Tami - meine "große Liebe"

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Re: Tami - meine "große Liebe"

Beitragvon SirHermann » 18. Jun 2017 13:25

„Das Verhalten kommt aus der Zeit, als der von der Jagd zurückkehrende erwachsene Wolf von den Welpen an der Schnauze angestupst wurde, damit er Fleisch hervor würgt. Beim Menschen ist der entsprechende Körperteil nur so weit oben, dass er eben nur mit Springen zu erreichen ist!“

„Aber das ist doch nichts schlimmes! Dann würde ich dem Hund sofort etwas zu fressen geben und gut ist…“

„Und über die Jahre bestimmt der Hund, was das Herrchen tut und nicht umgekehrt. Ein Hundehalter darf niemals inkonsequent sein! Das würde der Hund für sich nutzen. Nicht von jetzt auf gleich, aber diese Umkehrung der Rangordnung schleift sich allmählich in die Beziehung ein!“

„Hm…“

„Drittes Szenario: Anstupsen mit der Schnauze oder der Pfote…“

„Ja, und??“

„Das ist ein Überbleibsel aus der Welpenzeit, als der Hund dadurch dafür sorgte, dass die Milchquelle nicht versiegte. Auch der erwachsene Hund verwendet diese Geste, um Forderungen zu stellen. Da der Mensch dieses Verhalten oft als Ausdruck von Zuneigung versteht, bekommt der Hund meist, was er auf diese Weise einfordert. Also wird er es immer wieder tun!“

„Oh…“

„Viertes Szenario: Die Spielverbeugung. Der Hund legt Oberkörper und Vorderpfoten flach auf den Boden, während das Hinterteil in die Luft zeigt. Damit fordert der Hund nicht nur Artgenossen, sondern auch seine Menschen zum Spielen auf.“

„Aber du hattest mal gesagt, das ist eine Beschwichtigungsgeste: ‚Wer mit mir spielt, tut mir nichts…“

Jetzt hatte ich sie verwirrt 

„Ja, aber schau dir den Hund ganzheitlich an! Was tut er noch? Fixiert er sein Gegenüber oder schaut er woanders hin? Wenn der Hund sein Gegenüber mit Blicken fixiert, ist auch dieses Verhalten ein Alarmzeichen, das mit der Rangordnung etwas nicht stimmen könnte, denn das würde wieder nur das Alphatier des Rudels so tun!

Eben habe ich vom Betteln bei Tisch erzählt: Der Hund wedelt freundlich mit dem Schwanz, aber fixiert dabei sein Gegenüber. So wird aus dem Beruhigungssignal ‚Schwanzwedeln’ eine dominante Forderung.“

„Ah…“

„Und noch dieses Szenario: Kopfauflegen und Aufreiten. Hund und Mensch liegen entspannt auf der Couch. Der Hund legt seine Schnauze auf das Knie des Menschen und schaut ihn ‚treuherzig’ in die Augen. Unter Hunden ist das Kopfauflegen eine Dominanzgeste, die man sich von seinem Hund nicht gefallen lassen sollte (wehret den Anfängen! Sonst setzt man eine Spirale in Gang…)

Eine Steigerung dessen ist das Aufreiten. Es ist kein Ausdruck fehlgeleiteter Sexualität eines einzeln gehaltenen Tieres, sondern ebenfalls eine Dominanzgeste: Nur der Rudelführer darf bei einem Rudelmitglied aufreiten!“

„Und all das soll ich also bei dir tunlichst unterlassen?“

:D Ich denke, wenn ich dir das alles jetzt nicht erklärt hätte, hättest du nicht gewusst, warum ich dies oder das nicht als Wohlverhalten mir gegenüber werte. Aber du sollst ja wissen, was die Fremdsprache, die du lernst, bedeutet. Du sollst erkennen, was angemessen ist und was nicht! Es reicht einfach nicht, dich nur einseitig zu lehren – meine Meinung…“

Es dauerte wieder eine Weile, bis sie antwortete. Anscheinend musste sie das Gelesene erst verdauen…

„Wie erkennt man aber, ob ein Hund sich als Chef, als Alphatier begreift?“

„Da gibt es verschiedenes:

Erstens, wenn der Hund an der Leine geht, zieht er dann? Läuft er voraus und hat es den Eindruck, dass er seinen Menschen führt? Oder läuft er brav BEI FUSS oder bleibt gar etwas zurück? Hieraus kannst du schon Schlüsse ziehen.

Ein weiterer Test für echte Hunde: Er bekommt ein getragenes Kleidungsstück zum Schnüffeln. Die Person, der das gehört, versteckt sich. Der Hund bekommt den Auftrag SUCH. Ein normaler Hund würde beim Aufspüren Laut geben und zurückkommen, das Herrchen hinführen. Ein Hund, der sich als Alphatier begreift, würde sich zu der Person begeben, auch wenn Hindernisse weggeräumt werden müssten – sofern er das schafft. Er würde nicht erst seinen Herrn zu der Stelle führen.“

„Das Zweite kann man aber sicher nicht auf human Doggies anwenden?“

„Nein, TAMI, dazu ist der Geruchssinn des Menschen nicht geeignet! Aber das Erste ist durchaus übertragbar. Ich habe auch schon von mehreren männlichen Doggies, die sich mir anboten, die Bemerkung gehört: ‚Ich ziehe aber an der Leine…’ Sie haben wohl Spaß daran, einen ständigen Kampf um die Vormacht zu führen, wollen ständig wissen, wer ‚der Herr im Haus’ ist. Das artet auf die Dauer aber in Stress aus. Das mag ich nicht, weil der Spaß dann abhanden kommt.“

„Duuu, hast du nicht Hunger bekommen, Herr?“

Ich musste lachen und schrieb zurück:

