig, aber es kommt auf die richtige Methode an, Gigi. Du hast mich im Chat kennen gelernt. Der virtuelle Kontakt reicht bei weitem nicht, den richtigen Hundehalter zu finden! Der persönliche Kontakt Aug in Aug fehlt noch. Nur wenn du bei einem solchen Treffen ‚auf dein Herz hörst’, also was dein Gefühl dir sagt, triffst du die richtige Entscheidung!“

„Ein Restrisiko bleibt trotzdem: Man kann keinem Menschen hinter die Stirn gucken. Welche Beweggründe hat der Gegenüber? Was fasziniert ihn so an der ‚Hundehaltung’? Man muss fragen, und dann doch rational entscheiden. Und wenn der Gegenüber unehrlich ist, hat man wieder die ‚Arschkarte’ gezogen…“

„Risiken findest du in allen Lebensbereichen, Gigi. Ohne Risiko ist KEIN Leben möglich!“

„Hmmm.“

„Als ich den Film THE PET das erste Mal sah, musste ich lange darüber nachdenken. Was wäre das Leben, wenn ich ein human Doggie besitzen würde. Der echte Hund - wie ein Doggie - hat keine Wünsche, außer den elementaren, wie zufrieden zu leben, Zuwendung zu erhalten. Der echte Hund - wie die Doggie - braucht sich um nichts kümmern. Die Doggie wie der echte Hund ist gehorsam und sehr gelehrig. Doggie wie der Hund will nicht bestimmen.
Manchmal haben sie Fragen in ihrem Kopf, machen sich über etwas Sorgen, aber der Owner kümmert sich darum und zerstreut die Sorgen.
Der Owner lässt sein Doggie seine Meinung äußern und es wird darüber gesprochen. Er erlaubt es, das Doggie seine Meinung äußert, um ein Problem oder eine Sorge aus ihrem Kopf oder Herz heraus zu bekommen. Wenn der Owner es nicht zuließe, könnte es zu einem Zusammenbruch der Kommunikation kommen, der die Beziehung letztendlich zerstören würde. Das beginnt damit, dass die emotionale Nähe zwischen Owner und Doggie an Tiefe verliert.“

„Und du bist so ein Owner, wie du gerade beschrieben hast?“

„Ja,“ sage ich einfach. „Zugegeben, so viele Menschen es gibt, so verschieden sind auch die Charaktere. Also sind auch die Owner grundverschieden und entsprechen nicht zwingend der Beschreibung.“

„Das stimmt. Egoismus ist heutzutage cool. Dominanz, gepaart mit Egoismus, ist besonders cool. Mich an jemand anzulehnen, bedeutete bisher vereinnahmt und ausgebeutet zu werden…“

„Deinen Ex kannst du nicht dominant nennen. Wenn er das von sich behauptete, hatte er etwas falsch verstanden, Gigi. Wir alle leben natürlich, wie wir leben wollen. Wir haben verschiedene Möglichkeiten und Bedürfnisse. Viele Devotas sind unsicher in ihrem Leben, nicht alle, aber viele. Manch eine braucht eine gewisse Konstanz und Struktur, die sie beim Owner suchen und finden. Das gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit, ihr chaotisches Leben hat ein Ende.
Sie wissen, dass sie geliebt werden, dass man sich ihrer und ihren Problemen annimmt. Im Gegenzug bekommt der Owner alles, was er will, von dem er weiß, es wird ihr nicht schaden.“

„Geben und Nehmen…“

„Ja klar! Das ist der Motor aller Beziehungen, der normalen, wie der Beziehungen mit Machtgefälle!“

Sie lehnt sich an meine Schulter und schließt die Augen. Ich mochte diesen Moment nicht stören und lasse sie gewähren. Nach einiger Zeit sagte ich mit leiser Stimme:

„Nur sehr wenige verstehen wirklich, wie tief eine Beziehung mit Machtgefälle ist. Die meisten, die unterwürfig sein wollen, verstehen nicht wie jemand freiwillig so viel geben kann, wie jemand als TPE leben und glücklich sein kann. Der Teil, als der Owner mit seiner Doggie apportieren spielte im Film eben, erregte mich sehr. Das ist grenzenloses Vertrauen! Das ist gleichzeitig Verpflichtung und Verantwortung für den Owner!!“

Nach ein paar Minuten antwortet sie: „Einen Owner zu gewinnen, der ein Freund ist, der zuhört, da ist... sanft, voller Verständnis und Interesse... statt nur herum zu kommandieren, und der sich auch einmal als Mensch zeigt, sich mir so anvertraut und zeigt, wie er ist und empfindet... das ist mein großes Glück und wird es immer mehr!“
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Re: Giselle -5-

Beitragvon SirHermann » 8. Nov 2014 15:33

Als wir vom Gespräch über den Film schließlich müde werden, ist es schon dunkel draußen. Wir verbringen noch eine himmlische Nacht miteinander und bleiben am Sonntagmorgen noch lange im Bett liegen. Ich bringe das Frühstück auf einem Tablett mit herausklappbaren Füßen ins Bett und stelle es später daneben. Dann gehen wir gemeinsam duschen und schließlich fahre ich Gigi zum Zug.

*


Ein Monat vergeht, bis sie sich wieder ein langes Wochenende frei nehmen kann. Wieder hole ich sie am Bahnhof in Koblenz ab und bringe sie zu mir. Diesmal fällt die Begrüßung am Bahnhof herzlicher aus. Sie Hat eine kleine Reisetasche in der einen und den bekannten Karton mit BOOMERS Urne in der anderen Hand.

Ich nehme ihr die Urne ab und gehe mit ihr zum Auto. Zuhause umrunde ich mein Haus zur Hälfte und erreiche den Platz an der Hauswand, wo ich schon ein kleines Loch ausgehoben habe. Das erweitere ich passend zur Größe der Urne. Gigi beugt sich nach unten und legt die Urne in das Loch. Ich sage ein paar Worte, bei denen es um die Hingabe der Katze zum Menschen geht und von seiner Pflicht für ihr Wohl zu sorgen. Dadurch entstände ein Band über den Tod hinaus.

Gigi geht aus der Hocke in sitzende Stellung zu meinen Füßen und umfasst meine Beine. Nach meinen Worten greife ich nach unten und helfe ihr aufzustehen. Ich sehe eine Träne auf ihrer Wange und streiche sie mit dem Daumen trocken.

Gigi hakt sich bei mir ein und wir gehen ins Haus. Drinnen nehme ich ein Spankästchen in die Hand, das ich vor der Abfahrt auf das Garderobenschränkchen gelegt hatte und öffne es. Gigi schaut interessiert zu.

Darinnen liegt ein silberfarbener Halsreif mit Ring und eine feine Kette mit Karabinerhaken und Lederschlaufe.

„Das ist mein Halsreif?“ fragt sie und schaut mich lächelnd an.

Ich schaue ihr offen in die Augen und lächele sie an. Dabei biege ich den Reif auseinander. Sie hebt die Haare an und macht mit gesenktem Blick den Hals frei. Jetzt lege ich ihr den Halsreif an und fixiere ihn mit einem kleinen Schräubchen, das ich mit einem dünnen Inbusschlüssel fest anziehe.

„Jetzt bin ich deine Hündin!“ stellt sie fest und fühlt nach dem Metallring. Sie macht einen langen Hals dabei und schaut in den Garderobenspiegel.

„Noch nicht ganz,“ sage ich lächelnd. „Erst musst du dich ausziehen.“

Sie beugt sich nach unten und zieht ihre Schuhe aus. Es folgen Top und Hose. Und nach kurzem Zögern auch BH und Slip. Ich lege alles in ihre Reisetasche.

Dann schaut sie mich an.

„Ein menschlicher Hund kann zweibeinig herumgehen – wenn ich das will,“ sage ich sanft. „Seine normale Gangart ist aber vierbeinig.“

Sie lässt sich auf Hände und Knien hinunter und ich öffne eine Schublade am Garderobenschränkchen. Dort nehme ich zwei Knieschoner und zwei Pfotenhandschuhe heraus und gehe nun selbst in die Hocke, um sie ihr anzulegen.

„Das ist für den Anfang, GIGI. Auf Händen und Knien bist du gehandicapt, kommst du kaum vorwärts. Aber alles andere ist ungewohnt und daher noch zu anstrengend für dich. Daher mach ruhig immer wieder eine Pause, indem du dich auf die Knie niederlässt!“

„Ah, und wie läuft ein Hund dann?“

„Komm einfach mit deinem Hintern so hoch, dass du Arme und Beine durchstreckst – so gut das eben jetzt geht mit den Knieschonern.“

Sie macht das und ich ziehe eine Augenbraue hoch.

„Spreize ruhig die Beine ab, dann stehst du sicherer – und hebe auch die Fersen vom Boden ab.“

Dann sage ich: „Und jetzt komm soweit wieder runter, bis der Rücken ungefähr waagerecht ist. Die Fersen bleiben oben! Du siehst, deine Knie sind jetzt etwa eine Fußlänge über dem Boden. Du gehst also quasi auf Fäusten und Zehen.“

Sie macht einen Schritt und lässt sich wieder auf die Knie sinken. Dabei schaut sie zweifelnd zu mir hoch.

„Ich weiß, das ist nicht einfach. Die Muskulatur muss sich daran gewöhnen, also musst du diese Gangart trainieren. – Schau mal hier…“ sage ich und nehme mein Handy.

Ich rufe Youtube auf und suche nach einem bestimmten Filmchen. Dort wird eine junge Rumänin vorgestellt, die unter Hunden aufgewachsen ist. Ich zeige ihr, wie sich die junge Frau im Video bewegt, damit Gigi sieht, dass ich nichts Unmögliches verlange.

Sie schaut sich das Video interessiert an und versucht dann bis zum Schreibtisch und wieder zurück zu mir an der Garderobe im Vierfüßlergang zu laufen. Zurück bei mir schaut sie schüchtern lächelnd zu mir hoch.

Ich beuge mich zu ihr herunter und fahre zart durch ihr Haar.

„Gutes Mädchen,“ lobe ich sie. „Gutes Mädchen.“

Dann richte ich mich wieder auf und sage:

„Eine Hündin kann eigentlich nicht sprechen. Wir sind nicht bei Doktor Doolittle. Trotzdem kann dir jetzt zu Beginn einiges auf der Seele brennen, das raus muss. Dann frag einfach, wenn wir unter vier Augen sind, ‚Darf ich etwas sagen, oder fragen’ und ich erlaube dir, kurzfristig aus deiner Rolle zu gehen! Im Normalfall sprichst du nonverbal mit mir, wie eine Hündin das so tut, durch Gestik und Mimik. – Das heißt nicht, dass du mit den Händen herum fuchteln sollst.“ Ich grinse. „Sondern dein ganzer Körper spricht und drückt deine Gefühle aus! Du reibst deine Wange an meinem Bein, streichst mir um die Beine, bringst mir etwas… Es gibt so viel, was eine Bedeutung bekommt, in dem Augenblick, in dem du es tust!“

Sie senkt den Kopf und ich gehe zur Sitzgruppe. Dorthin folgt sie mir und legt sich an meine Füße, als ich mich setze und ein Buch vom Couchtisch nehme. Diesen kleinen Test hat sie bestanden. Nun ist sie heute aber lange im Zug gesessen und etwas Bewegung tut ihr sicherlich gut. Also stehe ich nach etwa einer Viertelstunde wieder auf und gehe zur Verandatür. Ich ziehe die Schiebetür zur Seite und trete nach draußen.

Von dort schaue ich zurück. Gigi hat sich auf die Hände aufgestützt und schaut aufmerksam zu mir herüber. Also sage ich:

„GIGI, ZU MIR!“

Sie steht auf, kommt zu mir und berührt mit ihrer Flanke meinen Oberschenkel. Dabei schaut sie schüchtern lächelnd zu mir auf.

„Als Hündin, musst du sogenannte Hundetricks beherrschen lernen. Das heißt, ich bringe dir bei, auf Kommandos prompt zu reagieren. Das bedeutet, dass du mir voll vertraust und nicht vorher überlegst, ob die Ausführung des Kommandos einen Sinn macht. Zwei kennst du ja nun schon: GIGI bedeutet, ‚ich muss aufmerksam sein, ich bin gemeint.’ Und ZU MIR bedeutet ‚komm her’ und wird gebraucht, wenn ich irgendwo stehe, liege oder sitze, also in Ruhe bin. Ein ähnlich gelagertes Kommando ist BEI FUSS. Das bedeutet ebenfalls ‚komm zu mir’, wenn ich in Bewegung bin. Es beinhaltet also auch ‚Bleib an meiner Seite’.