*lach* okay, die ‚Vorlesung’ war etwas lang. Das jetzt umzusetzen, wird Wochen oder gar Monate dauern. Ich stehe also auf und gehe hinüber in die Küche, um uns etwas zu zaubern.“

„Ich komme aus der SITZ-Stellung hoch und streiche dir um die Beine, während ich dich in die Küche begleite.“

„*lächel* Ich habe schnell etwas zubereitet und auf Teller und Napf verteilt. Wir essen und danach reinige ich dir wie üblich sanft deine Mund- und Kinnpartie…“

Dann schrieb ich ihr:

„Du, ich glaube, ich mache hier einen Schnitt. Ich habe dir vorhin einen Vortrag über das Verhalten echter Hunde untereinander und in Interaktion mit ihren Menschen gehalten. Wir treffen uns im Rollenspiel wechselseitig immer am Wohnort des Anderen an den Wochenenden. Das Programm für die nächste Zeit steht fest: Trainieren des Hundeverhaltens. Ich lockere das Training auf, indem ich zwischendurch immer wieder Kommandos abfrage und dich lobe für korrekte Ausführung.

Das ist jedoch nicht alles. Entspannung muss genauso sein! Ich habe mir also angewöhnt mit dir nach Mitternacht vor die Tür zu gehen. Zwischen den langen Wohnblocks habt ihr Grünstreifen mit einzelnen Bäumen. Bei mir sieht das etwas anders aus. Ich muss mit dir immer zu dem Wäldchen fahren, wo wir anfangs dem älteren Ehepaar begegnet sind.“

„Trotzdem gefällt es mir bei dir besser als in meiner Wohnumgebung…“

„Oh, du magst nicht erkannt werden, und fühlst dich auch aus dem Aspekt bei mir sicherer?“

Ah, war sie auch froh, dass das Rollenspiel wieder an Fahrt gewann?

„Genau, Herr. Ich habe Bewerbungen losgeschickt und eine Firma hat mich zum Vorstellungsgespräch geladen. Es gefiel mir dort ganz gut. Drei Monate danach soll ich anfangen. Ich kündige also meinen Job. Nach acht Wochen Kündigungsfrist habe ich Zeit zu dir umzuziehen.“

„Also etwa ein halbes Jahr nach dem Vortrag über Hundeverhalten trittst du deinen Bürojob in meiner Heimatstadt an?“

„Ja, Herr, ungefähr so.“

„Okay, ich habe dir beim Umzug geholfen. Mein Kellerraum ist bis unter die Decke mit deinen Sachen gefüllt, die du nicht dringend brauchst. Möbel haben wir an eine gemeinnützige Organisation abgegeben und nun kann ich auch nachmittags kurz mit dir üben. Eins stört mich aber gewaltig: Dass man in meinem Wohnumfeld keine gemeinsamen Mitternachtsspaziergänge machen kann! Da lese ich auf der Internetseite, auf der wir uns kennen lernten, dass der Organisator des Stammtisches in unserer Nachbarstadt mit einem Bauern vereinbaren konnte, ein Dog-Agility-Wochenende zu veranstalten. Ich mache mich schlau, überweise auch hier einen Unkostenbeitrag und dann fahren wir hin.“

„Oh, das finde ich wunderbar! Da möchte ich auch hin!“

 Ich musste schmunzeln. Es war aber auch nötig, dass wieder etwas Action ins Rollenspiel kam!

„Am Wochenende, an dem das Event stattfindet, fahren wir nach Feierabend los. Auf unserem Waldparkplatz am Stadtrand halte ich an. Du ziehst dich aus und hüpfst hinten in den Transportkäfig. Weiter geht’s.

Ich fahre auf die Autobahn in Richtung unseres Zieles. Der Bauernhof liegt im Main-Kinzig-Kreis. Es dauert also wieder gute drei Stunden. Gegen Abend sind wir dort und parken im Innenhof eines U-förmigen Gebäudekomplexes zwischen anderen PKWs. Ich steige aus, öffne die Heckklappe und den Transportkäfig und hebe dich vorsichtig aus dem Auto. Der Boden des Parkplatzes hat einen Splitbelag. Du würdest möglicherweise kleine Schnittverletzungen oder Hautabschürfungen davontragen. An der Mauer der Wirtschaftsgebäude entlang hat man eine Sisalteppichbahn verlegt. Dort setze ich dich ab. Dann gehen wir zum Hauptgebäude im Hintergrund.“

„Ich bin glücklich über die Fürsorge und reibe meine Flanke sanft an deinen Beinen. Dann folge ich dir.“

„In der Mitte des Hauptgebäudes ist eine zweiflügelige Eingangstüre, die wir über eine fünfstufige Treppe erreichen. Ein Lederkissen an der Klinke hält den einen Flügel offen. Ich drücke die Tür auf. In dem Moment schaut eine junge Frau von einem Computerarbeitsplatz auf, den man im Entree eingerichtet hat und begrüßt uns.

‚Guten Tag. Darf ich nach ihrem Namen fragen?’

Ich gehe auf sie zu. Sie ergänzt:

‚Hatten Sie eine gute Anreise?’

Ich bestätige ihr das lächelnd und nenne meinen Namen. Sie schaut auf ihren Bildschirm, nickt und übergibt mir lächelnd einen Zimmerschlüssel mit den Worten:

‚Hier die Treppe hinauf geht es zu den Gästezimmern. Schauen Sie sich um und nehmen Sie ihr Zimmer schon mal in Beschlag. Um 20:30 Uhr lädt sie der Chef zu einem kleinen Lichtbildvortag über den Ablauf des Events ein. Es folgt ein Abendessen und danach haben sie Zeit, sich alles anzuschauen. Morgen nach dem Frühstück beginnt unsere Hofolympiade.’

Sie lächelt und deutet auf eine zweiflügelige Glastüre links von uns, als sie vom Vortrag redet. Ich nicke ihr zu, nehme den Schlüssel und wende mich zur Treppe ins Obergeschoss.“

„Ich mache SITZ neben dir vor ihrem Schreibtisch und höre aufmerksam zu. Als du zur Treppe gehst, folge ich dir und krabbele auf allen Vieren die Stufen hoch.“

„Oben angekommen sehe ich einen langen Gang über der Halle, wo der Vortrag stattfinden soll mit einem Fenster am Ende und einer Reihe von Zimmertüren rechts und links. Ich schaue auf unseren Schlüssel und gehe zur Tür mit der gleichen Nummer.

Wir treten ein und finden eine ähnliche Einrichtung, wie die der Gästezimmer des Bauernhofes auf dem wir uns kennen gelernt haben. Da wir noch vierzig Minuten Zeit haben, ziehe ich mich geschwinde aus, sage BEI FUSS und gehe mit dir unter die Dusche. Eine Viertelstunde später sind wir wieder unten im Entree. Ich frage die ‚Empfangsdame’, wo man mit dir kurz spazieren gehen könnte. Sie weist zu einer Tür, die der Eingangstür gegenüberliegt.

‚Nehmen Sie die Hoftüre,’ antwortet sie.

Ich bedanke mich höflich und wende mich der Türe zu.“

„Wir gehen vor die Tür und…“

Ich lächelte und schrieb:

„…und stehen auf einem kleinen Sandplatz. Der feinkörnige Sand, der unter meinen Schuhen knirscht, setzt sich rechts und links fort und bildet einen drei Meter breiten Streifen über die gesamte Hausbreite. Dann folgt eine Grasfläche mit drei Büschen. Den Abschluss bildet ein Wandelgang, der aus Pflanzen zu bestehen scheint. Neugierig überquere ich den Sand und die Wiese und schaue mir an, was da wächst.

Ich habe angenommen, dass es eine Rankhilfe aus Metall mit Kletterpflanzen ist. Als wir nun dort sind und darunter durch gehen, sehe ich, dass einzelne Weiden den Wandelgang zur angenommenen Grundstücksgrenze blickdicht abschließen. Als Jungpflanzen muss man sie anscheinend miteinander verflochten haben. Zum Haus hin stehen weitere Bäume in größerem Abstand und über uns vereinigen sich die Kronen. Ein lebender Säulengang! Ich bin beeindruckt.

Wir gehen den Gang entlang bis zum Ende, drehen um und gehen bis zum anderen Ende. Dann ist es auch schon Zeit in die Halle zu gehen. Wir begegnen draußen noch drei anderen Owner-Doggie-Paaren und zusammen machen wir uns auf, um pünktlich zum Vortrag unsere Plätze einzunehmen.“

„Ich halte mich an deiner Seite und staune ebenfalls. Ich kann es mir nicht verkneifen, an einer der Weidenstämme ein Bein zu heben…“

*Grins* So so…

„Ich nehme ein Feuchttuch aus meiner Gürteltasche und reinige dich. Das Tuch kommt in einen Plastikbeutel – man soll ja nicht denken, dass ein Halter nicht für alle Eventualitäten ausgerüstet ist! Sonst hätte ich damals nicht auch die Joggerin verarzten können! Drinnen halte ich die Tüte in der Hand und schaue die ‚Empfangsdame’ fragend an. Sie deutet auf ihren Papierkorb, in den ich den Abfall versenke.

Ich sage: ‚Danke.’ Dann gehen wir mit den Anderen, die wir draußen kennen gelernt haben, in die Halle. Dort stehen zwei lange Tische etwas schräg angeordnet. Ich suche mir einen Platz und setze mich dort.“

„Ich folge dir und mache neben dir SITZ…“

„Kaum sitzen wir alle und erste Gespräche mit den Tischnachbarn haben begonnen, tritt ein Mann hinzu und sagt:

‚Herzlich willkommen, mein Name ist Peter Buchner. Mir gehört dieses Anwesen, auf dem wir Events veranstalten und auch Ferienzimmer vermieten für Leute wie Sie, die über einen längeren Zeitraum in Ruhe ihrem Fetisch nachgehen möchten.

Sie sind hier, um ein Dog-Agility-Wochenende zu erleben. Für diejenigen, die zum ersten Mal an so etwas teilnehmen, habe ich eine Ton-Bild-Schau zusammen gestellt aus vergangenen Events. Für die Anderen unter Ihnen ist es sicher interessant, solch ein Event einmal von der Warte eines Zuschauers zu erleben…’

Eine halbe Stunde lang referiert der Bauer und zeigt dabei mittels eines Projektors Bilder, dann schließt er und eröffnet das Abendessen. Er wünscht uns einen Guten Appetit und dann wird ein mehrgängiges Landmenü aufgetragen. Für die Doggies gibt es Näpfe, die wir von den Vorlegeplatten füllen, nachdem die Halter die Nahrung mundgerecht zerteilt haben. Zu trinken gibt es Getränke in Flaschen. Ich nehme mir einen Fruchtsaft, fülle mein Glas und halte dir die Flasche hin…“

„Ich schaue zu dir auf und warte, dass du den Napf für mich fertig hast. Dann hältst du mir die Flasche hin und ich trinke erst einmal…“

„Nach dem Essen fragt mich meine Tischnachbarin, die mit einem Doggierüden hier ist, ob wir uns zusammen die Bilder an der Wand anschauen möchten oder uns zurückziehen wollen.

’Nein,’ sage ich. ‚Wir schauen uns gerne noch etwas hier um.’