Gigi nickt kurz und berührt mich dabei mit ihrer Wange. Ich trete nach draußen und sage: „BEI FUSS!“

Dann gehe ich nach nebenan unter das Dach des Carports. Im hinteren Teil habe ich Feuerholz gestapelt und in einer Kiste kleingeschnittene Zweige gesammelt. Einen der Zweige nehme ich heraus und zeige ihn Gigi. Dann werfe ich ihn auf die Wiese hinter dem Haus und sage: „HOL!“

Sie ist dem Flug des Holzes mit den Augen gefolgt und läuft so gut es geht dorthin. Nicht ohne unterwegs mehrfach zu pausieren, was ich aber toleriere. Insgeheim zähle ich ihre Pause und bin gespannt, ob sie bei entsprechendem Training weniger werden.

Im Zielgebiet muss Gigi kurz zwischen dem Gras und Wiesenkräutern suchen, dann bringt sie mir das Holz zurück. Ich halte meine Hand unter ihr Kinn und sage: „AUS!“

Sie schaut mich erstaunt an und behält das Holz im Mund. Also fasse ich das Holz an einem Ende. Nun lässt sie los.

Ich setze mich auf die Steinplatten der Veranda, so dass ich mich mit ihr auf Augenhöhe befinde und sage nun:

„Das Apportieren hast du spontan richtig gemacht, GIGI. Bist ein gutes Mädchen!“ Ich streichele ihr über die Wange und sie drückt sie mir fester in die Hand. „AUS,“ ergänze ich, „bedeutet, dass du das, was du im Mund trägst, fallenlassen sollst. Idealerweise in meine Hand, als ich sie dir unter das Kinn hielt.“

Sie macht ein betrübtes Gesicht, so dass ich mich genötigt sah zu beschwichtigen:

„Nicht schlimm, GIGI! Bist ein gutes Mädchen! Du lernst halt noch. Das bedeutet, du machst Fehler. Und eben aus diesen Fehlern lernst du, wenn du die entsprechende Rückmeldung bekommst.“

Sie drängt sich an mich, so dass ich das Gleichgewicht verliere und flach auf der Veranda zu liegen komme. Nun grinst sie breit und kommt über mich, legt sich auf mich und beginnt mich zu lecken.

Puh, ich kräusele die Stirn und drehe mich, dass sie von mir herunter rollt. Ich streichele ihr zart über Brust und Bauch und rappele mich hoch, dann nehme ich das Holz wieder in die Hand und werfe es wieder auf die Wiese.

„HOL!“

Wieder läuft sie los und bringt es mir zurück. Diesmal klappt es auch mit dem Kommando AUS. Nun steht sie aber vor mir und spuckt ein paar Mal. Ich gehe also ins Haus zurück und hole ihre Trinkflasche und einen Waschlappen aus dem Bad.

Gigi ist mir nach ein paar Minuten gefolgt und steht neugierig in der Tür zum Badezimmer, als ich zu ihr nach draußen gehen will. Also stelle ich ihre Flasche ab und feuchte den Waschlappen am Wasserhahn an. Damit reibe ich sanft über ihr Kinn und ihre Lippen. Sie reibt dann ihre Zunge an dem Lappen.

„Der Stock ist nicht gerade der Sauberste, wenn man ihn draußen benutzt, ich weiß. Aber dafür bin ich ja da,“ sage ich zu ihr und fahre zärtlich mit den Fingern durch ihr Haar. „Wir werden etwas anderes im Tierhandel finden, aus Gummi oder Stoff.“

Dann gehe ich, gefolgt von Gigi ins Wohnzimmer zurück. Dort nehme ein Schokochip aus einer Schale und halte ihn ihr lächelnd vor die Nase. Sie greift mit den Lippen danach und isst ihn, während sie ihre Wange an meiner Hand reibt.

„Spielerisch hast du jetzt schon ein paar Kommandos kennen gelernt. Davon kommen in nächster Zeit noch weitere, Gigi,“ sage ich.

Sie schaut mich aufmerksam an, so dass ich frage:

„Willst du auf der Stelle mit dem Training beginnen?“

Sie nickt energisch mit dem Kopf. Ich muss lachen.

„Okay, SITZ, PLATZ, ZU MIR, BEI FUSS und HOL kennst du nun. An den Feinheiten arbeiten wir noch. Probieren wir ein Neues: MACH MÄNNCHEN!“

Gigi setzt sich auf die Fersen, wie ich es ihr für das Kommando SITZ gezeigt habe. Dann richtet sie den Rumpf kerzengerade auf und schaut mich erwartungsvoll an.

Lächelnd sage ich zu ihr: „So ganz stimmt das nicht. Du weißt es noch nicht besser. Kein Beinbruch! Mach erstmal wieder SITZ!“

Sie lässt sich nach vorn fallen bis die Hände bei ausgesteckten Armen auf dem Boden aufliegen. Dabei öffnet sie die Knie, damit die Arme Platz haben. Dann erkläre ich ihr:

„So ist gut. Nun hebe deine Fäuste in Schulterhöhe, Ellenbogen am Körper. Der Rumpf kommt in die Senkrechte und das Becken hoch bis du auf deinen Fußballen stehst! Nur noch die Zehen bis zu den Ballen berühren den Boden! Gut, GIGI! Sehr gut! Und nun die Knie soweit auseinander, wie es geht. Als würdest du die Beine grätschen!“

Sie macht es und ich kommentiere lächelnd: „Naja, das üben wir noch!“

Dann gebe ich ihr als Belohnung einen weiteren Schokochip. Gigi nimmt ihn und setzt sich wieder auf ihre Fersen zurück. Sie schaut erwartungsvoll.

Ich gebe einen Seufzer von mir und beginne einen kleinen Vortag:

„Ich denke, ich beginne doch ein klassisches Hundetraining, alles andere ist Spielerei. Zu allererst bringt der Halter einem neuen Hund ein Kommando bei, dass beim Hund Aufmerksamkeit erzeugt ‚Ich bin gemeint, sonst niemand!’ Das Kommando ist die Nennung deines Namenskürzels GIGI. Das nächste, was der Hund lernt, ist SITZ.“

Danach stehe ich von der Sitzgruppe auf und umrunde den Couchtisch mit einem neuen Schokochip in der Hand.

„Komm hoch, auf alle Viere!“ sage ich und Gigi macht es, aufmerksam auf den Schokochip schauend.

Ich bewege den Schokochip vor ihr hin und her. Dabei sehe ich, dass sie mit den Augen meiner Hand folgt. Nun bewege ich die Hand mit dem Leckerli an ihrem Kopf vorbei in Richtung ihres Rückens. Sie dreht den Kopf und setzt sich dabei automatisch. Jetzt sage ich das Kommando SITZ und hebe den Zeigefinger.

Kommandos über Gestik sind da angebracht, wo meine Stimme in der allgemeinen Geräuschkulisse untergeht!

Während sie ihre Belohnung kaut, öffnet sie die Knie weiter. Das lässt mich lächeln und kommentieren:

„Gutes Mädchen!“

Ich streiche ihr sanft durch ihr Haar.

„So, danach folgt das Kommando Platz.“

Ich nehme einen neuen Schokochip aus der Schüssel und bewege ihn vor ihr nach unten, indem ich mich vorbeuge. Gigi folgt meiner Hand mit dem Mund, wobei sie ihre Ellenbogen beugt, bis sie flach auf dem Boden liegt. Jetzt stecke ich ihr den Schokochip zwischen die Lippen, sage gleichzeitig PLATZ und mache mit der flachen Hand eine Abwärtsbewegung.
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Re: Giselle -6-

Beitragvon SirHermann » 9. Nov 2014 10:26

„Damit dir nicht die Gelenke einschlafen, wenn du länger in der Stellung PLATZ verharrst, darfst du selbständig die Gliedmaßen ausstrecken, oder neben den Rumpf legen, wenn du ein Kribbeln spürst, aber nicht aufstehen!“ erkläre ich ihr.

Nach einer kurzen Pause, als sie sich zu regen beginnt, sage ich zu Gigi:

„Das nächste Kommando nun, heißt BLEIB. Wenn du also mit SITZ oder PLATZ und/oder den entsprechenden Handzeichen einen Platz eingenommen hast, zeige ich dir die offene Handfläche und sage BLEIB. Dann gehe ich weg und tue etwas. Bleibst du wirklich an deinem Platz ohne aufzustehen und herumzulaufen, dann erhältst du, wenn ich zu dir zurückkomme, wieder eine Belohnung.“

Sie nickt und senkt bestätigend, mit lächelnder Miene, den Kopf. Ich fühle, dass ich eine Erklärung hinterher schicken sollte und sage deshalb:

„Stehst du zwischendurch auf, wirst du dafür nicht bestraft. Du bist für mich ein fühlendes Wesen und dir sind vielleicht die Glieder eingeschlafen… Wenn ich also zu dir zurückkomme und du begrüßt mich stehend, dann hörst du einfach wieder das Kommando zum Hinsetzen oder Hinlegen und ich übe das Ganze noch einmal. Du wirst mich dabei schon informieren - verbal oder nonverbal - dass dir die Glieder eingeschlafen sind oder dir langweilig wurde oder was auch immer.“

Sie fragt: „Darf ich sprechen?“

„Aber ja,“ antworte ich ihr. „Jetzt zu Anfang, wenn dir noch so vieles unklar ist, wirst du öfter etwas auf dem Herzen haben. Dann immer raus damit – wenn wir unter vier Augen sind!“

„Keine Bestrafung für die Eigenmächtigkeit?“ platzt es aus ihr heraus.

Ich streiche ihr beruhigend durchs Haar.

„Warum? Du bist doch keine Marionette, die es gewagt hat, die Fäden, an denen sie hängt, zu missachten! Du bist ein fühlendes Wesen, auf dessen Gefühle ich Rücksicht nehme! Etwas anderes ist es, wenn ich mir fortgesetzt Mühe gebe und du hinter meinem Rücken ständig etwas anderes machst. In gewissem Rahmen ist das ja tolerabel, aber irgendwann muss ich mir dann schon sagen, dir fehlt es an Engagement, deine Rolle auszufüllen. – Und mich fragen, ob eine Trennung nicht angebracht wäre…“

„So schnell trennst du dich von mir? Eigeninitiative zu zeigen, ist nicht erwünscht?“

Gigi macht eine enttäuschte Miene.

„Aber ja doch, Gigi!“ rede ich weiter. „Eigeninitiative in der Rolle, beim Ausfüllen der Rolle ist sehr wohl erwünscht! Nur einen ständigen Machtkampf führen, wer von uns beiden nun das „Alphatier“ ist, dich ständig bezwingen zu müssen, das liegt mir nicht! Wenn so etwas vorkommt, zeige ich dir mein Missfallen schon! Nur eben nicht durch anbrüllen und schlagen, sondern eher nonverbal durch einen traurigen Gesichtsausdruck und indem ich dich kurze Zeit ignoriere, dir meine Zuwendung entziehe!“

„Das empfinde ich schlimmer als die Peitsche! Da würde ich lieber geschlagen werden!“

„Findest du? Dann engagiere dich als Doggie! Dann passiert das nie!“ antworte ich.

Sie brummt: „Hmm…“

Nach einigen Minuten Stille mache ich im Training weiter. Ich sage:

„Das nächste Kommando kennst du auch schon. Es ist das Heranrufen mit ZU MIR. Kommst du sofort zu mir, indem du unterbrichst was du gerade tust, erhältst du deine Belohnung. Das sollte auch funktionieren, wenn du mich nicht siehst, sondern nur hörst.“

„Gut, und was dann?“ fragt sie mich.

„Für das nächste Kommando ist es notwendig, dass du einen ruhigen Platz in der Wohnung hast - mit einer Decke, einem Kissen, einem weichen Fell oder einem entsprechend großen Hundekorb. Damit du zur Ruhe kommst, sage ich je nachdem, was zur Verfügung steht DECKE, KISSEN, FELL oder KÖRBCHEN.
Du sollst nun dorthin gehen, dich ablegen und dort bleiben. Es ist also – so gesehen – ein Kombikommando.“

Sie schaut sich um. Natürlich habe ich ihr bisher noch keinen solchen Platz eingerichtet. Das hole ich sofort nach. Ich habe noch ein altes Kissen im Schrank. Ich gehe also ins Schlafzimmer und hole es. Auf meinem Rückweg ins Wohnzimmer sehe ich, dass sie mir neugierig gefolgt ist. Ich schmunzele und sage:

„Das zuletzt geübte Kommando hieß PLATZ!“

Sie schaut mich mit großen Augen an.

„Die Kommandos danach, BLEIB, ZU MIR, KISSEN, waren keine Übungen, sondern Infos.“

Sie beugt die Ellenbogen, kommt dann aber wieder hoch als ich mit dem Kissen in der Hand an ihr vorbeigehe und streicht mir um die Beine. Im Wohnzimmer lege ich das Kissen neben den Kamin in eine Ecke und sage dann KISSEN. Sie geht dorthin und macht selbständig PLATZ darauf. Also lobe ich sie wieder:

„Gutes Mädchen, Gigi, gutes Mädchen!“

Es dämmert draußen schon. Ich schaue auf die Uhr und stoppe das Training.

„Oh,“ sage ich. „Es ist doch schon reichlich spät heute. Draußen wird es langsam dunkel. Gut, dann machen wir eben Morgen weiter.“

Ich sage nun BEI FUSS zu ihr und gehe ins Bad. Sie folgt mir an meiner Seite. Dort ziehe ich mich bis auf den Slip aus und wasche mich. Dann nehme ich ein Gästetuch, mache es unter dem Wasserhahn nass und verteile etwas flüssige Seife darauf. Damit beuge ich mich zu Gigi hinunter und massiere sie mit dem Tuch von Kopf bis Fuß. Danach wasche ich das Tuch aus, bis kein Schaum mehr entsteht und wasche ihr den Seifenschaum vom Körper. Schließlich hülle ich sie in ein Badetuch und rubbele sie zärtlich trocken.

Nun klopfe ich leicht auf den Deckel des WCs und sage AUF. Sie scheint aus einem Tagtraum zu erwachen, so schaut sie zu mir auf. Dann krabbelt sie hin und steigt mit den Vorder’pfoten’ drauf. In der Zwischenzeit habe ich ihre Zahnbürste von der Ablage genommen, unter dem Wasserhahn angefeuchtet, etwas Zahnpasta darauf getan und putze ihr nun vorsichtig die Zähne. Dann tupfe ich ihren Mund trocken und verlasse das Bad in Richtung Schlafzimmer mit einem Seitenblick auf Gigi und einem BEI FUSS.

Schnell ist sie an meiner Seite und begleitet mich auf allen Vieren. Beim Bett angekommen, drehe mich halb um, schwinge meine Beine ins Bett, rutsche weiter vom Rand weg und halte die Decke hoch. Dazu sage ich HOPP.

Gigi springt ins Bett und macht ein besorgtes Gesicht, als es knackt. Ich beruhige sie, indem ich ihren Kopf in meine Hände nehme und einen Kuss auf die Nasenspitze setze. Sie lässt sich nun in die Kissen sinken, dreht sich auf den Bauch und öffnet die Beine leicht. In ihrem Gesicht arbeitet es. Einen Moment beobachte ich sie. Sie rutscht an mich heran, auf der Suche nach Körperkontakt.

Ich nehme mir Zeit und streichele sie zart von Kopf bis Fuß. Dabei umgehe ich geschickt ihren Unterleib. Trotzdem flattert ihre Bauchdecke bei jedem Atemzug.
Unwillkürlich wandern ihre Finger zwischen ihre Beine. Doch ich halte ihre Hand fest und sage bestimmend:

„Wenn du befriedigt werden willst, wirst du warten, bis ich sie dir verschaffe, GIGI! Ab sofort ist es dir verboten, selbst Hand, bzw. PFOTE anzulegen!“

Sie macht eine verlangende Miene und dreht sich auf die Seite, um einen vollflächigen Körperkontakt zu erlangen. Sie macht dazu einen Hohlrücken und legt einen ihrer Oberschenkel über meine Hüfte, um sich daran zu reiben. Dann beginnt sie, mich wie ein Hund über Wange und Brust zu lecken. Ich lasse sie lächelnd gewähren und spüre meinen Schwanz hart werden.

Jetzt streichele ich die empfindliche Haut der Innenseiten ihrer Oberschenkel und fahre hauchzart die Linie ihrer Schamlippen entlang. Sie schließt die Augen und dreht sich leicht weg von mir, ohne den Körperschluss aufzugeben. Ihre Oberschenkel sind einladend geöffnet. Doch noch immer nehme ich die Einladung nicht an.

Ich nehme ihre Nippel zwischen meine Lippen, spüre wie steif sie sind und spiele mit meiner Zunge daran. Gleichzeitig dringt mein Finger unten ein und beginnt ein gleiches Spiel mit einem Kitzler.

Gigi liegt nun flach und passiv da, ganz ihren Gefühlen ergeben. Ihr Atem geht stoßweise. Ich lege mich zwischen ihre Schenkel und stoße in sie hinein. Dabei bäumt sie sich auf und beginnt meinem Stoßen entgegen zu wirken, ihre Unterschenkel gegen meinen Hintern gedrückt.

„Jaaa, endlich!“ ruft sie atemlos und lässt sich gehen, treibe in einen gefühlsmäßigen Strudel, der sie davon trägt.

*


Am nächsten Morgen, als Sonnenstrahlen durch die Vorhänge blinzeln, werde ich wach. Gigi liegt neben mir, den Kopf seitlich auf meinem Oberarm abgelegt und beobachtet mich. Ich ziehe sie an mich. Sie senkt die Augen und flüstert:

„Jetzt müssen wir aber schnell wieder einschlafen, Herr…“

*schmunzel* den gestrigen Abend wiederholen und den ganzen Tag im Bett verbringen? Nein, das liegt nicht in meiner Absicht. Ich lasse meine Finger über ihre obenliegenden Schulter und den Oberarm zart streichen. Dabei lächelt sie mich an. Ich frage sie:

„Wieder einschlafen? Warum?“

„Damit wir wieder so aufwachen können! – Und wieder und wieder…“

Ich lache kurz auf und setze ihr einen zärtlichen Kuss auf die Nasenspitze. Sie hebt mir ihren Mund entgegen und schon schiebe ich meine Zunge zwischen ihre Lippen. Nach ein paar Minuten, in denen es nur uns beide gibt, streiche ich ihr sanft über Hals und Schulter und beuge meinen Kopf zurück.

„Es ist ja schon halb zehn,“ bemerke ich, auf den Wecker schauend. „Ich mache uns das Frühstück!“

„Wenn der Herr das sagt…“ antwortet sie gedehnt. Sie zeigt eine enttäuschte Miene.

„Richtig, GIGI!“ bekräftige ich meine Entscheidung. „Wenn ich das sage, passiert das auch. Doch zuerst die Morgentoilette! Raus mit dir!“

Ich schiebe sie langsam aus dem Bett. Sie gibt nach und lässt sich neben dem Bett auf alle Viere gleiten. Ich gehe unter die Dusche und rufe dich ebenfalls unter das Wasser. Danach rubbele ich sie trocken. Anschließend gehe ich in die Küche. Bald darauf frühstücken wir. Gigi sitzt dabei neben mir auf dem Boden und beugt sich über ihren Napf, um die mundgerecht geschnittenen Stücke heraus zu angeln. Dann schaut sie zu mir hoch.

Ich sehe ihre Bewegung in den Augenwinkeln, schaue zu ihr hinunter und lächele. Dann reinige ich ihre Mundpartie mit einer bereitliegenden Serviette und räume die Küche auf.

Sie folgt mir, macht an der Küchentür SITZ und schaut mir zu.

Nach der Küchenarbeit nehme ich die Schokochips aus dem Kühlschrank, in den ich sie am Abend zuvor gestellt habe und gehe damit ins Wohnzimmer. Neugierig folgt Gigi mir zur Polsterecke. Dort lasse ich sie noch einmal SITZ, PLATZ und MÄNNCHEN machen. Ich sage ZU MIR und gehe kurz im Kreis mit einem BEI FUSS. Jedes Kommando begleite ich mit dem dazu gehörenden Handzeichen. Dann sage ich KISSEN und sie geht in die Zimmerecke, wo ich tags zuvor das Kissen auf den Boden gelegt habe und legt sich darauf ab.

Für jedes Kommando, das Gigi zu meiner Zufriedenheit befolgt, bekommt sie Lob von mir, je ein Schokochip und ich streichele ihr sanft über ihr Haar.

Dann sage ich: „Nun wollen wir weitermachen.“

Ich gehe ins Bad und nehme einen frischen Waschhandschuh. In der Küche finde ich zwei Gummis. Daraus forme ich einen weichen länglichen Gegenstand, den ich zu ihr ins Wohnzimmer bringe. Freudig sehe ich, dass sie immer noch auf dem Kissen liegt und lobe sie dafür. Dann zeige ich ihr den ‚Knochen’. Dazu halte ich ihn ihr unter die Nase, bewege ihn nach rechts und links und sehe, dass du den Kopf mitdrehst. Ich klopfe damit leicht unter ihr Kinn und berühre ihre Lippen. Unwillkürlich schnappt sie danach. Lächelnd lasse ich es zu, dass sie den ‚Knochen’ in den Mund nimmt.

Jetzt sage ich AUS und deute mit dem Zeigefinger auf den Boden. Überrascht lässt Gigi den Waschhandschuh fallen. Ich lobe sie und drücke ihr wieder ein Schokochip zwischen ihre Lippen.

Dann sage ich SITZ. Sie kommt erwartungsvoll blickend hoch in die SITZ-Stellung. Nun sage ich GIB PFÖTCHEN und halte ihr meine offene Hand hin. Sie lächelt und legt eine ihrer Vorder’pfoten’ in meine Hand, wofür sie wieder ein Schokochip erhält.

Sie fragt: „Darf ich etwas fragen?“

Nachdem ich ihr aufmunternd zunicke, spricht sie:

„Was ist eigentlich, wenn ich ein Kommando einmal nicht befolge?“

Ich lege meine Stirn in Falten und antworte:

„Dann bleibt das Leckerli und mein Lob aus! Stattdessen wird die Sequenz wiederholt, bis sie Erfolg zeigt. Erst dann bekommst du Leckerli und Lob.“

„Und wenn ich nicht mehr zum Mitspielen bereit bin??“

„Wer ist das Doggie, wer der Herr?“ frage ich zurück.

„Ich bin das Doggie…“

„Damit in einer Gruppe nicht jeder SEIN Süppchen kocht, sondern alles geordnet funktioniert, gibt es in jeder Gruppe einen, der den Ton angibt. Sonst entsteht Chaos und die Gruppe zerfällt! Willst du, dass die Gruppe – unsere Herr-Doggie-Beziehung – zerfällt, oder willst du die Nächte weiter genießen, möglicherweise bis eine tiefere emotionale Nähe entsteht als in manchen Vanilla-Beziehungen?“

„Du bist mein Herr! Aber was machst du, wenn ich einmal absolut keine Lust mehr habe, wenn ich womöglich etwas ausbrüte, krank werde?“

„Das Miteinander ist keine gerade Linie, sondern ein ständiges Auf und Ab, Gigi! Auf Hochgefühl folgt zeitliches Desinteresse. Darauf folgt dann wieder ein Hochgefühl, wenn man das Tal überwindet, indem man den Willen aufbringt weiterzumachen! Nur wer diese charakterliche Stärke zeigt und nicht die Brocken hinschmeißt, der zieht daraus persönlichen Gewinn. Der Alltag ist eben nicht immer nur Spaß!

Natürlich muss ich davon wissen! Ich kann keine Gedanken lesen, also musst du mir schon einen Einblick in dein Innerstes geben! Ganz besonders, wenn du dich nicht wohl fühlst! Ich bin dein Herr, dass heißt, ich kümmere mich, sorge mich um dich! Du bist mir das Wertvollste, das ich besitze – und das werde ich doch nicht leichtfertig aufs Spiel setzen! Danach wäre ich um einiges ärmer, denn du bist einzigartig! Dich gibt es nicht ein zweites Mal!“
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Re: Giselle -7-

Beitragvon SirHermann » 11. Nov 2014 12:07

„Oh, jeder andere Dom würde mich in die Wüste schicken und sich die Nächste ins Haus holen…“ bricht es aus ihr heraus.

„Ich bin ich! Ich bin anders, Gigi. Ich achte dich als Person. Du bist mir kein Spielzeug! Ich respektiere und wertschätze dich, deine Person, dein Engagement in der Sache!“

„Du bist wunderbar, einzigartig. Ich weiß nicht, wie ich meine Gefühle beschreiben soll…“ flüstert sie und drängt sich an mich.

„Geborgenheit, Sicherheit, Freiheit, das zu sein, was du fühlst?“ gebe ich ihr Begriffe vor.

„Ja, so könnte man es bestimmt nennen,“ bestätigt sie und schaut mich dabei an.