Wir stehen also auf, nehmen unsere Gläser in die Hand und gehen an der Wand der Halle entlang. Bald entstehen so Grüppchen von Haltern im Smalltalk miteinander vertieft, während die Doggies dabei stehen auf allen Vieren, oder hin und wieder in SITZ-Stellung gehen. Ab und zu schaue ich zu dir runter und sehe, dass deine Aufmerksamkeit nicht den Gesprächen der Halter gilt, sondern der Umgebung.“

„Ja, der Rüde der Halterin am Tisch neben mir hat teilweise meine Aufmerksamkeit, teilweise auch die anderen Doggies. Es ist aufregend, so viele Doggies um sich zu haben!“

„Der Rüde der Halterin ist vielleicht erst zwanzig oder so, aber er scheint seine Rolle ernst zu nehmen, in ihr regelrecht aufzugehen…“

„Ich schaue zu dir auf und streiche von Zeit zu Zeit mit der Flanke an deinen Beinen entlang…“
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Re: Tami - meine "große Liebe"

Beitragvon SirHermann » 18. Jun 2017 13:31

Oh, vermisst sie eine gewisse Aufmerksamkeit meinerseits? Ich dachte, der neuen Umgebung und den anderen Doggies gilt ihre Aufmerksamkeit…

„Ich schaue bald auf meine Armbanduhr und entschuldige mich dann bei der Frau. Danach verlassen wir die Gesellschaft und gehen die Treppe hinauf zu unserem Zimmer.“

„Ich folge dir und erklimme die Treppe auf allen Vieren. Wir erreichen das Gästezimmer und ich mache vor der Tür SITZ. Du schließt die Tür auf…“

„Ja, ich schließe die Tür auf und halte sie für dich auf, um sie dann zu schließen, nachdem auch ich hindurch bin.“

„Ich laufe ein paar Meter ins Zimmer, drehe mich dann zu dir um und mache SITZ…“

„Ich gehe zum Bett, schlage die Decke zurück und ziehe mich aus. Dann lege ich mich ins Bett, hebe dir einladend die Decke hoch und sage HOPP.“

„Ich nehme die Einladung sofort freudig an und springe ins Bett. Das Gestell erzittert und ich falle vom Schwung halb auf dich.“

„Ich lächele und tätschele deine Kehrseite. Du liegst mit den Beinen zum Kopfende, mit den Schultern auf meinen Oberschenkeln…  “

„Ich drehe mich kichernd…“

„Ich knie mich im Bett auf und lasse mich auf die Hände in den Vierfüßlerstand fallen. Die Arme rechts und links neben deinen Schultern. Dann beuge ich mich zu dir runter.“

„Ich kichere und beginne zu zappeln und versuche tiefer zu rutschen, um unter dir weg zu kommen…“

„Was dir aber nicht recht klappen will…  “

„Ich lasse mich schließlich zurücksinken und gebe jeden Widerstand auf…“

„Ich streiche dir sanft eine Strähne aus dem Gesicht, beuge mich zu dir und gebe dir einen Kuss. Du hast den Mund leicht offen und lässt meine Zunge nach deiner suchen…“

„Ich öffne den Mund weiter und schließe die Augen. Unsere Zungen berühren sich…“

„Nach einer Weile frage ich dich leise: ‚Das gefällt dir so, gell?’“

„Hmm, ich lächele dich an und verdrehe die Augen. Dabei dränge ich mich an dich.“

„Ich beuge mich wieder zu dir hinunter und beginne sanft an deinem Ohr zu knabbern. Dann arbeite ich mich mit Lippen und Zunge weiter zu deinem Nacken vor und den Hals hinunter zu deinen Schultern.“

„Hmmm…“

„Plötzlich bewegst du dich heftig unter mir. Deine Entspannung ist weg. Du kreischst auf:

‚Whaa, das kitzelt!’

‚Tatsächlich?’ frage ich, süffisant grinsend. ‚Na, wenn das so ist, dann wird es dir gleich noch mehr gefallen…’“

„???“

„Vorsichtig, aber bestimmt, übe ich Druck auf deinen Kopf und die Schultern aus und bringe meinen Mund näher an deinen Hals. Du versteifst dich und wartest darauf, was nun passieren wird… Das gefällt mir. Ich lasse mir Zeit.

Als deine Anspannung leicht nachlässt, hauche ich dir sanft in den Nacken. Sofort ist deine Anspannung wieder da.

Als dann meine Lippen deinen Hals berühren in der Nähe eben jener Stelle, versuchst du dich aufzubäumen, aber ich habe dich fest im Griff. Du schnaufst ein wenig, als ich dich an der empfindlichen Stelle küsse. Nun lasse ich meine Zunge auf der Stelle und in der Umgebung tanzen.“

„Iiiih! Sofort breche ich in eine Mischung aus Schreien und Lachen aus!“

„Du bewegst dich wild in deinem Käfig aus meinen Armen und Beinen, niedergehalten mit dem Gewicht meines Körpers, um dem Reiz im Nacken ein Ventil zu verschaffen. Ich allein kann entscheiden, wie lange die ‚Folter’ dauert…“

„Haaa, sich das bildlich vorzustellen, ist elektrisierend! Ich werde feucht…“

„Dann, mit einem Mal lasse ich ab von dir.“

„Ich atme tief ein und entspanne mich langsam…“

„Ich rolle mich von dir herunter und lege mich neben dich. Mein Arm liegt über deiner Schulter.“

„Ich drehe mich um zu dir und rutsche tiefer, während meine Zunge deine Brust massiert, dann deinen Bauchnabel umkreist und darin gräbt. Dabei spüre ich deinen harten Schwanz. Ich umfasse deine Eichel mit den Lippen und massiere sie mit der Zunge bis du spritzt…“

„Ich lasse dich erst machen und huii… verdrehe ich meine Augen einen Moment… Nein, bevor ich abspritze, drücke ich dich von mir weg, lege meinen Finger unter dein Kinn und ziehe es hoch. Du streckst den Kopf und schaust zu mir auf.

‚Komm hoch,’ flüstere ich sanft.