„Das gibt es aber nicht zum Nulltarif, Gigi!“ erwidere ich. „Wie in allen Beziehungen, gilt auch hier: Geben UND Nehmen im Gleichgewicht halten! Das gilt für mich genauso wie für dich!“

Gigi ist währenddessen wieder selbständig in die SITZ-Stellung gegangen. Ich nehme den ‚Knochen’ vom Boden auf und halte ihn ihr vor die Nase. Wieder schnappt sie danach, und wieder sage ich: „AUS!“

Sie lässt den zusammen gedrehten Waschhandschuh fallen und ich lächele sie an, streichele ihr mit dem Handrücken zart über die Wange und gebe ihr das Leckerlie. Dann nehme ich den ‚Knochen’ und werfe ihn in die gegenüber liegende Zimmerecke. Ich sage HOL und zeige dorthin, wo der ‚Knochen’ liegt.

Gigi läuft los, nimmt das Teil auf und bringt es mir. Jetzt steht sie vor mir mit dem Waschhandschuh im Mund und schaut zu mir auf. Ich nehme einen weiteren Schokochip und halte die freie Hand unter dein Kinn. Dann sage ich AUS. Sie lässt das Teil in meine Hand fallen und erhält dafür ihr Leckerli.

„Das ist ein ganz schön umfangreiches Lernprogramm, Herr!“ sagt sie nun.

‚Oh, sie war von Zweifeln geplagt? Das ist immer zutiefst menschlich!’ denke ich mir und sage:

„Du denkst, du hast zwar kein Problem, die Fülle der Kommandos zu lernen und mit der Zeit fast automatisch auszuführen – glaubst aber nicht, dass das ein Kommandotraining für echte Hunde sein kann, wegen der Menge der Kommandos? Denke nicht, dass Tiere weniger intelligent seien als Menschen, Gigi! Ihre Intelligenz liegt vielleicht mehr auf anderen Gebieten als bei uns, aber sie haben ein großes Gedächtnis und ein umfangreiches Repertoire sich anderen Hunden mitzuteilen. Was wir beide gerade machen ist vergleichbar dem, wenn du in der Schule Chinesisch-Unterricht nehmen würdest…
Noch etwas zum Apportieren: Draußen in der Natur sind die Wurfstrecken automatisch größer. Hier sind sie ja durch die Zimmerwände begrenzt. Draußen darfst du dich deshalb aufrichten und auf zwei Beinen dem Gegenstand hinterher laufen!“

„Oh, aber jetzt knurrt mein Magen, Herr…“

Ich muss innerlich grinsen. Es reicht ihr wohl für den Moment… Okay, noch ist nicht aller Tage Abend. Trotzdem ist nicht sie es, der das Tagesprogramm bestimmt!

Darum sage ich schmunzelnd: „Ich bin derjenige, der bestimmt, wann es esssen gibt, wann du Gassi gehst, und so weiter! Dennoch höre ich natürlich auf deine Körperreaktionen, auf deine Gefühle, aber niemals darf der Eindruck entstehen, ich würde tun, was du verlangst! Darum ist es wichtig, wenn du solches nonverbal kommunizierst! - Okay, stoppen wir hier. Ich mache uns etwas zu essen, denn auch ich verspüre Hunger.“

In die Küche bereite ich uns etwas zu und teile es auf einen flachen Teller auf für mich und einen tiefen Teller für Gigi. Ihre Portion schneide ich wie immer in mundgerechte Stücke und stelle den Teller vor sie auf den Boden. Dann essen wir und nachher reinige ich sanft ihre Mundpartie. Danach spüle ich die paar Sachen, räume auf und dann ist auch schon Zeit, dass ich sie zum Bahnhof nach Koblenz zurückbringe.

Auf der etwa dreiviertelstündigen Fahrt sagt sie unvermittelt aus ihren Gedanken heraus:

„Nie hätte ich geglaubt, dass ein Mann mich bedienen würde! Mein Freund ließ sich eher bedienen und forderte rundum SEINEN Spaß. Für alles Weitere verwies er auf meine Selbstverantwortung.“

Ich lasse noch einen Moment verstreichen, dann antworte ich ihr:

„Bevor ich die Stelle als Waldläufer bekam und mir nebenbei mit Schnitzereien ein Zubrot verdiene, war ich in der Fahrgastschifffahrt beschäftigt. Gigi, überlege mal: Du möchtest bei einer Tour auf einem Ausflugsdampfer sicher entspannen, die Uferlandschaft genießen – mit einem Wort: Es dir gut gehen lassen. Das kannst du doch nicht, wenn du dabei auf alles Mögliche selbst achten sollst?“

„Neiiiiin…?“ zog sie die Antwort lang und schaut mich vom Beifahrersitz aus an.

„Du möchtest vielmehr, dass die Besatzung die Kontrolle über alles behält und dich mit dem Gefühl, einen wunderbaren Nachmittag gehabt zu haben, wieder von Bord gehen lässt!“ rede ich weiter.

„Ja, natürlich! Schließlich habe ich dafür bezahlt und das gehört zu deren Pflichten!!“ sagt sie mit fester Stimme.

„Gut, nun versetze dich mal in die Gegenseite,“ biete ich ihr an. „Die Besatzung des Schiffes hat im Berufsalltag ein Gespür dafür entwickelt, was während einer Schiffstour mit Touristen alles schief gehen KÖNNTE und beugt vor. Sie haben (allen voran der Schiffsführer) während der kompletten Arbeitszeit, mit den unterschiedlichsten Leuten an Bord, ständig die volle Kontrolle. Dafür müssen sich die Passagiere Anweisungen fügen, die zu ihrem Wohl getroffen werden – und sie tun es im Vertrauen gern!“

„Ja, aber was hat das jetzt mit mir zu tun?“ fragt sie mich.

„Du hattest eben gesagt, dass dein Freund sich bei vielen Sachen im Alltag auf deine Selbstverantwortung verließ, statt die Dinge mal selbst in die Hand zu nehmen. Das tun übrigens viele Männer heute so. Das habe ich schon von vielen so gehört, wie jetzt von dir!“

„Schlimm ist das, wie kleine Jungs bei Muttern…“

„Ich bin anderes gewohnt, Gigi. Ich habe gelernt, meine Augen überall zu haben. Ich lasse die Ereignisse zwar laufen, solange ich keine Gefahr für dich ‚wittere’. Ich bin also kein ‚Marionettenspieler’, aber ich schreite ein, sobald ich ein Problem erkenne, um es zu ‚umschiffen’, oder wenn es durch eine Aktion/Nichtaktion von dir geschehen ist, die Folgen zu mildern.
Vor einiger Zeit, zum Beispiel, bin ich mal mit dem Bus gefahren. Eine Gruppe Frauen mit riesigen Reisekoffern stiegen ein. Sie deponierten die Koffer im Bereich der hinteren Türen und verteilten sich auf die Sitzplätze. Mein Stammplatz ist aus Gewohnheit immer an der hinteren Tür, beim Ausstieg also, bzw. Einstieg für Rollstühle und Kinderwagen. In der nächsten Kurve kippten zwei Koffer um. Ich stelle sie wieder hin. Dann passierte das wieder. Ich sicherte den Koffer. Schließlich schlidderte ein Koffer bei einem Fahrmanöver durch den halben Bus. Ich bin dann aufgestanden, habe ihn eingesammelt und mich daneben gestellt, so dass ich den ganzen Koffern mit meinen Beinen Halt geben konnte. Jetzt sag mal, was passiert wäre, wenn ich mich auf die Selbstverantwortung der Gruppe berufen und weggesehen hätte. Das wären an jeder Station dutzende Stolperfallen gewesen und die über 50jährigen Frauen wären beim Versuch, die Situation zu klären, hingesegelt und vor Beginn der eigentlichen Reise zum Teil ins Krankenhaus gekommen…“

„Was haben die Frauen gesagt?“

Ich schaue kurz von der Straße auf. War Gigi nun belustigt oder gelangweilt? Dann lache ich kurz und antworte ihr:

„Sie haben sich bedankt und wollten mich als Reisebegleitung engagieren für die nächsten zwei Wochen…“

Sie fragt lächelnd: „Hast du angenommen?“

„Ich? Ich muss arbeiten. Ich kann mir nicht einfach Hals über Kopf frei nehmen. Ich hab Pflichten!“

„Und was wolltest du mir jetzt damit sagen?

Hm, was ist nur mit ihr los im Augenblick? Ich erkläre es ihr:

„Ganz einfach: Ich hab Erfahrung. Gib die Kontrolle über dein Leben an mich ab. Übergib mir die Verantwortung für dich und du hast eine Menge Alltagssorgen weniger! Du fühlst dich freier! Frei von den Zwängen der Gesellschaft. Der Rahmen, den ich dir vorgebe, orientiert sich an deinem Wohl und daran, was wo wie in dieser Gesellschaft machbar ist. ICH zerbreche mir den Kopf dafür, den goldenen Mittelweg zu finden! DU kannst dich vertrauensvoll auf mich verlassen!“

„Ja, eben letzteres ist so schwer. Ich kenne dich noch nicht so gut. Wie soll ich da solch großes Vertrauen in dich setzen können? Andererseits ist da dieses wohlige Gefühl von Geborgenheit, sobald ich in deiner Nähe bin… Ich fühle mich zerrissen! Und das gerade jetzt, wo ich wieder auf dem Weg nach Düsseldorf bin,“ antwortet sie.

„Ich weiß, Gigi, ich weiß! Vertrauen ist eine empfindliche Pflanze. Sie braucht intensive und langzeitige Pflege. Viel zu schnell ist sie durchgebrochen. Willst du eine Doggie-Owner-Beziehung mit mir, muss ich dir Zeit geben Vertrauen zu fassen. Du musst dafür auch nicht die komplette Kontrolle an mich abgeben, sondern bei steigendem Vertrauen immer mehr. Du kannst mir auch Kontrolle über dich entziehen, wenn du Vertrauen in mich verlierst!“

„Hm…“

Nach einer längeren Zeit der Stille kommen wir am Bahnhof an und ich trage ihr die Tasche auf den Bahnsteig. Dann dauert es nicht mehr lange und der Intercity läuft ein. Zum Abschied umarmt sie mich und bettet ihren Kopf an meine Brust.

„Gigi, du musst einsteigen,“ sage ich und hebe ihr Kinn an.

Ich gebe ihr einen Kuss auf den Mund und fahre sanft mit der Zunge zwischen ihre Lippen. Zusammen steigen wir ein und drinnen löse ich mich von ihr um die Tür frei zu machen. Dann ertönt schon der Pfiff und der Zug setzt sich in Bewegung.

„Gigi??“ Als ich wieder zuhause angekommen bin, schreibe ich ihr eine SMS.

„Sorry, mein Herr. Ich bin während der Fahrt in Gedanken weit weg gewesen. Eben fahren wir in Köln ein. Bald bin ich zuhause.“

„Nicht Trübsal blasen, Gigi,“ schreibe ich zurück. „Nutze die Tage in Düsseldorf um dein Leben zu überdenken. Welches gefällt dir lieber… Dann treff’ eine Entscheidung!“

„Du bist der Herr…“

„Was meinst du? ICH soll entscheiden, was gut für dich ist? Du weißt, wie ich entscheiden würde: Ich würde sagen, regele deine Angelegenheiten und kündige deinen Job in Düsseldorf. Dann komm zu mir.“

„JAAA“

„Ich sehe das so: Sobald du real mein Doggie bist, heißt das für mich, du hast dich vertrauensvoll in meine Hände gegeben – oder anders: Du hast dich mir geschenkt! Welchen Wert hat nun ein Geschenk, das darin besteht, dass man sich selbst zum Geschenk macht?“

„Das ist völlig unterschiedlich. Einer Frau mit wenig Selbstwertgefühl ist dieses Geschenk auch nur von geringem Wert. Der Wert steigt mit dem Selbstwertgefühl, wobei sich eine Frau mit hohem Selbstwertgefühl niemals verschenken würde. Sie würde eine hohe Gegenleistung erwarten!“ schreibt sie zurück.

„Ich sage dir eins: Die devote Frau braucht einen starken Charakter, auch in emotionalen Tiefpunkten nicht die Brocken hinzuwerfen, sondern dem Herrn zu vertrauen, dass er doch alles zum Guten wendet. Etwas dafür ERWARTEN, ist die falsche Lebenseinstellung!
ABER: Der Herr – wenn er denn einer ist – wird ihr Geschenk hoch schätzen! Ja, er weiß, dass er das Wertvollste erhalten hat, was ein Mensch zum Geschenk machen kann! Und dem entsprechend wird er handeln! Das siehst du ja an meinem Verhalten dir gegenüber.“

„Ja, wenn das, was du mir da schreibst real wäre…“ sinniert sie.

„Im Alltag beweist sich, ob das Reden bestand hat! Deshalb sagte ich ja, du hast alle Zeit der Welt, Vertrauen zu mir aufzubauen! Du gibst daher die Kontrolle über dich auch nur tröpfelweise an mich ab!“

„Ich fühle mich so wohl in deiner Nähe! Ich habe gar keine Lust Fragen zu stellen, oder besser: In meinem Kopf jagen sich die Gedanken. Ich habe nicht die kleinste Chance, einen davon zu fassen zu kriegen, um ihn formulieren zu können.“

„Versuche nicht, etwas zu erzwingen, Gigi. Gefühle lassen sich nicht in ein Korsett pressen. Lasse ihnen die Zeit und den Freiraum, den sie brauchen, um konkreter zu werden!“

Schließlich hat sie Düsseldorf erreicht und ist auf dem Weg in ihr Zimmer.

*


Sechs Wochen Kündigungsfrist muss Gigi einhalten. Dann ist sie frei für mich. Ich sende ihr noch etwas Geld auf ihr Konto, damit es ausgeglichen gekündigt werden kann. Hier im Ort werde ich ein Konto für sie eröffnen, damit sie im Alter etwas hat.

Dann fahre ich zu ihr, um den Rest ihres Hausstandes in meinen Wagen zu packen. Nach einer gemeinsamen Nacht in einem Hotel, um auch die Batterie des Wagens aufzuladen, begeben wir uns auf die dreistündige Fahrt zu mir. Sie ist wieder sehr still und hängt ihren Gedanken nach. Ich lasse sie in Ruhe.

Schließlich kommen wir bei mir an. Ich parke den Wagen unter dem Carport und schließe ihn ans Stromnetz an. Dann gehen wir zusammen ins Haus.

Es ist wieder späte Mittagszeit, so dass mein erster Weg in die Küche geht, um etwas zu essen zu machen. Gigi zieht sich in der Zwischenzeit aus und hängt ihre Kleidung über ihre Koffer und Kartons, die ich erstmal im Eingangsbereich abgestellt habe. Dann kommt sie zu mir in die Küche, streicht mir um die Beine und macht am Durchgang zum Essplatz SITZ. Von dort beobachtet sie interessiert mein Tun.
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Re: Giselle -8-

Beitragvon SirHermann » 14. Nov 2014 13:04

„Du hast dir also in den vergangenen Wochen ein paar Gedanken gemacht?“ frage ich, während ich Gemüse schnippele. „Dir gefällt das Dogplay, das Umsorgt werden, die liebevolle Zuwendung, mein Kümmern um alles Wesentliche?“

„Ja, Herr. Das gefällt mir sehr. Und ich bin im Nachhinein auch so froh, dich getroffen zu haben!“

„Du zeigst einen starken Charakter, Gigi: Du WILLST mir gehören, in guten wie in schlechten Zeiten. Du willst eine innere Sehnsucht verwirklichen – dich verwirklichen!
Ich lasse dich nun sein, wie du innerlich bist, und verstärke das durch Lob und Belohnung, wenn du tust, was ich von dir verlange, was dein eigener Antrieb von dir verlangt. Dass ich dir einen starken Charakter zubillige, ist eine Aufwertung, Wertschätzung meinerseits!“

„Ja, aber ich habe nicht immer einen starken Charakter. Ich bin auch manchmal schwach und brauche dann einen gewissen Antrieb…“

„Ich weiß, dass manchmal die Motivation nachlässt. Da hilft es, dich liebevoll zu motivieren, verbal oder nonverbal, bis dahin, dir eine Auszeit zu genehmigen! Wie sagt man dazu: Ich habe ein hörendes Herz…“

„Ja, das hast du wirklich, Herr! Du bist offen für alles, was mich beschäftigt, und beweist ein Herz mit deinen entgegenkommenden Problemlösungen…“

„Die sich aber innerhalb der Grenzen bewegen, die ich vorgebe! Ich bin bei Abweichungen von der globalen Linie durchaus konsequent!“

Ich bin in der Küche inzwischen fertig und fülle mir den Teller und ihr den Napf. Dann bringe ich beides an den Essplatz und lasse Gigi zwischendurch aus ihrer Flasche trinken. Danach bringe ich alles in die Küche und fülle die Spülmaschine, die ich mir extra angeschafft habe, weil sich mein Haushalt nun ja vergrößert hat.

Anschließend gehe ich zur Sitzgruppe, rufe Gigi heran und wiederhole die Kommandos, die sie schon kennt. Nacheinander sage ich mit Unterstützung der Handzeichen SITZ, Platz, AUF, MACH MÄNNCHEN, SITZ, HOL, BEI FUSS, gehe mit ihr an meiner Seite kurz im Wohnzimmer herum und setze mich auf den Rand der Couch. Dann klopfe ich auf die breite Sitzfläche neben mir und sage HOPP.

Gigi springt vorsichtig auf die Couch, legt ihren Kopf auf meinen Oberschenkel und schaut aus dieser Position zu mir auf. Ich beuge mich vor, angele ein Schokochip aus der Schüssel auf dem Couchtisch und halte es ihr hin. Dabei streichele ich ihr über den Kopf bis in den Nacken und massiere gedankenverloren ihre Schultern. Sie genießt sichtlich meine Massage, denn sie schließt die Augen und brummt leise vor sich hin.

Darüber muss ich lächeln und angele noch ein Schokochip. Das halte ich Gigi wieder vor die Nase, nur etwas weiter weg. Sie reckt sich, um daran zu kommen. Ich bewege es aber seitlich weg. Sie dreht den Kopf und behält dabei das Leckerli im Auge. Ich bewege die Hand weiter Richtung ihres Nackens. Gigi dreht sich auf die Seite und noch weiter. Jetzt liegt sie auf dem Rücken und ich gebe dir den Schokochip, sage dabei ROLL und mache mit dem Zeigefinger der anderen Hand eine kreisförmige Bewegung in deinem Sichtbereich.

Gigi schaut lächelnd und die Schokolade kauend zu mir auf.

Ich beuge mich zu der Schüssel und nehme noch einen Schokochip. Dann wiederhole ich das Kommando. Nun liegt sie wieder auf dem Bauch. Und noch ein drittes Mal sage ich ROLL und beschreibe mit dem Zeigefinger einen Kreis. Nun dreht sie sich schon ohne Schokochip. Trotzdem bekommt sie einen von mir, als sie wieder auf dem Rücken liegt. Dann beginne ich, die Linie ihrer Schlüsselbeine mit dem Zeigefinger sanft nachzuziehen.

Gigi liegt mit dem Kopf auf meinem Oberschenkel und schaut, was ich mache. Mein Finger wandert zwischen ihren Brüsten tiefer bis kurz über dem Bauchnabel. Dann erkundet er ihre Brust. Ihre Nippel werden hart. Ich massiere erst sanft die eine, dann die andere Brust und spiele erst mit dem einen, dann mit dem anderen Nippel.

Sie macht ein Hohlkreuz und hebt ihre Arme. Ihre Fäuste in den Pfotenhandschuhen liegen nun rechts und links neben ihren Wangen. Ihre Augen schauen flehend zu mir auf. Dabei höre ich leise einen seufzenden Ton.

Ich schaue zur Uhr. Es ist früher Nachmittag. Mir kommt eine Idee. Der Schelm blitzt in meinen Augen. Ich halte ihren Kopf, stehe von der Couch auf und lege ihn sanft in die Polster.

Gigi schaut erstaunt zu mir auf. In ihren Augen steht die Frage: Was hast du vor?

Ich gehe hinüber ins Schlafzimmer und nehme einen Karton vom Hocker hinter der Schlafzimmertür. Zurück im Wohnzimmer, nehme ich ein felliges Etwas aus dem Karton und halte es hoch, so dass es sich auseinanderfaltet.

„Das müsste dir passen,“ sage ich. „Ich habe es in deiner Konfektionsgröße bestellt.“

Das Teil sieht aus wie ein Overall, oder besser: Wie ein Karnevalskostüm, denn da baumelt etwas zwischen den Hosenbeinen. Ich öffne einen langen Reißverschluss im Rücken und ziehe es Gigi an, so wie sie auf der Couch liegt. Dann sage ich ROLL und schließe den Reißverschluss, nachdem ich das Kostüm zurecht gezupft habe.

Nun sage ich AB und deute neben die Couch. Gigi krabbelt von der Couch runter und ich zupfe noch einmal an dem Fellkostüm herum. Dann bin ich zufrieden und greife wieder in den Karton.

Gigi bewegt sich etwas in dem für sie ungewohnten Kleidungsstück. Sie bewegt ihren Po hin und her und schaut nach hinten, wie der buschige Schweif wackelt. Dann schaut sie zu mir, neugierig was ich noch in dem Karton habe.

Ich ziehe als nächstes ein paar Spezialschuhe aus dem Karton, die ihren Fuß stützen sollen. Darin geht Gigi genauso, wie jetzt barfuss: Nur die Zehen berühren den Boden bis zum Fußballen. Darunter eine kurze Sohle. Der Fußrücken liegt in einem Stützbett mit Sohle und die Schnürung erfolgt oberhalb des Knöchels. Schließlich bekommt sie noch ein neues Halsband und zum Schluss nehme ich eine schmale Windhundmaske aus dem Karton. Die Maske hat Druckknöpfe, mit denen sie am neuen Halsband befestigt werden kann.

Gigi fragt kleinlaut:

„Darf ich sprechen?“

Ich nicke ihr aufmunternd zu und sie beginnt:

„Ich bin sprachlos, Herr! Was hast du mit mir vor? Soll ich nicht mehr nackt sein in deiner Nähe?“

„Aber ja doch, Gigi. Ich wollte mit dir einen Spaziergang unternehmen. Komm, gehen wir!“

Ich gehe zur Haustür. Gigi folgt mir. Ich öffne und halte sie ihr auf, so dass sie unter meinem ausgestreckten Arm hindurch schlüpfen kann. Dann schließe ich ab und wende mich mit einem BEI FUSS zum Gehen.

Wir spazieren gemütlich über die Waldwege. Gigi geht brav neben mir her und schaut immer wieder mal zu mir hoch. Da kommt uns ein älteres Ehepaar entgegen. Der Mann macht große Augen. Dann grinst er von Ohr zu Ohr. Auch die Frau ist baff erstaunt, sagt aber zuerst nichts. Im Vorbeigehen höre ich nur, dass sie zu ihrem Mann sagt:

„Nun sag’ doch mal etwas, Egon…“

Ihr Mann dreht sich daraufhin um und sagt zu mir:

„Hallo, guten Tag. Schönes Wetter heute.“

Auch ich wende mich um, grinse und sage:

„Ja, wirklich wunderbar.“

„Und einen schönen Hund haben Sie!“ spricht er weiter.

„Oh ja, ein European!“ erkläre ich freundlich, was etwas stirnrunzeln erzeugt.

Zu Gigi sage ich: „GIB PFÖTCHEN!“

Sie wackelt mit der Rute beim Vorbeigehen. Ich hätte viel darum gegeben, jetzt ihren Gesichtsausdruck zu sehen, was wegen der Hundemaske leider nicht möglich ist, aber das Gesicht der älteren Frau spricht Bände. Sie macht einen Schritt rückwärts und eine Abwehrbewegung, als Gigi auf die Beiden zugeht. Ihr Mann macht das Spiel dagegen amüsiert mit.

Gigi legt dem Mann ihre Faust in die Hand und schaut an ihm hoch. Seine Frau ruft nun vorwurfsvoll aus:

„Egon!“

Ich mache dem Ganzen ein Ende, indem ich mich höflich von den Beiden verabschiede und wir gehen weiter. Ich muss unterdrückt lachen.

„Das sind ‚Vanillas’, an denen ist die Zeit vorbei gegangen…“ sage ich leise zu Gigi.

Da kommt uns eine junge Joggerin entgegen, sieht uns und stolpert über einen Baumstamm. Ich eile hin, helfe ihr auf und nehme ein Pflaster aus der Erste-Hilfe-Box für Hunde an meinem Gürtel. Kurz danach habe ich sie verarztet und frage sie, ob ich sie zu ihrem Auto bringen soll. Sie lehnt ab. Man sieht ihr an, wie konfus sie in der Situation ist.

Als sie sich entfernt hat, sage ich zu Gigi:

„Komm, wir gehen zurück, damit wir nicht noch mehr anstellen.“

Zuhause ziehe ich ihr Maske und Ganzkörperkostüm aus. Anschließend mache ich uns etwas zu Essen. Gigis Portion kommt wie üblich in ihren Napf. Ihre Trinkflasche mit Limo halte ich ebenfalls für sie bereit.

Nach dem Essen gehe ich hinüber zur Sitzgruppe, setze mich und schaue im Programm. Gigi ist mir gefolgt und selbständig auf die Couch neben mich geklettert. Sie legt ihren Kopf auf meinen Oberschenkel und wirkt ganz entspannt. Ich schalte den Film ‚PS. Ich liebe Dich’ von Cecilia Ahern ein. Während der Film läuft, kraule und streichele ich sie überall. Sie schmiegt sich an mich. Ich spüre, dass ihre Nippel hart abstehen und sie leicht feucht zwischen den Beinen ist.