Du krabbelst wieder hoch und öffnest deine Beine. Ich massiere sanft die Haut zwischen deinen Oberschenkeln und lege mich dazwischen, um in dich einzudringen. Dort bleibe ich bis du stöhnst und dich meinen Stößen entgegen wirfst. Das Bett ist auch wieder vollkommen nass. Ich bin in dir gekommen und ziehe mich aus dir zurück, um mich neben dich zu legen und dich streichelnd nur langsam zur Ruhe kommen zu lassen.“

„Erschöpft kuschele ich mich an dich…“

„Ich stehe noch einmal kurz auf und entferne das Laken. Ich tausche es mit Hand- und Badetüchern aus dem Bad aus, dann streichele und küsse ich dich sanft in den Schlaf.“

„Am Morgen wache ich auf und sehe dich an…“

„Als ich aufgewacht bin, finde ich dich noch schlafend. mit einem feinen Lächeln um den Mund. Ich schaue dir zuerst noch eine Zeitlang beim Schlafen zu, dann beginne ich dich sanft zu streicheln. Als ich die Stelle in deinem Nacken berühre, wachst du auf. Sofort schließe ich deinen Mund mit einem Kuss. Deine aufgerissenen Augen entspannen sich wieder und du erwiderst den Morgenkuss…“

„Herr, diese Nacht war himmlisch! Wieviel Uhr ist es?“

„Frühstück soll es in einer dreiviertel Stunde etwa geben. Gehen wir erstmal duschen!“

„Okay, ich gehe auf allen Vieren durch die offene Badezimmertür und mache vor der Dusche SITZ…“

„Ich folge dir und öffne das Duschventil. Dann temperiere ich das Wasser, halte die Glastüre offen und sage HOPP. Du kommst über den Rand der Duschwanne und ich seife dich ein…“

„Ich genieße wie immer deine Massage und das anschließende trocken rubbeln. Meine Nippel fühlen sich auch wieder steif an…“

„Danach ziehe ich mir ein Land- oder Forstarbeiter-Outfit an und dir ein Riemchen-Outfit über die nackte Haut. Dann klicke ich den Karabinerverschluss der Leine an deinem Halsband fest und gehe mit dir zur Zimmertür. Dort habe ich eine Laufleine hingehängt, die ich fürs Erste an meinem Gürtel befestige. Dann gehen wir runter in die Halle zum Frühstück.

Bald werden wir wieder von Herrn Buchner, dem Bauern begrüßt:

‚Guten Morgen, meine Damen und Herren. Ich hoffe, Sie hatten eine wunderbare Nacht. Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Frühstück. Während Sie es sich schmecken lassen, gehe ich schon mal vor und bereite die Parcours auf der Wiese hinter dem Haus vor. Also bis gleich.’

Lächelnd verabschiedet er sich mit einer Handbewegung und dann hören wir ab und zu Baugeräusche hereinschallen.

Nach dem Frühstück bleibe ich noch etwas sitzen und bestelle einen Espresso. Andere machen es mir gleich. Nur zwei Owner/Doggie-Teams stehen auf und gehen schon nach draußen.

Dann stehen wir nacheinander auf und treten als Gruppe vor die Hintertür. Der Aufbau der Parcours ist beinahe beendet. Der Bauer rät uns, die Doggies aufzuwärmen: Wir sollen hintereinander am Rand der Wiese, diese im leichten Trab mehrfach umrunden. Auf einem Tisch an der Tür liegen Decken. Diese können wir über den Tag gerne nutzen, um die Doggies zwischendurch warm zu halten, bietet er an.

Ich sage nun also BEI FUSS zu dir und gehe hinter den ersten Teams her, die damit begonnen haben, die Wiese zu umrunden. Erst langsam, dann in der zweiten Hälfte der Runde etwas schneller.“

„Nach der Runde schaue ich zu dir auf und mache ein gequältes Gesicht…“

„’Hm, okay,’ denke ich mir, nehme eine Decke, werfe sie über dich und zupfe sie zurecht. Du hast selbständig PLATZ gemacht und ich lasse mich neben dir im Gras nieder. Andere machen es uns gleich. Zwei Teams, die eine zweite Runde begonnen hatten brechen ab und kommen quer über die Wiese auf uns zu. So warten wir auf die Freigabe der Parcours.“

„Ich brumme leise vor mich hin. Du beginnst mich zu kraulen. Dabei schaue ich den Parcours-Bauern zu. Von meiner Position sieht alles etwas verwirrend aus…“

Oh, hatte ich sie etwas vernachlässigt? Ich ging nicht weiter darauf ein, sondern machte im Rollenspiel weiter:

„Der Bauer tritt zu uns und erklärt:

‚Wir haben die ersten beiden Parcours fertig. Wir wollen es so machen, dass die Teams nach jedem Parcours warten bis alle durch sind, bevor die Ersten sich an den nächsten Parcour wagen. Die Startnummern werden alphabethisch vergeben. Während Sie den zweiten Parcour durchlaufen, bauen wir den Ersten schon ab und an dessen Stellen den Dritten auf, und so fort… So, dann wünsche ich Ihnen viel Glück!’

Wir stehen auf und lassen uns von einem Mitarbeiter des Bauern den Ersten erklären. Es ist ein Labyrinth. Wir sollen jeweils zwischen zwei mit Sand gefüllten, großen Trinkbechern durchgehen. Welcher rechts und welcher links von uns sein sollte, erkennen wir an roten und grünen Fähnchen. Manchmal stehen gelbe Fähnchen genau dazwischen. Dann soll der Owner durch die eine Hälfte des ‚Tores’ gehen, während Doggie durch die andere Hälfte gehen soll. Im Parcour ist immer jeweils ein Team, das von dem Mitarbeiter des Bauern beobachtet wird, der sich Fehler notiert. Verlangt wird, dass die Owner Richtungsänderungen per ‚Kettensignalen’ an ihre Doggies übermitteln: RECHTSRUM bedeutet, ich muss die Leine durchhängen lassen und dich damit an der rechten Schulter berühren. Bei LINKSRUM entsprechend anders.