Also lasse ich den Film einfach laufen, wende den Blick und schaue aus dem Fenster. Es beginnt schon zu dämmern. Ich stehe auf, gehe ich ins Schlafzimmer und ziehe mich aus. Gigi bleibt auf der Couch liegen, auf den Rücken gedreht, alle Viere nach oben, wie ich sehe, als ich um die Ecke zur Sitzgruppe schaue.

‚Oh,’ denke ich und schmunzele. ‚Wo bleibt die Eigeninitiative jetzt? Keine Neugier, was ich im Schlafzimmer treibe?’

Ich rufe ZU MIR und gehe wieder ans Bett zurück.

Gigi dreht sich und springt von der Couch. Sie läuft an mir vorbei und kriecht unter die Decke. Ich lege mich neben sie. Sofort kriecht sie auf mich und beginnt, mich an der Brust zu lecken. Mit schelmisch blitzenden Augen schaut sie dabei zu mir hoch. Ich lasse sie kurz gewähren. Dann drehe ich mich zur Seite, so dass sie von mir herunter rutscht. Sie schaut mich erstaunt an, aber sofort beginne ich sie zu streicheln und ihre Brust und Nippel zu massieren.

Sie krümmt sich, um meinen Penis mit dem Mund zu erreichen. Ich hocke mich auf die Matratze, nehme Gigi an der Hüfte und ziehe sie hinten hoch. Mit meinen Fingern massiere ich nun die Lippen zwischen ihren weit gespreizten Beinen energisch.

Sie stöhnt auf und ich stoße in sie hinein. Ich beginne sie mit langsamen Stößen zu nehmen. Allmählich wird mein Rhythmus schneller.

Auf einmal stöhnt sie auf und wirft den Kopf nach rechts und links. Sie macht ein Hohlkreuz und drückt sich an meine Brust. Ich halte sie mit einer Hand und stütze mich mit der anderen Hand ab. Dann beginne ich ihre Nippel mit der Zunge zu massieren, gleichzeitig während ich in ihr bin.

Ich rede leise beruhigend auf sie ein und streichele sie. Dann ziehe ich mich aus ihr zurück und fessele ihr die Fußgelenke zusammen. Jetzt schiebe ich mich sanft zwischen ihre Knie und dringe wieder in sie ein. Nun sind ihre Beine in meinem Rücken geschlossen.

„Ja, das will ich auch,“ presst sie heraus und erschauert.

Dann bäumt sie sich auf, als es ihr überall kribbelt, zuckt zusammen, schreit auf, spürt wie es ihr kommt.

Ich mache weiter bis auch ich abspritze. Sie liegt nun erschöpft und wie apathisch da. Ich löse ihre Fußfessel, nehme sie in den Arm und drücke sie an mich, blase ihr sanft eine Haarsträhne aus der Stirn und streichele sie ausgiebig. Sie liegt dabei an meiner Brust und streichelt mich auch. Sie flüstert, dass sie mehrmals gekommen ist und küsst mich auf den Mund.

„Du bist mein liebstes Doggie,“ flüstere ich ihr als Antwort ins Ohr und küsse sie auf die Stirn.

Dabei berühre ich hauchzart ihre Schamlippen, die noch voll empfindlich sind. Gigi reagiert entsprechend.

„Für mich bist du kein Spielzeug, das nur meiner Lust dient, sondern ein Lebewesen mit Gefühlen! Darauf nehme ich Rücksicht und sehe es gerne, wenn du deine Gefühle auslebst!“ ergänze ich leise.

Weiter streichele ich sie hauchzart überall. Sie hat ihren Kopf auf meinen Oberarm gelegt, benutzt ihn als Kopfkissen, hält ihre Augen geschlossen und genießt. Schließlich spüre ich regelmäßige Atemzüge und auch ich bin wenig später eingeschlafen.

*


Als ich am Morgen aufwache, sie an mir ‚kleben’ sehe und spüre, steigt ein warmes Gefühl in mir auf. Ich streiche ihr zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht. Dabei fühle ich eine heiße Stirn. Gigi schaut mich mit seltsam verschleiertem Blick an, sieht irgendwie gar nicht gut aus. Ich ziehe meinen Arm unter ihrem Kopf hervor, zeige ihr meine flache Hand und sage BLEIB. Dann setze ich mich auf und rutsche an den Bettrand. Ich stehe auf, gehe ins Bad und hole das Fieberthermometer.

„Oh,“ entfährt es mir, als ich darauf schaue.

Zurück im Bad mache ich einen Waschhandschuh unter kaltem Wasser nass, drücke ihn leicht aus, komme zu dir zurück und lege ihn dir auf die Stirn. Dann telefoniere ich. Ich kenne da einen Arzt, der sich nach seiner Pensionierung auf human Pets spezialisiert hat. Gigi schaut mir währenddessen verliebt in die Augen.

Ich nehme eine Thermobox und lade sie auf. Dann kleide ich mich an und lege einige Flaschen Wasser hinein. In der Küche mache ich uns ein leichtes Frühstück und komme damit ans Bett. Während ich esse, halte ich Gigi Häppchen hin, die sie mit den Lippen nimmt. Zwischendurch lasse ich sie schluckweise Kamillentee trinken und immer wieder mache ich den Lappen unter kaltem Wasser nass.
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Re: Giselle -9-

Beitragvon SirHermann » 16. Nov 2014 16:42

Nach dem Frühstück bringe ich die Thermobox ins Auto, lasse Hecktür und Transportboxgitter offen stehen und trage Gigi zum Auto. Sie legt ihre ‚Vorderpfoten’ um meinen Hals und versucht mir einen Kuss zu geben. Sanft bette ich sie auf das Lammfell und schließe den Wagen. Ich sehe noch, wie sie sich so gut es geht auf der Decke räkelt. Dann fahre ich los.

In Franken, in Nordbayern, praktiziert ein Doc für Petplayer. Immer wieder halte ich unterwegs an und feuchte den Waschhandschuh mit kaltem Wasser aus der Box frisch an und gebe Gigi einen Schluck Tee. Gegen Mittag kommen wir an.

Wir halten vor einer Villa am Stadtrand zwischen Hecken. Ich komme nach hinten, öffne ihr und hebe sie aus dem Wagen. Dann sage ich BEI FUSS und gehe zu der massiven Eingangstüre. Gigi folgt mir auf wackeligen Beinen und wir erreichen die Eingangstür als sie gerade geöffnet wird. Die junge Frau im Kittel fragt nach meinen Wünschen. Ich bemerke, dass sie einen Halsreif trägt, ähnlich dem, den ich Gigi angelegt habe.

Ich deute auf Gigi neben mir und sage, dass ich heute Morgen angerufen hätte. Gigi hätte Fieber. Die junge Frau öffnet die Tür weit und lässt uns ein. Drinnen an der Rezeption gebe ich die wichtigsten Daten an, dann müssen wir warten. Schließlich werden wir in einen Untersuchungsraum gewiesen.

Drinnen hebe ich Gigi auf die Liege. Der Doc hört sie ab, schaut sie an und befühlt sie überall. Ein paar Mal zuckt sie dabei zusammen und schaut mich verängstigt an.

Ich fahre ihr sanft durch ihr schönes Haar und schaue zärtlich auf sie hinunter. Der Arzt fragt, was du gegessen hast und was wir gestern und vorgestern so gemacht haben. Ich gebe bereitwillig Auskunft.

Durch mein Streicheln reagieren deine Nippel und stehen ganz plötzlich ab.

„Oh,“ kommentiert das der Arzt lächelnd und kümmert sich nun eingehend um deine Schamlippen. Aus irgendeiner Schublade holt er ein Spekulum und spreizt sie.

Gigi zuckt dabei zusammen. Ich sehe, dass es sie erregt. Ich streichele währenddessen ihre Flanke und ihre Nippel sind nun ganz hart.

Nun führt der Arzt seine Finger ein und meint: „Da ist jede Menge Leben drin, Glückwunsch! Aber zurück zum Grund ihres Besuches: Ich gebe ihr eine Spritze und ihnen ein paar Tabletten mit. Damit müsste sie in spätestens einer Woche wieder die Alte sein.“

Mir fällt etwas ein: „Wir wohnen ja nicht gerade um die Ecke… Können Sie ihr nicht die üblichen Impfungen verabreichen? - Ihr altes Impfbuch habe ich hier. – Und uns ein Heimtier-Impfbuch ausstellen? Auch chippen wäre nicht schlecht!“

„Gerne,“ antwortet er lächelnd. „Das kostet allerdings entsprechend.“

„Kein Problem,“ sage ich.

„Was soll also auf dem Chip lesbar sein?“ fragt er mich, während er auf der Tastatur eines Gerätes herum tippt.
„GIGI210681DE,“ antworte ich.

„Gut,“ sagt der Arzt und nimmt die nötigen Einstellungen vor. Dann spritzt er Gigi den Chip unter die Haut und zeigt mir am Lesegerät, dass alles so ist wie besprochen.

An der Rezeption erhalte ich ein kleines Paket, bezahle und verabschiede mich. Wir gehen zum Auto zurück. Dort hebe ich Gigi wieder in den Transportkäfig und wir fahren zurück. Wieder mache ich alle halbe Stunde eine Pause, um nach Gigi zu sehen und Tee zum trinken zu geben. Gegen Abend sind wir dann wieder zuhause. Als ich den Käfig zuhause öffne, klettert Gigi heraus, schaut an mir hoch und lässt sich die Leine wieder anlegen. Sofort danach zieht sie mich zu einem Baum und macht einen drängenden Gesichtsausdruck. Ich schmunzele und lasse sie an den Baum.

‚Oh ja, das war jetzt wohl nötig,’ denke ich.

Dann öffne ich die Tür, lasse sie hindurch schlüpfen und gehe in die Küche, um etwas zu Essen zu machen.

Gigi gibt leise Töne von sich und macht neben mir SITZ. Bald kann ich das Essen auf Teller und Napf aufteilen und sage: „Das Essen ist fertig.“

Ich stelle nun den Napf hin, dann setze ich mich selbst an den Tisch. Sie macht unter dem Tisch PLATZ und isst hastig. Dann hustet sie. Ich beuge mich zu ihr und klopfe ihr auf den Rücken. Schließlich geht es wieder. Ich sage dazu:

„Langsam, Gigi! Keiner nimmt dir etwas weg!“ und streichele ihr unter dem Tisch durch ihr Haar.

Schließlich habe ich fertig gegessen und schaue nach Gigi.

„AUF,“ sage ich. „BEI FUSS.“

Ich stehe ebenfalls vom Tisch auf, bringe das Geschirr in die Küche und gehe ins Bad zum Duschen. Gigi folgt mir ins Bad. Ich gehe zuerst unter die Dusche, dann dusche ich sie gründlich. Dabei massiere ich Gigi von Kopf bis Fuß mit einem Waschhandschuh. Schließlich hülle ich sie in ein großes Strandtuch und rubbele sie sanft trocken. Schließlich messe ich noch einmal ihre Temperatur. Danach räume ich das Bad auf und gehe mit einem BEI FUSS ins Schlafzimmer. Dort lege ich mich ins Bett, halte wie üblich die Decke für dich hoch und sage HOPP.

Gigi krabbelt zu mir ins Bett und räkelt sich wohlig an meiner Seite. Ich frage sie:

„Du bist groggy heute, GIGI?“

Sie antwortet mit einem ihrer Blicke unter dem Augenlid hervor, dreht dich um und drängt sich mit dem Rücken an mich. Ich lächele verstehend, drehe mich auf die Seite und lege meinen Arm um sie. So schlafen wir bald eng aneinander gekuschelt ein.

Am anderen Morgen, als ich wach werde, fühle ich Gigi immer noch an meiner Seite kleben. Ich lege meine Hand sanft auf ihre Stirn und fühle keine Temperatur mehr. Vorsichtig stehe ich auf und gehe ins Bad. Dort hole ich das Fieberthermometer, ein Glas Wasser, eine der Pillen vom Doc und gehe zurück zu ihr.

Ich mache Gigi zärtlich streichelnd wach und messe ihre Temperatur. Nur noch ‚erhöhte Temperatur’, sehe ich. Ich gebe ihr die Arznei, dann gehe ich in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten. Mitten in den Vorbereitungen höre plötzlich ein kurzes ‚BOW’. Erstaunt schaue ich von meiner Arbeit auf und verlasse die Küche. Ich sehe Licht im Bad und sie darin auf allen Vieren, mich flehend angucken. Ich lächele sie an und sage im sanften Ton:

„Nix passiert!“

Ich reinige sie, da sie es nicht selbst tun kann, wegen der Pfotenhandschuhe an ihren Händen. Dann sage ich BEI FUSS und gehe in die Küche zurück. Gigi folge mir. Sie macht einen glücklichen und neugierigen Anschein. In der Küchentür macht sie selbständig SITZ und schaut mir zu.

Ich trage das Frühstück an den Essplatz und wir essen in aller Ruhe. Danach machen wir uns einen Lauen: Bei schöner Musik liegen wir träumend herum, bis Gigi wohl ein Teufelchen beißt und sie aus Langeweile Unsinn baut. Ich mache das Spiel gern mit, denn heute will ich sie nicht fordern. Sie soll gesund werden.

Gegen Mittag mache ich uns dann das Mittagessen und danach legen wir uns faul auf das Bett. Auch hier wird es ihr bald langweilig und sie krabbelt auf mich drauf.

Ich drehe mich auf die Seite, so dass sie von mir herunter rutscht. Daraufhin schaut sie mich an und macht einen Schmollmund. Sie beugt sich ein wenig und versucht nun mit den Zähnen meinen Gürtel zu öffnen, was ihr nicht ganz gelingen will. Ich helfe ihr und öffne die Schnalle ganz. Dann übernehme ich jedoch die Initiative und fasse ihr zwischen die Oberschenkel. Mit der anderen Hand halte ich sie im Schulterbereich fest.

Gigi erstarrt für einen Moment, dann streckt sie sich, bekomme meine Nase zwischen die Lippen und feuchtet sie mit der Zunge an.

„Oh, iiih, nass!“ sage ich lächelnd. „Na, warte!“

Ich streichele ihr über die Brüste und fühle ihre harten Nippel. Also nehme ich den Einen zwischen Daumen und Zeigefinger und massiere ihn hart.

„Haaaa, uiii,“ kommt nun von ihr und liegt passiv neben mir.

Ich ziehe mir Hose und Slip aus. Gigi beobachtet mich und öffnet einladend ihre Beine, als ich mich ihr wieder zuwende.

Einer Eingebung folgend, fessele ich ihr wieder die Knöchel zusammen. Dann nehme ich ein längliches Etwas aus der Schublade des Schränkchens neben dem Bett und stecke den Stecker daran in die Steckdose. Ich halte ihr das Ding an die Schamlippen und drücke einen Schalter. Sofort brummt das Gerät.

„Uiiih, du hast einen Vibrator!“ entfährt es ihr.

„Ja, aber einen, der am Strom hängt und dauerläuft,“ erkläre ich lächelnd.

Nach kurzer Zeit macht Gigi einen Hohlrücken und drängt sich an mich. Sie stöhnt laut, zuckt, zittert und stößt kleine Schreie aus. Ich lasse den Vibrator eingeschaltet und massiere ihre Nippel abwechselnd mit der Zunge und den Zähnen. Dabei halte ich sie in meinen Armen. Nicht lange danach wird sie schlaff und lässt sich in meinen Armen hängen.

„Ich hatte mehrere Orgasmen,“ flüstert sie, schlingt ihre Arme um mich und küsst mich.

Ich schalte das Gerät ab und entferne es. Das Bett ist total durchnässt. Ich hebe Gigi an, trage sie ins Wohnzimmer auf ihre Decke und streichele sie dort zärtlich von Kopf bis Fuß. Währenddessen liege ich nackt neben ihr auf dem Boden, auf einen Ellenbogen gestützt.

Glücklich lächelnd lässt sie die Liebkosungen über sich ergehen. Langsam entspannt sie sich unter meinem Streicheln. Dann stehe ich auf und ziehe das Bett ab. Die Matratze wird gelüftet, das Fenster geöffnet. Dann gehe ich wieder zu Gigi, lege mich neben sie und betrachte sie mit zärtlichem Blick. Sie drängt sich an mich. Ich gewinne den Eindruck, dass sie sich im Augenblick sicher und geborgen fühlt.

Eine ganze Weile verstreicht so, dann stehe ich auf, gehe in die Küche und mache uns den Nachmittagstee mit Rührkuchen. Heute nehme ich eine magenfreundliche, beruhigende Sorte Tee. Wir essen wieder gemeinsam, dann sage ich:

„Ich wiederhole eben sämtliche Kommandos, die ich dir bisher beigebracht habe.“

Gigi ist mir an die Sitzgruppe gefolgt und führt das ganze bisherige Programm auf Kommando vor. Mit der Ausführung der Hälfte der Kommandos bin ich nicht ganz zufrieden. Ich korrigiere sie und lasse sie wiederholen. Für das Kommando HOL habe ich wieder einen Waschhandschuh genommen und mit Gummis zu einem ‚Knochen’ geformt.

Ich spiele eine Weile mit ihr damit und lasse es zu, dass wir uns spielerisch darum streiten. Dann sage ich plötzlich AUS und zeige mit dem Zeigefinger auf den Boden vor ihr. Verblüfft lässt Gigi den ‚Knochen’ fallen und erhält dafür wieder einen Schokochip.

Ich wiederhole noch ein paar Kommandos, dann als Gigi den ‚Knochen’ wieder im Mund hat, kommt nochmals mein Kommando AUS. Sie erinnert sich sicher an unser Spiel um den ‚Knochen’ vorhin und gibt das Spielzeug nun nicht freiwillig her. Noch einmal sage ich AUS und zeige auf den Boden. Ihre Mundwinkel gehen weiter auseinander, die Augen blitzen und sie schüttelt den Kopf.

Nun nehme ich einen Schokochip und halte ihn ihr hin. Sie schüttelt wieder den Kopf, macht PLATZ und legt den inzwischen ziemlich feuchten Waschhandschuh unter ihr Kinn. Ich nähere mich ihr, sage AUS und versuche den ‚Knochen’ unter ihrem Kinn hervor zu ziehen. Sie schnappt danach und läuft damit zu ihrer Decke.

Ich lasse ihr den Waschhandschuh, setze mich in einen Sessel und schaue im TV-Programm. Dann schalte ich das Fernsehen ein und beachte sie nicht weiter.
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Re: Giselle -10-

Beitragvon SirHermann » 18. Nov 2014 16:36

Bald wird es ihr wohl langweilig in ihre Ecke neben dem Heizkamin. Sie erhebt sich und bringt mir den ‚Knochen’ mit traurigem Blick. Nun wende ich mich ihr zu und sage:

„Brav, GIGI!“

Zum Tausch gebe ich ihr einen Schokochip. Dann bringe ich den feuchten Lappen ins Bad und nehme einen Neuen, den ich wieder in eine Zimmerecke werfe. Diesmal klappt die Ausführung von HOL und AUS prompt.

Nun versuche ich noch etwas Neues. Ich sage PLATZ und lasse Gigi sich hinlegen. Sie schaut mich aufmerksam an. Dann nehme ich ein Schokochip und führe es an ihrem Kopf vorbei langsam über ihren Rücken in Richtung Po. Sie folgt meiner Bewegung durch Drehen ihres Kopfes. Dann reckt sie sich nach dem Leckerli und legt sich dabei auf die Seite.

Sobald sie auf der Seite liegt, sage ich laut MÜDE und gebe ihr den Schokochip. Dabei halte ich den linken Unterarm in einer Art, als wolle ich mit jemand ‚Armdrücken’ spielen und er hätte mich herunter gedrückt. Das wiederhole ich mehrfach. Ein paar Mal dreht sich Gigi nur halb um. Dann helfe ich mit der Hand nach, dass sie flach auf der Seite liegt.

Schließlich hat sie kapiert und zur Belohnung knuddele ich sie liebevoll.

Sie schaut mich fragend an und brummt etwas. Dabei zeigt sie auf ihren Mund.

„Du möchtest etwas sagen?“ frage ich. „Okay.“

„Diese Stellung durfte ich aber bisher auch schon selbständig einnehmen, wenn meine Gelenke in der PLATZ-Stellung einschlafen, hattest du anfangs mal gesagt!“ stellt sie fest.

Oh, das wusste sie noch? Ich werde ein bisschen stolz und bestätige es ihr:

„Richtig, GIGI. Das habe ich dir anfangs beim Kommando PLATZ als Eigenmächtigkeit erlaubt, wenn du das Kribbeln spürst, denn deine Blutzirkulation soll nicht unterbrochen werden. Wir haben es schließlich mit den Besonderheiten eines menschlichen Körpers zu tun. Aber es gibt auch Situationen, wo du sofort in die Seitenlage gehen sollst, zum Beispiel bei einem Arztbesuch oder so.“

„Erinnere mich bitte nicht daran…“ sagt sie mit einem in die Ferne gerichteten Blick.

„Och, soooo schlimm war der Arztbesuch doch gar nicht! Wenn wir ihn nun regelmäßig bei Unpässlichkeiten von dir aufsuchen, wird sein Untersuchungsprogramm sicher weniger umfangreich sein. Das war letztens eine Komplettuntersuchung wegen Erstkontakt. Übrigens, der Arzt ist von Haus aus pensionierter Tierarzt und SMler. Seine Sprechstundenhilfe ist gleichzeitig seine Sklavin…“ antworte ich ihr zwinkend.

Kurze Pause. Dann antwortet sie: „Oh.“

„Keine Sorge, Gigi!“ sage ich. „Menschen gehören zur Gattung der Säugetiere. Als ‚praktischer Arzt’ ist er also sozusagen vom Fach. Nebenbei hat er auch für Doggies inseriert. Er trainiert ebenfalls Kommandos und Hundeverhalten. Eines seiner Requisiten dürfte ein Zwinger sein, ein anderes Rohstock und Peitsche – er macht Dogplay aus der Ecke des SM heraus…“

„Oh…“ ist wieder alles, was sie dazu sagt.

Ich schaue zur Uhr und sage:

„Oh, ich denke, wir machen Schluss für heute. Morgen ist auch noch ein Tag!“

Ich räume Wohnzimmer und Küche auf und ziehe ich mich im Schlafzimmer aus. Meine Sachen lege ich auf den Hocker neben dem Kleiderschrank hinter die Zimmertür. Danach lege ich mich ins Bett und halte Gigi mit einem HOPP wieder die Decke hoch.

Sie ist mir gefolgt und hat mich die ganze Zeit beobachtet. Nun springt sie zu mir ins Bett, legt sich neben mich und räkelt sich wohlig an meiner Seite. Ich beginne sie von Kopf bis Fuß zu streicheln.

Schnell kann ich ihre Erregung regelrecht spüren. Ich bin – wie jedes Mal – sehr zärtlich mit ihr, dann fordernd und zum Schluss wieder sehr zärtlich. Gigi schläft selig in meinen Armen ein.

Am Morgen werde ich wach, weil sie mit den Vorder’pfoten‘ auf dem Bett gestützt, neben dem Bett steht. Sie hat sich zu mir herunter gebeugt und leckt mir mit ihrer Zunge über die Wange. Im Halbschlaf noch, versuche ich sie abzuwehren und die Wange trocken zu wischen. Da höre ich ein kurzes BOW. Ich öffne blinzelnd meine Augen. Sie geht vom Bett herunter zur Tür, um nach wenigen Schritten wieder umzudrehen. Dabei macht sie ein verkniffenes Gesicht. Es dauert zwei Sekunden bis ich realisiert habe, dass etwas los sein muss.

Ich schwinge also die Beine aus dem Bett und stehe auf. Sofort ist Gigi durch die Schlafzimmertür. Nachdem auch ich das Schlafzimmer verlassen habe, höre ich sie im Bad. So langsam geht mir auf, was sie will. Durch ihre Pfotenhandschuhe ist sie nicht in der Lage, die Toilette wie ein Mensch zu benutzen. Ich habe zwar eine große viereckige Plastikschale mit Granulat hingestellt, aber sie braucht mich sicher für die Hygiene.

Nach wenigen Schritten stehe ich in der Badezimmertür. Ich sehe Gigi im Badezimmer vor der Hundetoilette, den Hintern in die Luft gestreckt, den Kopf auf der einen ‚Pfote’ abgelegt und die andere ‚Pfote’ hält sie sich vor die Augen.