Das klappt ganz gut. Nur ein paar Mal habe ich Probleme bei der stummen Kommandoübermittlung. Erreichen wir ein Tor mit gelbem Fähnchen, gehe ich entgegen dem Kommando, das ich dir übermittelt habe, an der anderen Seite des gelben Fähnchens vorbei. Die Becher sind nummeriert, so dass wir uns im Labyrinth nicht verirren. Am Ende des Parcours setzen wir uns wieder und warten bis das letzte Team durch ist.“

„Pfuu, das stelle ich mir gar nicht so einfach vor…“

„Es sollen sich ja auch Rangfolgen ergeben! Da darf es nicht zu einfach sein, TAMI.“

„Wir haben sicher ein paar Mal Fehler gemacht…“

„Ja, warum denn nicht? Niemand ist perfekt! Du musst das Ganze sportlich sehen: Dabei sein ist alles! Eine schöne Erinnerung ist die Teilnahme-Urkunde, die heute Abend jedes Team bekommt! Der Pokal wäre natürlich schöner, wichtiger aber ist die schöne Erinnerung später – und für jetzt: Der Spaß an der Sache.“

„Okay, jetzt ist das letzte Team durch – und nun?...“

Oh, so schnell zum Nächsten? Also gut…

„Das letzte Team ist durch und soll sich auch erstmal etwas ausruhen. Dann werden wir zum zweiten Parcours gerufen, während der Erste schon abgebaut wird. Der zweite Parcour ähnelt dem ersten. Auch hier gibt es nummerierte Tore, doch sind sie nur halb so breit und zwischen den Bechern mit den Fähnchen befinden sich Hindernisse: Dünne Plastikrohre sollen übersprungen oder unterkrochen werden, oder bilden Leitplanken für enge Durchgänge. Dazwischen wurde ein Tunnel aus einer siebzig Zentimeter durchmessenden Stoffröhre aufgebaut. Wir gehen den Parcours in Begleitung eines Mitarbeiters des Hofes ab. Er erklärt ihn uns. Dann ist auch das letzte Team soweit und der Start wird freigegeben.“

„Ein Hürdenlauf? Ich reiße bestimmt einige Hürden, weil ich auf Händen und Knien schlecht springen kann…“

„TAMI, wie hast du dich beim Kommando HOPP bewegt?“

„ZEITLUPE?“

„Ja!“

„Ich hebe erst meinen Po. Nur noch Faust‚pfoten’ und Zehen bis Fußballen berühren den Boden. Dann beuge ich die Ellenbogen leicht und stoße mich vorne vom Boden ab. Ähnlich federe ich in den Knien und mache einen Satz nach vorne. Kurzfristig bin ich dann mit allen Vieren in der Luft.“

„Wenn es dir hilft, kommandiere ich laut! Ich laufe ja neben dir her, TAMI.“

„Ja, das würde helfen, Herr.“

„Also durchlaufen wir auch diesen Parcours und du reißt nur wenige Hindernisse! Du siehst, du musst dich nur trauen, Mein mädchen! Danach setzen wir uns wieder und warten bis auch das letzte Team durch den Parcours ist. Wie immer liegst du dabei unter der Decke.“

„Was kommt als nächstes?“

„In der Zwischenzeit haben die Männer des Bauern mit ihm einen Balance-Parcours aufgebaut. Nun aber bittet er uns zum Mittagessen in die Halle. Danach hätten wir eine Stunde Pause und könnten auf den Zimmern ausruhen oder das Gelände des Hofes erkunden, sagt er. Wir gehen also zum Essen und danach frage ich dich, ob du kuscheln oder erkunden willst.“

„Ich schaue erstaunt! Kein Befehl? Du lässt mir die Wahl?“

*lächel* okay, wieder eine Grundsatzerklärung nötig…

„Ich lasse dir die Wahl, ja, aber nicht die freie Wahl! Ich gebe die Alternativen vor zwischen denen du wählen darfst! Der Hintergrund ist der, dass es mir gleich ist. Ich mag genauso gern kuscheln, wie den Hof erkunden. Ich kann aber keine Gedanken lesen, um zu erfahren, was du magst. Darum frage ich…“

„Ich mag das, wofür du dich entscheidest. Du bist der Herr! Wie soll ich deine Autorität anerkennen, wenn du dich immer nach mir richtest?“

„Ich richte mich aber durchaus NICHT IMMER nach dir! Ich gebe die globale Richtung vor, sage, was anliegt. Aber ich möchte dich bei meinen Entscheidungen ‚mitnehmen’! Du sollst nicht völlig ‚hinterher dackeln’, sondern das Gefühl haben, bei mir geht es dir gut. Ich entscheide zu UNSEREM WOHL und nicht bloß zu meinem Spaß!

Oft genug habe ich dir gesagt, du bist für mich KEIN Spielzeug, das man hervor holt, bespielt, wegstellt, nicht mehr beachtet, bis man wieder spielen mag – und schließlich entsorgt… Du bist für mich ein fühlendes Wesen, für das ich sorge, um das ich mich kümmere. Dafür behalte ich mir das LETZTE WORT vor. Danach gibt es keine Diskussion, nur noch Gehorsam! Vorher aber kannst du Anteil an meinen Entscheidungen nehmen. Du kannst aber sicher sein, dass ich mich durch deine Wünsche NICHT von meiner globalen Linie abbringen lasse!

Nur, wann ich mein Ziel mit dir erreiche, hast du so natürlich bedingt in der Hand! Verzögerungen lasse ich also zu, weil ich weiß, dass jeder unterschiedlich viel Zeit braucht. Und diese Zeit lasse ich dir! Zwang tötet das Interesse, die Neugier, das Vertrauen! – Meine Meinung!

Also erkunden wir das Gelände nach dem Mittagessen!“

„Nach dem Mittagessen gehen wir wieder raus auf den Rasen?...“

„Nein, wir kennen bis jetzt das Haupthaus so einigermaßen – noch nicht die Nebengebäude, die den Innenhof mit dem Parkplatz rechts und links begrenzen. Da gehen wir hin. Dazu verlassen wir das Haus durch den Haupteingang, gehen die Treppe hinunter und wenden uns zuerst dem Nebengebäude zu, vor dem mein Auto steht. Es gibt dort verschiedene Eingänge. Ich rüttele an der Klinke des ersten Eingangs.
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Re: Tami - meine "große Liebe"

Beitragvon SirHermann » 18. Jun 2017 13:32

Die Tür öffnet sich und wir stehen in einem großen Raum mit Gehegen. Dort sind einige wenige Hunde, Katzen und eine Reihe von Kaninchen und Nagetiere untergebracht. Eine junge Frau kommt uns entgegen, schaut kurz zu dir runter, dann spricht sie mich an:

‚Guten Tag, Sie wollen doch sicher nicht ihr Doggie in Pension geben, während Sie eine Reise unternehmen müssen??’

Ich lache: ‚Nein, wir waren nur neugierig und wollten die Mittagspause für eine kleine Erkundung nutzen. Das hier ist also auch eine Tierpension?’

‚Aber ja,’ antwortet die Mitarbeiterin. ‚Aber dieser Hof hat noch mehr zu bieten! Schauen Sie sich gerne um, aber halten Sie Abstand – besonders zu den Landmaschinen. Nicht, dass Sie sich noch verletzen, oder ihr Doggie.’

Ich zeige auf die Treppe, die seitlich ins Obergeschoss führt: ‚Wohin führt die Treppe, wenn ich fragen darf?’

‚Oben ist das Futter- und Heulager für die Tiere,’ gibt die Mitarbeiterin bereitwillig Auskunft.

‚Ahso,’ entgegne ich und wende mich wieder zu der Tür, durch die wir herein gekommen sind.

Die junge Frau legt zur Seite, was sie gerade in der Hand hält und fragt: ‚Darf ich Sie führen?’

‚Aber gern,’ antworte ich.

Sie verlässt mit uns den Gebäudeteil und geht mit uns etwa zehn Meter weiter zur nächsten Tür. Sie ist zweigeteilt: Entriegelt man den oberen Teil, dann lässt er sich öffnen, während der untere Teil noch geschlossen bleibt. Ich zeige darauf und sage fragend: ‚Der Pferdestall?’

Sie lächelt und erklärt: ‚Das war mal einer. Heute können hier Leute im Stroh übernachten!’

Ich muss wohl etwas dumm aus der Wäsche geschaut haben, denn sie öffnet die Tür mit einem hellen Lachen. Wir sehen einen gekachelten Gang, der von einer im Boden verschraubten Holzbohle über die gesamte Raumbreite begrenzt wird. Dahinter liegt Stroh auf dem Boden bis zur gegenüberliegenden Wand. Die Halme sind akurat ausgerichtet, als habe man den Boden frisch belegt.

‚Hier können Fahrradwanderer ihre Schlafsäcke ausbreiten. Ein Gemeinschaftswaschraum mit Einzelduschen gibt es im Obergeschoss, erreichbar über diese Treppe. – Im Vertrauen: Hier haben auch schon Petplayer übernachtet, die hinter dem Gebäude eine Suhle aus Heilerde nutzen. Durch die Tür dort, geht es dahin…“

‚Oh,’ mache ich. Dann sage ich nach einer kurzen Pause, in der ich mich umsehe: ‚Das wäre dann dieses Gebäude. Was finden wir gegenüber?’

Sie antwortet: ‚Der Abschluss dieses Gebäudes bildet eine Fahrradgarage. Drüben haben Sie eine Halle mit Sandboden. Dort trainieren Ponyplayer das Ziehen von Sulkys. Es können dort auch Wettbewerbe stattfinden bei schlechtem Wetter. Aber auch anderes Training ist möglich. Hinter dem Gebäude finden sie einen Sandplatz, auf dem das alles dann bei schönem Wetter – wie dieses Wochenende – stattfinden kann.’

‚Und hinter den Fenstern darüber?’ frage ich.

‚An der rückwärtigen Gebäudewand finden sie einen angebauten überdachten Gang, den sie über eine Freitreppe an der Schmalseite erreichen. Dort haben wir weitere Gästezimmer.“

‚Ah,’ mache ich und ergänze: ‚Interessant.’

Wir überqueren den Innenhof und schauen auch dort hinter die Tür. Dann gehen wir zum Hauptgebäude zurück.“

Eine geraume Zeit kam keine Antwort-SMS. Dann:

„Ich bin ganz erschlagen von dem, was der Hof bietet und trabe stumm hinter dir her…“

„Wir scheinen die Letzten zu sein, die den Rasen hinter dem Haus wieder betreten. Inzwischen sind dort neue Parcours aufgebaut. Als wir uns zu den anderen Dogplayern gesellen, beginnt der Bauer mit der Erklärung der neuen Wettbewerbe:

Als erstes sollst du mit den Knien voraus unter einem leichten Plastikrohr hindurch, ohne das Rohr zu reißen – eine Art Limbo. Dann sollst du im Vierfüßler-Stand versuchen ein schwingendes Teil mit dem Mund zu schnappen. Dann löst sich die Leine und du hast den Punkt. Dazwischen sollst du von Klingelzeichen zu Klingelzeichen in PLATZ-Stellung verharren. Dann sollst du einen Becher ‚apportieren’: Du sollst einen mit Wasser gefüllten Becher vom Start zum Ziel bringen. Dort nehme ich ihn dir ab und fülle den Inhalt in ein Messgefäß. Insgesamt sind es fünf Becher. Die eine Hälfte der Owner füllt die Messbecher, die andere Hälfte versucht den Becher mit sehr weichen Bällen abzuwerfen. Dann werden die Gruppen gewechselt. Gemessen wird jeweils die Menge Wasser im Ziel.