Ich muss lachen. Ich sehe, dass die Hundetoilette benutzt wurde. Also nehme ich ein Feuchttuch aus dem Behälter und reinige Gigi. Dabei sage ich:

„Wenn du noch einmal in der Nacht aufstehen musst, weil du es GAR NICHT MEHR einhalten kannst, dann wecke mich ruhig sofort ebenfalls! Denn dann ist eine Notsituation eingetreten, die es rechtfertigt, dass du meinen Schlaf unterbrichst!!“

Gigi lächelt mich an und streicht mir als Antwort um die Beine. Ich schaue zur Badezimmeruhr und sehe, dass es schon Morgen ist. Also werfe ich mir am Waschbecken etwas Wasser ins Gesicht, putze mir die Zähne und temperiere das Wasser in der Dusche. Dann dusche ich uns beide. Ich spüre dabei, dass ihre Nippel wieder hart werden, als ich sie von Kopf bis Fuß mit dem Waschlappen und danach mit dem Strandtuch massiere. Sie reibt ihre Flanke an mir. Ich rubbele sie mit dem Riesenfrotteetuch trocken. Danach putze ich auch ihr die Zähne und gehe schließlich in die Küche, uns das Frühstück machen.

Gigi folgt mir zur Küche und schaut mir wieder von der Küchentür aus zu.

Nach dem Frühstück gehe ich hinüber zur Sitzgruppe und setze mich auf die Couch. Neugierig folgt sie mir, macht SITZ neben dem Couchtisch und schaut mich erwartungsvoll an. Ich lächele Gigi an und sage zu ihr:

„Du hast heute wieder die Geste ‚Shame on me’ im Bad verwendet. Ich denke, ich sollte langsam beginnen, dir Gestik und Mimik von Hunden beizubringen! Dazu musst du vorweg aber einiges zum Verständnis wissen:

Hunde stammen von Wölfen und anderen Hundeartigen ab, sind hin und her gekreuzt worden, um Hunde für die verschiedensten Spezialaufgaben zu erhalten. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie von Rudeltieren abstammen und ein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigen, das ihnen im Kleinstrudel Hund-Mensch sehr zugute kommt. Sie verstehen ihren Menschen oft besser als er seinen Hund.

Um im Rudel miteinander klar zu kommen, nutzen sie in der Mehrzahl so genannte Beschwichtigungssignale. Sie werden von den Tieren verwendet, um Aggressionen zu stoppen, Konflikte zu lösen, sich und andere zu beruhigen oder einfach um Freundlichkeit zu demonstrieren.

Damit es geordnet zugeht, führt EIN Alphatier das Rudel und die Anderen führen die Aufträge dieses Alphatieres aus. Dafür entscheidet das Alphatier zum Wohl des Rudels. Du siehst hier Parallelen zu Gruppen von Menschen? Das hat die Natur so eingerichtet – bis hinunter ins Reich der staatenbildenden Insekten.

Für ein Doggie, der/die – einmal in der Rolle – nicht mehr spricht, sondern nonverbale Signale abgibt wie sein Vorbild, der Hund, ist das ein langer Lernprozess, der interessant und auch spaßig sein kann. Merke: NICHTS BIERERNST NEHMEN!

Ein Beispiel: Es ist kein Ungehorsam sondern Unsicherheit, wenn ein realer Hund auf die Aufforderung zum Kommen hin (ZU MIR) sich erst einmal hinsetzt und hinter dem Ohr kratzt, oder sich zeitlupenhaft langsam bewegt und unterwegs für alles Mögliche Zeit hat (Herumschnüffeln). Hier gälte es, ihm Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln, ihn bei seiner Neugier zu packen oder bei der Vorfreude auf Zuwendung.

SMler würden Gehorsam mit der Peitsche einfordern… Ich dagegen, halte mich an das Prinzip der ‚positiven Verstärkung’, das auch in die moderne Hundeerziehung Eingang gefunden hat: dir Sicherheit und Vertrauen vermitteln. Dich bei deiner Neugier packen oder bei der Vorfreude auf Zuwendung!“

Eine Zeitlang ist Funkstille. Ich sehe, wie es in ihr arbeitet. Dann sagt sie leise:

„Darf ich sprechen?“

Ich bestätige ihr das: „Klar, darfst du!“
„Du wärst nicht sauer und ließest es mich spüren, wenn ich deinem Befehl nicht sofort gehorche?“ fragt sie mit unsicherem Blick.

‚Hm, so einfach ist die Sache nun nicht…‘ geht mir durch den Kopf und ich antworte:

„Gehen wir noch einmal zurück zum Kommandotraining, GIGI. Hab ich dich jemals geschlagen, wenn du nicht sofort gehorchst?“

„Nein,“ ist ihre kurze Antwort.

„Ich habe dich belohnt, wenn du gehorcht hast. Entweder durch das Leckerli oder durch Lob und Knuddeln. Wenn du nicht sofort gehorcht hast, hab ich dich gelockt, oder hab selbst Hand angelegt, um dir zu zeigen, wie ich die Ausführung gerne hätte.“

„Das stimmt wohl, aber du hast noch ein anderes Verhalten gezeigt!“

Ich lächele und frage nach:

„Welches?“

„Du hast mir die kalte Schulter gezeigt und mich eine Zeitlang nicht beachtet, regelrecht ignoriert!“

„Aber nur wenige Minuten und ganz selten…“

„Ja, aber diese paar Minuten kamen mir immer wie Ewigkeiten vor und schmerzten stark!“

„Seelischer Schmerz? Aber den kannst du selbst abstellen, hast du sicher bemerkt. Durch Wohlverhalten nämlich – das nennt man Erziehung!“

Sie zeigt einen zweifelnden Gesichtsausdruck und fragt nach einem kurzen Augenblick der Stille:

„Und jetzt? Du wolltest mir beibringen, wie ich mich wie ein Hund verhalte!“

„Also zurück: Hunde sind immer bemüht eine angespannte Situation zu entspannen. Das tun sie, indem sie Beschwichtigungssignale senden wie Blinzeln, offensichtliches Wegsehen, Anlegen der Ohren, Lecken oder sie legen sich entspannt auf den Boden. Das alles soll dem Gegenüber die friedlichen Absichten vermitteln.

Ein Doggie sollte nun nicht gekünstelt blinzeln, wenn sie unsicher ist. Das würde zwar die unklare Situation entspannen, indem der/die Gegenüber zu Lachen beginnt. Aber das wäre nicht echt. Wenn du aber unwillkürlich ein Augenlidflattern zeigst, ist das durchaus in Ordnung. Du merkst, das Verhalten sollte im Idealfall aus dem Gefühl heraus kommen, nicht geschauspielert wirken!

Ganz zu Anfang hatte ich dir schon mal gesagt, HUNDE SIND GEFÜHLS‚MENSCHEN’. Lass also deine Gefühle sprechen, lebe deine Gefühle! Damit schaue ich jetzt nicht wie mit Scheuklappen auf deine Orgasmen, sondern meine die GANZE PALETTE! Zeige Unsicherheit, wo du unsicher bist! Zeige Freude, wenn du dich freust! Zeige Trauer, wenn du traurig bist! Lass raus, was in dir steckt! Scheiß auf moralische und gesellschaftliche Beschränkungen! Schaue auf deinen Owner! Er wird damit umgehen und es steuern können!“

„Das Augenlidflattern ist so ein winziger Aspekt – und zieht so eine tiefgreifende Wandlung nach sich…“ sinniert Gigi.

„Viele Devotas beschreiben ihren Zustand der Unterwürfigkeit als ‚BEFREIUNG in die Sklaverei’: Sie fühlen sich frei von gesellschaftlichen Zwängen. Sie haben damit eine Grenze überschritten und fühlen eine große Erleichterung. So ähnlich ist das auch hier, GIGI. Die Gesellschaft unterdrückt das Ausleben von Gefühlen weitgehend. Du bist aber kein Automat, der lebt, weil sich im Herz ein paar Klappen bewegen und so weiter, sondern du bist ein Wesen, das lebt, weil es fühlt!!“

„Das hast du schön gesagt, Herr,“ antwortet Gigi und macht PLATZ zu meinen Füßen.

Dann dreht sie sich auf den Rücken und lässt sich von mir kraulen. Damit zeigt sie mir ihr Vertrauen und eine tiefe Zuneigung. Außerdem, dass sie sich in meiner Nähe geborgen fühlt.

Während ich sie kraule, sage ich:

„Jetzt stelle dir einmal vor, wir wären nicht allein, sondern in Gesellschaft mit Anderen. - Sagen wir mal, mit Gleichgesinnten, also anderen Dogplayern…“

„Hm,“ antwortet sie. „Da bräuchte ich sicher einige Zeit bis ich genauso reagiere. Helfen würde da, wenn die anderen Doggies und Owner miteinander genauso vertraut umgehen würden.“

„Das tun sie, Gigi, das tun sie!“ bestätige ich. „Aber es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du anfangs Unsicherheit zeigst!“

Dann rede ich weiter:

„Da gibt es ja noch das offensichtliche Wegsehen. Mit dem Anlegen der Ohren haben menschliche Doggies im Allgemeinen ihre Schwierigkeiten.“ Ich grinse breit. „Meine Hand lecken oder entspannt auf den Boden legen mit dem Blick zu mir, steht dir als Ersatzhandlung ebenso zur Verfügung!

Was wäre, wenn wir am Strand wären und um uns herum wären andere Badegäste – alles normale Leute, die keine Ahnung von Dogplay hätten? Sagen wir mal, wir wären ganz früh zum Strand gekommen. Niemand hätte gesehen, dass du dich auf allen Vieren bewegst?“

„Oh, Herr! Letzteres wäre eine zu große Hürde für mich! Mich dort hündisch zu verhalten… Da würde ich mich in Grund und Boden schämen!!“

„Du würdest mit deinem Verhalten mir also extremste Unsicherheit signalisieren und auf Kommandos sehr zögerlich bis gar nicht reagieren?“

„Ja, genau, Herr!“

„Und wie denkst du, würde ich jetzt reagieren – auf deine offensichtliche Ungehorsamkeit? Meinst du, ich würde darauf bestehen in aller Öffentlichkeit? Würdest du dann aufstehen und mich anschreien – in der Art: SUCH DIR NE ANDERE DUMME! ICH MACH NICHT MEHR MIT!“

„Ich weiß es nicht, Herr…“

Ich wollte es nun aber wissen und hakte weiter nach:

„Würdest du in etwa so reagieren, wie ich es gerade beschrieben habe?“

„Ich weiß es nicht… Gut möglich…“

„Siehst du, dafür sind die nonverbalen Signale gut. Der Gegenüber, der sie kennt, wird wissen, was zu tun ist!

Übrigens: Hündisches Verhalten muss nicht unbedingt mit dem Bewegen auf vier Beinen zusammenhängen! Human Doggies können – mit Erlaubnis des Herrn auch auf zwei Beinen Hund sein, also ihre Gefühle ausleben!

Noch einmal die Strandsituation unter Normalos: Hunde tollen gern herum, genießen das Laufen in knöcheltiefem Wasser und werfen sich auch schon mal in die Wellen! Erinnerst du dich an den Film ‚The Pet’? Dort ist die Doggie Gigi in einer kurzen Sequenz auch auf zwei Beinen herum getollt.

Und die Normalos um uns herum, die anderen Badegäste? Die würden lächeln und dich nachmachen! Glaub mir, auch sie würden beginnen ausgelassen herum zu tollen.“

„Aber Beschwichtigungssignale für sich alleine haben doch keinen Sinn. Da muss doch auch das Gegenteil vorhanden sein: Aggressivität! Sonst bräuchte man doch nicht beschwichtigen…“

„Richtig! Junge Hunde versuchen – wie junge Menschen auch – ihre Grenzen auszutesten. Das fordert das Alphatier heraus. Es zeigt gebremste Aggression – eine deutliche Warnung! Dann folgt das Beschwichtigungssignal des Anderen oder ein gebremster Angriff des Alphatiers: Ein Zwicken, kein Beißen, kein Verletzen. Das reicht eigentlich aus, die Ordnung im Rudel wieder herzustellen.

Übertragen auf die Doggie – Halter – Beziehung: Wirst du übermütig oder widerspenstig, erfolgt meinerseits eine verbale Warnung und Leckerlis werden gestrichen. Ich korrigiere geduldig. Du hast die Chance, dich wieder angepasst zu verhalten, Wohlverhalten zu zeigen. Im gegenteiligen Fall entziehe ich dir eben kurze Zeit meine Zuwendung.“

„Hm, aber das ist nicht direkt Erlernen hündischen Verhaltens! Welche Verhaltensweisen zeigt der Hund denn noch?“

„Kurz noch: Wie kommt es dazu, dass der Rudelführer drohen muss? Der Hund meldet Besitzansprüche an einem Gegenstand an und droht einem Anderen. Hunde können ihren Unmut auf verschiedene Arten zeigen: Knurren, Zähne fletschen, Bellen oder durch gesträubtes Nackenfell. Oftmals ist die Ursache dafür aus Sicht des Halters völlig lächerlich, denn schließlich wollte er das Spielzeug des Hundes nur wegräumen oder den Napf nehmen, um ihn zu spülen. Der Hund will durch sein Verhalten seine Besitzansprüche geltend machen.“
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