Nachdem alle da hindurch sind, ist Dog-Dancing angesagt: Ich soll mich mit dir nach Musik bewegen, wobei du auf allen Vieren bleibst, mich anschaust und Hunde-Kommandos ausführst.“

„Oh, das wird bestimmt lustig…“

„Das ist es ja, TAMI! Solch ein Event soll Spaß und Lust auf mehr machen! Das Dog-Dancing sieht ziemlich knuffig aus. Es unterscheidet sich vom Agility, weil auf Geräte verzichtet werden kann und Musik benutzt wird, der Owner kann vorher mit seinem Doggie zuhause eine Choreographie einstudieren. Es sieht leicht und locker aus.“

„Das ist interessant!“

„In der Zwischenzeit hat der Bauer mit seinen Mitarbeitern einen Grillplatz aufgebaut. Es dämmert bereits. Nach dem Dancing sollen wir erstmal ausruhen. Als dann das erste Grillgut gar ist, hole ich uns etwas und wir essen gemeinsam. Dabei lasse ich dich bei mir abbeißen. Auch lasse ich dich aus meiner Flasche trinken.

Auf einmal bittet der Bauer um Gehör und beginnt mit der Preisverleihung. Wir bekommen eine Urkunde auf der einer der mittleren Plätze eingetragen wurde. Die Ownerin mit ihrem Rüden bekommen die Skulptur eines human Doggies auf einem Sockel auf dem der erste Platz eingraphiert wurde. Dann klingt der Abend aus. Als kein Grillgut mehr da ist, gehen wir auf unsere Zimmer.“

„Ich krabbele hinter dir her die Treppe hoch. Der Tag hat mich ganz schön geschafft. Ich bin aber innerlich zufrieden.“

„Oben gebe ich dir wieder eine kühle Dusche und eine Körper-Massage mit dem Frottee. Dann gehen wir zu Bett. Ich bin neugierig auf deine Eindrücke zu dem Wochenende und frage dich, während ich meine Finger gedankenverloren hauchzart über deinen Körper wandern lasse…“

„Das finde ich so gut von dir, Herr!“

Hä? Was jetzt? Ich fragte nach:

„Was findest du so gut, TAMI?“

„Deine ‚gedankenverlorene’ Zärtlichkeiten! Hinter deinem Streicheln steckt also keine bestimmte Absicht, deine Bewegungen sind also in intimen Momenten schon mal emotionsgesteuert, nicht intellektgesteuert! Du bist eben NICHT durch und durch rational…“

„Achso, ja, da hast du wohl recht, Eva. Ich kann sehr wohl zielgerichtet vorgehen – im rationalen Alltag – und für uns beide das bestmögliche Herausholen. Aber wenn es intim wird, kommt es immer wieder mal vor, dass meine Gefühle das Steuer übernehmen. Ich sage dir ja AUCH immer wieder: Lass das Tier in dir raus! Sei emotional! Lebe deine Gefühle! Fühle dich frei – befreit, deine Gefühle heraus zu lassen. Ich gebe dir den Raum dazu! Ich lasse dich sein, wie du innerlich bist – und beschütze dich, kümmere mich!“

Erst nach einer Weile kam ihre Antwort herein:

„Du bist so anders! *lächel* Und irgendwann wird das eine Person, die für dich bestimmt ist, sehr schätzen.“

Hm, sie hatte wieder das Rollenspiel verlassen und ist ins Persönliche gewechselt… Ich antwortete:

„Nun finde mal die Frau, die das auch so sieht… Schade dass DU dich noch nicht dazu überwinden konntest, dich mit mir zu unterhalten. So Aug in Aug real…“

„*lächel* ja, das finde ich auch – andererseits ist es für mich schwierig… Es würde sich anfühlen, als ob ich IHN hintergehe…“

„Das ist das Problem, Eva. Das höre ich immer wieder. Da sind Subs verlassen worden, weil das ‚Höher-Schneller-Weiter’ seine Grenze gefunden hat, und nun ist sie IHM langweilig geworden – und sie schafft es nicht, sich emotional zu lösen, obwohl ER sicher inzwischen wieder eine Neue hat…

Eigentlich aber auch verständlich, wenn man bedenkt wie tief so eine Beziehung ist, wie nah sich die Beiden emotional waren. Viel mehr als Vanillas sich jemals kommen…“

„*lächel* es ist zwischen uns nicht beendet und ich habe Anweisungen…“

Oh, was war das jetzt??

„Okay, das ist natürlich ein Problem,“ schrieb ich zurück. „Ich mag mich nicht in bestehende Beziehungen einmischen, es sei denn, ich werde um Hilfe gebeten aus Freundschaft.
Aber du bist in psychologischer Behandlung wegen dieser Beziehung? Oder hab ich da letztens etwas falsch…“

„Ich bin wegen meiner Vergangenheit und meinem Ex in Behandlung *lächel* “

„Oh,“ antwortete ich. „ da habe ich dann wohl mehrere Männer in einen Topf geworfen, sorry…“

„*gg* so kann man es nennen, alles kleine Sonnenscheine in meinem Leben“

Etwas enttäuscht war ich nun doch, und so schrieb ich ihr jetzt:

„*lächel* dann wünsche ich dir noch eine gute Nacht und schöne Träume.“

„Ich wünsche dir auch eine gute Nacht, schlaf gut und träum was schönes *lächel*,“ schrieb sie mir zurück und dann meldete sie sich nicht mehr…
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